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Kein fließender Übergang zu anderen Instituten

Ich habe vor kurzem bei der Akademie Modernes Schreiben angefragt, ob ich mit Abschluss meines jetzigen Fernkurs direkt in deren Themen- und Romankurs einsteigen könnte.

Als Antwort erhielt ich, dass dies nicht möglich sei, da die Dozenten die genauen Stärken und Schwächen ihrer Teilnehmer kennen lernen wollen, und dies sei nur möglich, wenn man mit dem Grundlagenkurs dort beginnt. Ein Übergang von einem anderen Institut ist also nur möglich, wenn man komplett von vorne beginnt.

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Rückblick Grundschule – Hefte GR01-GR12

Da ich nun alle Hefte der Grundschule bearbeitet habe, möchte ich für alle Interessierten einen Rückblick erstellen.

Soweit ich weiß, ist die Grundschule bei allen Lehrgängen der Schule des Schreibens (bis auf Journalismus und der Romanwerkstatt) integriert und bildet die ersten 12 Monate des Lehrgangs. Zunächst möchte ich auf die einzelnen Hefte eingehen, ganz am Ende gebe ich noch mein Gesamturteil ab.

Die Hefte im Einzelnen

Heft 1 bildet einen recht harmlosen Einstieg, in erster Linie geht es darum, dass man sich Gedanken darüber machen soll, warum man schreibt.

In Heft 2 geht man darauf ein, wie Autoren an ihre Ideen kommen, dass man Notizen erstellen und täglich schreiben sollte.

Heft 3 beschäftigt sich mit den ersten Stilelementen des Schreibens.

Heft 4 fand ich inhaltlich wichtig. Es ging um das Thema Redigieren. Enttäuscht war ich von der Einsendeaufgabe, die der totale Witz war. Meine Änderungen wurden mit Häkchen quittiert, dazu gab es noch kopierte Lösungsvorschläge. Bei dem monatlichen Preis finde ich einfach, dass das zu wenig ist.

Mit Heft 5 habe ich lange gehadert. Es geht wiederum um die Stilelemente des Schreibens, letztlich war die EA aber doch halb so schlimm. Ich glaube, da habe ich das erste Mal gemerkt, wie viel mir die vorherigen Hefte tatsächlich gebracht haben und dass die Schreibroutine einfach wichtig ist. Ab da habe ich dann auch täglich geschrieben, auch wenn am Ende nicht viel dabei rumgekommen ist.

Mit Heft 6 war ich in Windeseile durch. Es ging um das Thema Dialog. Eine meiner besten EAs. Das Heft ging mir so leicht von der Hand, dass ich dazu gar nicht mehr viele Eindrücke parat habe.

Heft 7 drehte sich um das Thema Ordnen und Gliedern. Dabei schlägt es in dieselbe Kerbe wie Heft 2, allerdings werden auch solche Dinge wie Spannungsbogen und Aufteilung der Geschichte angesprochen. Meines Erachtens ein ganz wichtiges Heft. Obwohl ich zum Thema Gliederung ein etwas gespanntes Verhältnis hatte (ich bin der eher intuitive Typ, der am liebsten alles aus dem Ärmel schütteln möchte), konnte ich meine Meinung nach Abschluss von GR07 ändern. Ich ordne und gliedere nun munter vor mich her und habe dafür meinen eigenen Stil gefunden.

In Heft 8 geht es um die Themen Briefe- und Tagebuchschreiben. Neben einigen „technischen Details“ (wie sieht z.B. ein Geschäftsbrief aus, usw.) wird man animiert, selbst mehr Briefe statt E-Mails zu schreiben und auf die Möglichkeit eines Tagebuchs zurückzugreifen. Wie im Heft angegeben, habe ich das Tagebuchschreiben mal vierzehn Tage lang probiert. Langfristig ist das aber nichts für mich.

Zu Heft 9 kann ich Folgendes sagen: Es machte auf den ersten Blick einen sehr theoretischen Eindruck. Das Thema ist Wortlehre und Grammatik. Allerdings sind die Tipps, die im Heft gegeben werden, sehr praxisnah. Z.B. wird erklärt, warum man Infinitivkonstruktionen sein lassen soll, ebenso wann die Verwendung des Präsens, Präteritums oder Perfekts angebracht ist. Wie sieht es mit abstrakten oder konkreten Substantiven aus, Pronomina, usw. Insgesamt ein nützliches Heft, bei dem ich das Gefühl hatte, doch noch etwas dazu gelernt zu haben. Nicht, dass ich mich selber für unfehlbar halte, was Grammatik angeht. Aber ich habe in meinem (Berufs-)Leben doch schon so häufig damit zu tun gehabt, dass ich jedes Mal inständig hoffe, nicht mit irgendwelchen staubtrockenen Regelwerken tot geschlagen zu werden. Aber das war bei diesem Heft definitiv nicht der Fall. 🙂
Leider bestand die Korrektur wie bei GR04 aus einem vorgefertigten Kommentar. Ansonsten gab es bei mir einfach nichts zu korrigieren, sodass ich mich über die Häkchen nicht beschweren kann.

Heft 10 halte ich auch wieder für ein sehr wichtiges Heft. Das Hauptthema ist, wie man aus einem einfachen Satz („Er ging die Straße hinunter“) mehr macht. Es wird wirklich Schritt für Schritt gezeigt, wie man den Satz so aufbaut, dass er bildhafter wird und mehr sagt, als die Summe seiner Wörter es können. Mir hat das Heft viel Spaß gemacht. Das ist eines der Hefte, dass ich bestimmt wieder zur Hand nehmen werde.

