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Warum will ich eigentlich schreiben?

Warum?Die Frage, warum ich unbedingt etwas schreiben und veröffentlichen möchte, habe ich mir die letzten Tage gestellt.

Und ich denke, dass ist bei mir ein ziemlich egoistischer Grund: Ich will die Geschichten aus meinem Kopf auf Papier bringen und soweit verfeinern, dass sie wie real anmuten. Ich möchte Protagonisten entwerfen, mit denen man sich identifizieren kann und die man so in echt antreffen könnte.

Ich glaube nicht, dass ich für Leser schreibe, sondern für mich. Den Leser nehme ich gerne mit, wenn er denn mag. Aber er ist für mich kein Grund zu schreiben.

Stellt sich natürlich die Frage:

Warum muss ich es dann veröffentlichen?

Ich könnte es auch einfach schreiben und als Datei auf meinem Rechner belassen (so wie bisher auch)?

Hm… vielleicht muss ich da nochmal in mich gehen… denn das Veröffentlichen wäre mir schon wichtig. Vielleicht auch nur, um Rückmeldungen zu bekommen, aus denen ich lernen kann – um schlussendlich besser zu werfen.

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Zurücksein reicht nicht

Die letzten Tage habe ich mir Gedanken dazu gemacht, wie es für mich weitergeht. Einfach zurück zu sein ist ja schön und nett. Aber das reicht mir nicht. Ich will vorankommen. Aber womit?

Ich könnte etwas Neues beginnen. Fakt ist aber, dass ich mindestens zwei Projekte auf meinem Rechner habe, die relativ weit gediehen sind.

Das letzte NaNo-Projekt (von 2013?) steht in der ersten Rohfassung. Das zweite Projekt stammte aus dem NaNo 2009 und ist alles andere als fertig. Im Grunde muss ich da nochmal von vorne anfangen.

Prima. Dann nehme ich das erste und fange einfach an.

Allerdings kenne ich mich allzu gut und weiß, dass ich relativ schnell gelangweilt bin. Wenn ich immer nur an einer Sache arbeite, werde ich nie fertig (weil ich einfach aufhöre, sobald es nicht so rund läuft.)

Es böte sich also an, einfach beide Dinge anzugehen. Immer abwechselnd. Ätzt das eine mich an, widme ich mich dem anderen usw. Und das hört sich erstmal nach einem guten Plan an.

Aber es gibt noch das Problem, dass ich aus eigenem Antrieb heraus relativ träge bin. Damit meine ich: Jetzt weiß ich, was ich tun muss. Aber anfangen tue ich deswegen noch lange nicht.

Das ist irgendwie absurd

Vor allem wenn ich bedenke, dass ich schon zwei NaNoWriMos zu Ende gebracht habe. Den Fernkurs habe ich nicht fertig gemacht, mich aber trotzdem sehr lange damit beschäftigt.

Diesen beiden Beispielen ist gemein, dass es da irgendeine Art Motor gab, der mich angetrieben hat. Bei beiden wurde ich ja nicht gezwungen, anzufangen. Es war immer meine eigene Entscheidung, das in die Tat umzusetzen. Niemand stand hinter mir und drohte mit Schlägen, sollte ich nicht voran kommen.

Dennoch gibt es beim NaNo so eine Art kollektives Gewissen: Man postet seinen Zwischenstand und teilt seinen Fortschritt mit anderen. Am Ende gibt es außerdem für den Erfolg eine Belohnung.

Beim Fernkurs hatte ich einen Fortschrittsbalken in der Seitenleiste (jetzt nicht mehr), und es war schon ein bisschen peinlich, wenn irgendwie nichts passierte. Außerdem war ich ja einen Vertrag eingegangen und zahlte jeden Monat. Und diese Art Druck erweist sich bei mir immer wieder als nützlich.

Ganz entscheidend…

… war für mich auch, dass die Planung des Ablaufs weitestgehend nicht in meinen Händen lag.

Damit meine ich: Im NaNoWriMo sind die Vorgaben, dass man am 01. November anfängt und bis zum 30. November 50.000 Wörter beisammen hat. Einfache Mathematik ergibt dann, dass man pro Tag 1.667 Wörter geschrieben haben muss, damit das Ziel erreicht wird.

Beim Fernkurs gibt mir die Fernschule vor, welche Inhalte ich ungefähr bis wann durch haben muss. Die Lieferzeiten sind getaktet, die Reihenfolge der Lernhefte vorgegeben. Am Ende jedes Heftes gibt es eine Aufgabe. Meine Aufgabe ist es, mich erstmal nur daran zu halten. (Natürlich ist es komplizierter als das. Aber anfangs braucht es nicht mehr.)

