Veröffentlicht in Wettbewerbe und Gewinne

NaNoWriMo 2013 – Es ist vollbracht!

NaNoWriMo Winner's Badge

Es ist vollbracht. Ich habe die 50.000 Wörter zusammen. Jippieh!!!!! 😀

Was kann ich sagen: Vermutlich werde ich noch zwei Tage brauchen, um die Geschichte abzuschließen. Ich habe heute annähernd 2000 Wörter geschrieben, da ist es schon okay, wenn ich jetzt eine Pause mache.

Ein paar Worte zur Vorgehensweise und für alle die, die es nächstes Jahr besser machen möchten:

  • Vorbereitung ist hier wirklich die halbe Arbeit. Ich hatte mir, wie schon andernorts erwähnt, für jeden NaNo-Tag eine Karteikarte in Scrivener angelegt, auf die ich in vier bis fünf Sätzen (manchmal auch mehr) den groben Plot beschrieben habe. Ich habe ungefähr einen Monat vorher Charakterstudien für die wichtigsten Charaktere zusammen geschrieben. Normalerweise bin ich kein guter Planer, meistens schreibe ich einfach drauf los. Aber ich habe deutlich gemerkt, dass mir diese Planung die Arbeit am NaNo erleichtert hat.
  • Ich habe seit über einem Jahr kein Wort mehr geschrieben, nichts mehr gemacht. Mir fiel das Schreiben dadurch teilweise enorm schwer. Die erste Woche war hin und wieder eine Tortur. Aber es wird besser. Dranbleiben heißt das Motto.
  • Scrivener ist ein wirklich tolles Programm. Ich denke, man kann den NaNo mit jeder anderen Software auch schaffen. Aber in Scrivener hatte ich alles parat, und brauchte außer dem Browser für Recherchen nichts anderes.
  • Ich selbst halte den November für einen denkbar schlechten Monat. Das nächste Mal überlege ich mir, ob ich meinen persönlichen NaNo nicht einfach schon im Oktober mache, oder im Mai. Das ist deutlich entspannender für mich.
Advertisements
Veröffentlicht in Hilfsmittel und Werkzeuge

Strukturierte Notizen – die Dritte (und letzte)

Dies ist der dritte Beitrag zum Thema strukturierte Notizen. Wer erst jetzt eingestiegen ist, kann gerne die ersten beiden Einträge Von Zen To Done zu strukturierten Notizen und Strukturierte Notizen – die Zweite lesen.

Wo waren wir das letzte Mal stehen gebleiben? Ach ja, bei meinen Erkenntnissen zum Thema Notizen und ToDo-Listen erstellen.

Also, nachdem ich festgestellt habe, dass sich keines der bekannten Methoden so recht für mein Ansinnen eignet, habe ich mich ja auf kleinere Tipps und Tricks beschränken wollen. Das Ergebnis meiner Internetrecherche ist aber nicht gerade ermutigend.

  1. Tipp: Schreiben Sie in eigenen Worten: Ja, ne, is klar. Wenn ich mir Gedanken zu meinen Projekten und Themen mache, dann nutze ich in der Regel überhaupt nur meine Worte. Bei Einkaufslisten muss ich zwangsläufig auf die Produktnamen zurückgreifen – oder soll ich dafür auch eigene Worte erfinden? Persil wird dann zum grün-weißen Ungetüm für die Waschmaschine? Komischer Tipp.
  2. Tipp: Verwenden Sie Schlagworte: Ist dann eher wieder ein Einkaufslisten-Tipp. Oder für einzelne Aufgaben. Steuererklärung ist selbsterklärend. Waschmaschine auch. Aber was ist mit Rezept? Weiß ich abends dann immer noch, was ich damit gemeint habe?
  3. Tipp: Gehen Sie strukturiert vor: Bei diesem Tipp froren mir für einen Augenblick alle Gesichtsmuskeln ein. Entweder kotzen oder lachen, dachte ich mir. HALLLLLOOOOO! Genau diese Struktur suche ich doch! Witzbolde!
  4. Tipp: Schreiben Sie sauber und leserlich: Das wäre dann das Minimum, was man erwarten sollte. Allerdings hängen Sauberkeit und Leserlichkeit ja auch entscheidend von der Situation und der Umgebung ab. Und was, wenn ich von Natur aus eine Sauklaue habe? Oder einfach in Eile? Oder keine gute Unterlage? Die meisten Notiz-Methoden raten immer dazu, Papier zu verwenden anstatt auf elektronisches Gerät auszuweichen. Und ehrlich gesagt, habe ich auch schon mal Evernote getestet, weil ich immer nur Gutes darüber höre. Ich fand es weder intuitiv noch sonst irgendwie hilfreich. Also eher nichts für mich.