Heft 11: In diesem Heft gibt es keine Übungen oder Techniken. Es gibt eine Menge Anregungen, z.B. die Klassiker zu lesen, von anderen Autoren zu lernen. Es geht um das bewusste Lesen und Lernen, sich klar zu machen, wie ein Autor diese Szene so lebendig gestaltet hat, und wie er es geschafft hat, den und keinen anderen Eindruck von jenem Charakter zu hinterlassen. Es wird dann noch darauf eingegangen, wie man nach dem richtigen Wort sucht (Wörterbücher, Lexika, usw.) und worauf man achten muss, wenn man ausländische Klassiker liest. Insgesamt ein nettes Heft, aber nicht unbedingt notwendig. Die Einsendeaufgabe gilt nochmal dem Ordnen und Gliedern, dem Verfassen einer Kurzgeschichte über 80 Zeilen anhand von Dialogfetzen, die angegeben sind.

Das letzte Heft (die Numero 12) bietet inhaltlich nicht mehr so viel. Es geht darum, wie man seinen eigenen Stil findet, dazu gibt es eine Menge Tipps und Empfehlungen. Letztlich findet man seinen eigenen Stil aber nur selber, und jeder Hinweis kann nur als solcher verstanden werden. Das wirklich anspruchsvolle an diesem Heft war die Einsendeaufgabe, die diesmal eine Kurzgeschichte im Umfang von 150 Zeilen fordert. Man soll neben Stoffsammlung/Expose auch die erste sowie endgültige Fassung zuschicken, damit der Studienleiter die Entwicklung erkennen kann, die die Geschichte genommen hat. Es geht also darum, all das, was man in den bisherigen Heften gelernt hat, umzusetzen. Ich habe damit am meisten gehadert.

Das Gesamturteil

Insgesamt kann ich nun nach 12 Heften (und deutlich mehr als 12 Monaten) sagen, dass die Hefte unterschiedlich gut waren. Es gab Hefte, bei denen ich mich fragte, welchen Sinn sie eigentlich haben, andere Hefte wiederum enthielten so viel und so wertvolle Informationen, dass ich sie wie einen Schatz hüte. Hat es sich gelohnt? Ich würde sagen, ja. Allerdings ersetzt der Grundkurs nicht die regelmäßige Schreibpraxis, die man einfach braucht. Da muss man selber an sich arbeiten, um wirklich jeden Tag – wenigstens 30 Minuten – zu schreiben. Der Grundkurs hat mich einige wichtige Dinge gelehrt, und so gehe ich jetzt mit einer guten Grundlage in den Belletristik-Kurs.

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ToDo

Frisch aus dem Urlaub und mit doch relativ wenig Gelegenheit, am Fernkurs zu arbeiten (leider zu viele Ablenkungen, Wehwehchen und andere Problemchen, die nicht ohne Mama zu bewältigen waren), habe ich mir heute eine ToDo-Liste aufgestellt. Zunächst einmal nur für vier Wochen, weil ich ja eher planungsresistent bin. Aber irgendwie muss ich in die Pötte kommen. Und ich will ja auch nicht still stehen, ich möchte mich bewegen, möchte mit dem Kurs (und meiner Romanidee vorankommen). Also muss von irgendwoher Druck her. Wir werden sehen.

Aber hier der Plan, damit er auch verbindlich ist (sonst könnte ich ja sonst was behaupten, in vier Wochen) :

Heft Beschreibung Endtermin
GR12 Es muss wirklich nur noch die EA gemacht werden. Mittlerweile habe ich mehrere „Ideen“ durchprobiert, nichts hat so recht gepasst. Ich mache zur Not eine mittelmäßige Geschichte daraus. Keine Verlängerungen mehr möglich! 30.09.11
BB01 Das Heft habe ich schon einmal durchgelesen, jetzt möchte ich noch die Übungsaufgaben bearbeiten. 07.10.11
BB01 In dieser Woche ist die EA dran. 14.10.11
Kein Heft Pause aus privaten Gründen bis 19.10.11
BB02 Das Heft ist ganz neu, muss also erstmal durchgelesen werden. Erste Übungsaufgaben daraus erledigen. 26.10.11
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SdS bald mit Kurs Romanwerkstatt

Die Schule des Schreibens bereitet sich darauf vor, ab Oktober 2010 eine Romanwerkstatt in ihr Repertoire aufzunehmen. Hier der Link zum YouTube-Video, das meines Erachtens neugierig macht, aber kaum Infos bietet.

Die Videounterschrift lautet: „Lernen Sie das schriftstellerische Handwerk und schreiben Sie gleichzeitig Ihren Roman! Die Roman-Werkstatt – ab Oktober 2010 bei der Schule des Schreibens.“

Wenn ich das richtig interpretiere, dann wird vermutlich eine verkürzte Version des Belletristik-Lehrgangs in Verbindung mit einer intensiven Manuskriptbetreuung angeboten. Ziel ist also auf jeden Fall, am Ende ein fertiges Manuskript in Händen zu halten. Das ist etwas, was ich in meinem Lehrgang ein wenig vermisse. Man kann zwar schon am Ende des Belletristik-Teils ein Manuskript fertig haben, außerdem bekommt man die Gelegenheit, kostenlos den Lektoratsdienst in Anspruch zu nehmen. Aber zwingend ist das alles nicht.

Mir würde es in der Tat besser gefallen, wenn mein Lehrgang ein konkretes Ziel hätte, wie das die Romanwerkstatt nun haben soll. Trotzdem bin ich bisher ganz zufrieden und werde mich eben selber bemühen, am Ende ein Manuskript in Händen zu halten.