Was ist nun das schwierige an der aktuellen Situation?

Immerhin könnte ich mir auch selbst einen Plan erstellen und ihn einfach NUR umsetzen.

Aus Erfahrung weiß ich aber folgendes:

  • Ich bin eine schlechte Planerin.
  • Aber selbst, wenn ich den Plan hinbekomme, die Erfahrung zeigt: an meine eigenen Pläne halte ich mich nicht.
  • Pläne von außen sind Verpflichtungen, die ich anderen gegenüber habe, und für mich bindender als jene, die ich mir selbst gegenüber eingehe. (Beispiel: Der Weg des Künstlers)

Fazit?

Im Grunde brauche ich in irgendeiner Form jemanden, dem ich Rechenschaft schuldig bin. Der (oder die) mich gelegentlich in den Hintern tritt. Aus Erfahrung weiß ich, dass das nicht unbedingt meine Familie sein sollte (die hat schon schlechte Erfahrungen mit mir gemacht). Ich weiß auch, dass die Entscheidung, es zu tun, aber aus mir kommen muss. Es darf keine Wischi-waschi-Entscheidung sein („Dann mache ich das jetzt halt… oder ich probiere es zumindest.“).

Wie sagte Yoda so treffend?

Tu oder tu nicht. Es gibt kein Versuchen.

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Braucht man zum Schreiben Spezialsoftware?

Im Zuge meiner letzten Software-Rezensionen und -Entdeckungen musste ich mir selber die Frage stellen, wie viel Software ein Autor/Schriftsteller eigentlich braucht. Was muss sein, was ist nett, aber nicht unbedingt erforderlich, was ist überflüssig?

Ganz klar ist, dass es da kein allgemeingültiges Maß gibt. Was der eine unbedingt braucht, findet der andere total unnütz. Und je mehr ich mich in das Thema einarbeite, umso mehr stelle ich fest, dass mich die vielen bunten Knöpfchen und Funktionen, Auswahl- und Eingabefelder verwirren. Beispiel Storybook: Die Tatsache, dass ich die Funktion „Teile“ in ihrer Sinnhaftigkeit und Funktion nicht verstand (und immer noch nicht verstehe), führte dazu, dass ich mich fast nicht traute, eine Szene anzulegen, weil ich das entsprechende Feld, das mir die Maske vorgab, nicht zu füllen vermochte.

Es ist auch verflixt, wenn man sich von starren Vorgaben dazu verleiten lässt, alles penibel und kleinlich auszufüllen, als ob man ein Formular für eine Behörde oder ein Amt ausfüllt. Und da stelle ich fest, dass die eigentliche Idee, die Geschichte plötzlich vollkommen in den Hintergrund tritt, weil man mit den technischen Begebenheit „kämpft“. Natürlich soll es so nicht sein. Ich denke nicht, dass die Entwickler des Programms das so im Hinterkopf hatten. Wahrscheinlich denken die sich auch: „Wenn du mit einem Feld nichts anfangen kannst, dann lässt du es halt leer.“ So sollte es vermutlich sein. Aber in dem Moment, in dem ich anfange, über die Notwendigkeit eines Feldinhaltes zu sinnieren, beschäftige ich mich nicht mehr mit meinem eigentlichen Vorhaben: eine Geschichte oder einen Roman zu schreiben.

Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich über solche Entdeckungen wie Q10 oder JDarkRoom erleichtert. Da kommt man ohne Schnörkel und Schleifchen aus, es geht nur um das eine: die Geschichte. Die nötigsten Funktionen erlernt man in unter fünf Minuten, und dann geht es los. Man schreibt drauf los und schreibt und schreibt. Ohne auf das Äußere acht zu geben. Darum geht es auch gar nicht. Es geht nur um die Idee, die Handlung, die man verfolgt und weiterzuspinnen versucht. Das ist ein verdammt gutes Gefühl, wenn man einfach nur tippt und tippt und sieht, wie das eigene Werk wächst und sich weiterentwickelt.

Natürlich kann man diese Erfahrung auch mit Word oder OpenOffice.org oder Papyrus oder sonst einem anderen Textverarbeitungsprogramm machen. Man ignoriert einfach alle Schaltflächen, unterlässt es, Kopf- und Fußzeilen zu erstellen oder hier mal Fettschrift, da mal Kursivschrift einzufügen. Man lässt auch alle anderen Funktionen links liegen, z.B. die Rechtschreibprüfung oder Datenbanken, die mit dem Dokument verknüpft werden können. Man lässt es einfach sein und arbeitet an seiner Geschichte, lässt sich nicht ablenken und tut, was man tun muss, um damit fertig zu werden.