So, das war dann schon der reichhaltige Fundus aus dem Bereich Tipps zum Notizen machen. Ok, hin und wieder wurde auch erwähnt, man solle nicht nur Text verwenden, sondern könne auch mal was malen. Also, anstatt „Persil“ als Wort eine Persilpackung in Fluchtpunktperspektive ins Notizbuch kritzeln. Wer’s mag. 😛

Meine letzte Idee, wo ich noch nach Tipps und Anregungen suchen könnte, waren ToDo-Listen. Wobei mir da schon klar war, dass ToDo-Listen prinzipiell in eine andere Richtung gehen und definitiv nicht das bieten, was ich suche. Trotzdem dachte ich, ich könnte mal reinschauen, welch unerwartete Schätze dort auf mich warten.

Hier die vier besten Tipps, mit denen ich aufwarten kann:

  1. Tipp: Farbkodierung: Die einzelnen Dinge auf der Liste werden mit unterschiedlichen Farben eingetragen. Ist jetzt nicht gerade simpel, weil man dafür ja auch eine Menge Farbstifte haben muss – und v.a. immer dabei haben muss -, aber OK, damit bekommt man in einen Wust von undurchdringlichem Geschriebsel doch ein wenig Struktur rein.
  2. Tipp: Sammeln Sie ihre Aufgaben digital: Ganz ehrlich, diese Idee ist bahnbrechend. Entspricht nicht meinem Naturell und meiner technischen Ausstattung, aber bahnbrechend.
  3. Tipp: Priorisierung: Hat jetzt eher etwas damit zu tun, welche Aufgaben man dringlicher erledigen sollte als andere. Struktur? Hat man damit auch, bringt mir aber bei einer Charakterskizze herzlich wenig.
  4. Tipp: Zeitangabe: Aufgaben sollen immer mit einem „zu erledigen bis“-Termin versehen werden. Hilft mir bei der Struktur auch nicht wirklich.

Ich konstatiere: Die Ausbeute war mies.

Was sagt mir mein gesunder Menschenverstand?

  • Verwende Trennstriche, verwende Listen und Listenzeichen,
  • fange neue Ideen/Themen auf einer neuen Seite oder zumindest in einer neuen Zeile an, usw.
  • Die Idee mit den unterschiedlichen Farben ist natürlich auch nicht schlecht, aber wie oben schon geschrieben, ich habe nicht immer 12 Stabilos in verschiedenen Farben dabei. Will ich auch gar nicht.

Wirklich weiter gebracht hat mich das persönlich nicht, außer dass ich jetzt erstmal so weitermache, wie bisher. Hinzu kommt, dass ich mich abends damit abquäle, unerledigte Aufgaben in den nächsten Tag zu übernehmen – was übrigens eine blöde Aufgabe ist: Wenn man alles, was man versäumt hat, nochmal auf ein neues Blatt schreibt, fühlt sich das genauso gut an wie ein Dolch im Rücken!

Falls ihr hier mitgelesen habt in der Hoffnung, ich würde euch ganz neue Einblicke in die Struktur von Notizen bieten, dann hat euch diese kleine, dreiteilige Serie sicherlich maßlos enttäuscht. Falls ihr aber, genau wie ich, auch eine Menge gelernt habt, dann freut es mich, dass meine Mühe nicht umsonst war. Ja, ich habe hier und da einige Tipps aufs Korn genommen. Das ist nicht alles so furchtbar niederschmetternd gemeint gewesen. Ich stelle aber fest, dass das Thema strukturiert Notizen erstellen ein noch relativ unbeackertes Gebiet ist – zumindest im Internet.

Veröffentlicht in Wettbewerbe und Gewinne

NaNoWriMo2009: Ein Rückblick und Tipps für 2010

Ich habe den NaNoWriMo2009 erfolgreich hinter mich gebracht (der Roman ist leider nicht fertig geworden) und wollte an dieser Stelle einen Rückblick wagen und Tipps für das nächste Jahr geben.

Zunächst hier mein Badge:
NaNoWriMo2009 Winner's Badge

Gedanken
Ich habe, wie schon erwähnt, recht spontan die Entscheidung gefällt, teilzunehmen. Meine Vorarbeit beschränkte sich auf ungefähr 30 Minuten schriftliche Notizen zu den Hauptakteuren und dem Plot einen Abend vor Beginn.
Während des Schreibens habe ich vor allem gemerkt, dass ich viele Punkte nicht ausreichend geplant hatte. Ich hatte zwar durchaus eine vage Vorstellung davon, wie meine Geschichte verlaufen würde, aber vor allem zu einer der beiden Hauptpersonen habe ich mir zu wenig Gedanken gemacht. Man könnte sagen, dass dieser im Verlauf erhebliche Charakteränderungen erfahren hat, was letztlich so einen leichten schizophrenen Touch hinterlässt, der aber vollkommen ungewollt ist und auch nicht wirklich in die Geschichte passt. Außerdem fand ich persönlich, war die Stelle des Bösewichtes oder Schurken in der Geschichte quasi unbesetzt, und auch die Nebengeschichten, die sich irgendwann mit dem Hauptplot verknüpfen sollten, waren nicht sehr sorgfältig angelegt.
Klar, es geht bei NaNoWriMo erstmal nicht um Qualität, sondern Quantität. Allerdings habe ich festgestellt, dass die Lust, Quantität zu erzeugen, ziemlich schnell nachlässt, wenn nicht wenigstens ein klein wenig Qualität vorhanden ist. Damit sage ich nicht, dass man einen druckreifen Roman fabrizieren sollte – wer kann das schon im ersten Durchgang? -, sondern vielmehr, dass man sich den Spaß an der Arbeit nimmt, wenn die Geschichte vollkommen verwirrte Wege einschlägt und kein richtiger Höhepunkt entsteht. So habe ich sicherlich die schwerste Motivationskrise gegen Ende gehabt, als ich ungefähr 40.000 Wörter hatte.

Tipps
Für mich haben sich im Verlauf einige Schwierigkeiten ergeben, die ich für beachtenswert halte, weswegen ich sie hier kurz aufführe. Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen beim nächsten NaNoWriMo.

  • Wie oben schon erwähnt, halte ich Planung für wichtig. Falls ich persönlich am NaNoWriMo2010 teilnehmen werde, würde ich diesmal deutlich mehr Zeit in Gedanken zum Plot stecken. Ich denke, dass die Vorgehensweise, wie ich sie bereits beschrieben habe und wie ich sie aktuell im Fernkurs lerne, seine Berechtigung hat. Und der NaNoWriMo2009 hat es mir gezeigt: Planung kann einem die Arbeit am Roman versüßen. Zumindest für mich gilt daher, dass ich sicherlich einige Wochen vor dem eigentlich Beginn des NaNoWriMo mit ausführlicher Recherche und Gedanken zu Plot und Hauptpersonen beginnen werde. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber mir wird es bestimmt helfen.
  • Da ich flexibel sein wollte, habe ich Google Docs verwendet. Vorteil ist der, dass man natürlich von überall aus Zugriff hat, wo einem auch Internet und ein Browser zur Verfügung stehen, zur Not also auch in der Bücherei. Nachteil ist, dass man auf die Zuverlässigkeit des Systems angewiesen ist. Wer seine ganze Arbeit dort liegen hat und dann wegen Systemwartung o.ä. keinen Zugriff erhält, ist ganz schön am Arsch. Oberstes Gebot ist daher, immer schön eine Sicherungskopie auf den eigenen Rechner/USB-Stick zu ziehen. Am besten immer, wenn man eine Schreibsitzung beendet hat. Das gilt meines Erachtens aber auch für die Arbeit am eigenen Rechner. Wenn der abstürzt, ist man genauso der Gelackmeierte.
  • Die Zeit im Voraus planen. Ich hatte mir bereits vorher ausgerechnet, dass ich pro Tag 1667 Wörter schreiben muss, um nach 30 Tagen 50.000 Wörter zusammenzuhaben. Das war einerseits eine echte Erleichterung für mich, weil ich insbesondere an schlechten Tagen absehen konnte, wann die Qual ein Ende hat, und an guten Tagen war es eine Erleichterung, wenn ich feststellen konnte, mein tägliches Pensum schon erreicht zu haben. Außerdem wird es zur Routine, wenn man jeden Tag schreiben muss. Ich habe mich jeden Tag darauf gefreut, auch wenn der Tag davor nicht so toll lief. Als ich zwei Tage lang wegen einer Fortbildung weg war, habe ich einfach ein bisschen vorgearbeitet und konnte den Rückstand gut aufholen.
  • Ich empfehle jedem, nach ungefähr 1000 Wörtern zu testen, wie korrekt das eigene Textverarbeitungsprogramm zählt. Aus meiner beruflichen Tätigkeit kenne ich das Problem verschiedener Zählalgorithmen gut. Manchmal sind die Abweichungen nicht besonders hoch. Ich dachte mir bei 45.000 Wörtern, dass ich jetzt auf Google Docs verzichten könnte und mit OpenOffice weiterschreibe. Beim Exportieren der Datei musste ich dann feststellen, dass 10.000 Wörter fehlten. Scheibenkleister! Auch das Reinkopieren des Textes in NaNoWriMo aus OOo hat denselben Unterschied ergeben. Meine Empfehlung: Entweder gleich das Zählwidget von NaNoWriMo verwenden, oder vorher testen, wie exakt die Zählung mit dem eigenen Programm übereinstimmt, oder eben, ob beim Im- und Export des Romans Verluste auftreten. Das schützt vor bösen Überraschungen. Ich bin dann auf jeden Fall bei Google Docs geblieben, und die Wortzahl hat in ungefähr übereingestimmt.