Und während ich das so schreibe, muss ich mir selber eingestehen, dass ich es in Word oder OpenOffice.org nicht schaffe, eben genau das sein zu lassen. Ich lasse mir falsch geschriebene Wörter mit einer roten Wellenlinie markieren, damit ich sofort verbessern kann, wenn ich mich vertippt habe. Oder ich füge Kommentare ein, die dann als kleine Post-It-Blasen am Rand erscheinen. So ist das doch gut erkennbar. Oder ich unterlege Absätze reihenweise in gelber Farbe, damit ich sie mir beim nächsten Mal nochmal durchlese und redigiere.

Fluch der Technik oder einfach nur Perfektionismus des Anwenders? Und kann eine Software da überhaupt Abhilfe schaffen?

Wie viel Software braucht man wirklich?

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Wie lang sollte ein Kapitel sein?

In den letzten Wochen habe ich nichts getan, außer darauf zu warten, dass mir eine der Fernschulen ihre berühmt-berüchtigten Rabatte gewährt. Bisher hat die HAF das noch nicht gemacht, weshalb ich jetzt noch immer nicht mit dem Fernkurs begonnen habe.

Aber nun hat es mich gepackt. Da war diese Geschichte in meinem Kopf, die unbedingt raus wollte. Ich konnte es irgendwie gar nicht zurückhalten und habe viele Dinge, die ich eigentlich hätte erledigen sollen, vernachlässigt. (Das wird sich bestimmt noch rächen, aber im Moment bin ich so heiß auf das Schreiben, das mir das irgendwie egal ist.)

Und ich habe geschrieben. Ein ganzes Kapitel. Und jetzt frage ich mich natürlich, wie lang sollte eigentlich so ein Kapitel sein? Gibt es da überhaupt irgendwelche Richtlinien? Ich schätze mal, man sollte das nach Bauchgefühl entscheiden – wie so viele Dinge beim Schreiben. Dennoch frage ich mich, ob ich mit 4000 Wörtern nicht doch ein etwas monströses Kapitel geschaffen habe. Ist das zuviel für den Leser? Vielleicht nicht, wenn es spannend ist, und ich hoffe schon, dass es das ist. Trotzdem ist mir beim Schreiben der Gedanke gekommen, dass ich meinen Lesern damit zu viel zumuten könnte.

Und dann habe ich natürlich ein Problem mit der Detailtiefe. War das jetzt zu detailliert, kann ich das möglicherweise weglassen, ist das überhaupt wichtig?

Ich habe einen Teil des Kapitels jetzt schon wieder überarbeitet, einfach weil ich dann doch ein paar Sachen anders darstellen wollte. Und jetzt, da es fertig ist, werde ich es vielleicht besser ein oder zwei Tage liegen lassen, und dann erst wieder weiterarbeiten. Aber eigentlich verspüre ich den Drang, mir eine Meinung von außen zu holen und merke, wie gut es mir jetzt tun würde, wenn ich schon mit dem Fernkurs begonnen hätte oder sonst einen Mentor hätte, dem ich im Vertrauen mal etwas zuschanzen könnte, auch wenn die erste Fassung noch etwas bescheiden oder gar schlecht ist.

Veröffentlicht in Hilfsmittel und Werkzeuge

Mal wieder Fernkurse

Mit meinem Krimi bin ich schon ein Stück weiter gekommen, aber wieder mal merke ich, dass meine berufsmäßige technische Orientierung zu sehr durchschlägt. Bisher liest es sich wie eine Bedienungsanleitung, viel zu steif und förmlich, es ist zu wenig Bildhaftigkeit dabei. Allerdings fällt es mir verdammt schwer, auszubrechen aus dieser Gewohnheit.

Kurzum, der Gedanke an den Fernkurs ist wieder sehr nahe gerückt und ich denke ehrlich darüber nach, den Schritt jetzt definitiv zu gehen. Allerdings stecke ich fest zwischen den verschiedenen Angeboten. Nachdem mir vor kurzem jemand gesagt hat, dass die drei großen Fernschulen ILS, SGD, HAF und Fernakademie Klett sowieso alle zum selben Mutterkonzern gehören und die meisten Kurse identisch sind, habe ich beim Vergleich der Autorenkurse gemerkt, dass dem nun aber wirklich nicht so ist (zumindest für die Autorenkurse – mag sein, dass das für die anderen Kurse zutrifft).

Da ist zum einen die HAF, die einen 30-monatigen Kurs „Kreative Schreibschule“ anbietet, der fast 3000 € kostet. Insgesamt ist der Kursinhalt aber interessant, es wird neben den grundsätzlichen Kenntnissen auch das Thema Journalistik, Sachtexte, Drehbuchschreiben, Kinder- und Jugendliteratur sowie Science Fiction abgedeckt. Allerdings sind 30 Monate natürlich heftig (und ja, das Geld auch).

Die Schule des Schreibens gehört meines Wissens auch zur HAF, hat aber ein ganz anderes Angebot im Programm. Dort gibt es mehrere Schreibkurse, der für mich interessanteste wäre „Die große Schule des Schreibens“. Dauer: 36 Monate, die Kosten dürften wohl über 3000€ liegen. Insgesamt besteht der Kurs aus 12 Monate Grundschule des Schreibens, 12 Monate Belletristik und 12 Monate Sachtexte. Was z.B. fehlt sind solche Themen wie Drehbuchschreiben, o.ä. Allerdings sagt mir der Inhalt im Großen und Ganzen schon zu.
NACHTRAG VOM 28.07.2009:
Die SdS hat ihre Internetpräsenz neu gestaltet. Im Zuge dessen habe ich die Preise nochmal nachgeschlagen, und es zeigt sich, dass die große Schule des Schreibens statt knapp 3000€ mittlerweile noch ca. 2500€ kostet.

Dann gibt es da noch Anbieter wie ILS, SGD und Fernakademie Klett, die einen nur 18-monatigen Kurs „Autor werden – Schreiben lernen“ anbieten. Was mich stutzig macht ist, dass der Kurs auch aus 30 Heften besteht (fast so viel wie bei den anderen Anbietern), aber nur 18 Monate dauert. Vom Inhalt her machen die einen großen Rund-um-Schlag, d.h. es werden ziemlich viele Gebiete abgedeckt (Journalistik, Hörspiele, Lyrik, usw.). Heißt das jetzt mehr Arbeit bei ungefähr gleichem Inhalt oder weniger Inhalt und deswegen kürzere Lehrgangsdauer? Soweit ich das gesehen habe, würde der Kurs ca. 2100 € kosten, was immer noch sehr viel Geld ist, aber eben weniger als bei den anderen beiden.

Grundsätzlich tendiere ich ja eher zu der Annahme, dass a) zielgerichtete Kurse (wie der von der Schule des Schreibens) sich tiefer mit einer Materie beschäftigen können und b) längere Kurse vermutlich auch mehr Inhalt bieten. Allerdings ist gerade bei b) die Frage, ob mehr Inhalt auch mehr Nutzen (für mich) bedeutet. Hm, tja…. schwierige Entscheidung, und auch nicht wenig Geld, das ich da ausgeben müsste.

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Nützliche Online-Workshops für Autoren

In letzter Zeit fallen mir immer häufiger Online-Workshops auf, die explizit für Autoren konzipiert wurden bzw. auch für Autoren interessant sein könnten.

Hier mal eine (sicherlich nicht ganz vollständige) Liste der Online-Workshops, die mir ins Auge gesprungen sind:

Veröffentlicht in Allgemein, Kreativität

Apropos Fernkurse/Autorenkurse

Vor ewiger Zeit hatte mir mal jemand aus einem Forum den Tipp gegeben, bei Andreas Eschbach (Das Jesus-Video) vorbeizuschauen, der hätte einen ganz heißen Tipp zum Thema Autoren-/Schreibkurs.

Den eigentlichen Link hatte ich aber verloren, und bin nun über die Suche und Recherche auf Eschbachs alter Homepage (er hat auch eine neue) wieder darauf gekommen.

Rainer Wekwerth ist selber Autor und bietet auf seiner Seite kreatives-schreiben.net Grund-, Fortgeschrittenen-, Intensiv- und andere Schreibkurse an. Er ist selber Autor und scheint außerdem knallhart zu sein, was seine Kurse angeht. So schreibt er:

Was Sie in diesen Kursen erwartet?

Arbeit! Arbeit! Und nochmals Arbeit! Im Idealfall arbeiten Sie jeden Tag zu bestimmten Zeiten an den Lektionen. Sie werden keine Zeit zum trödeln haben und meine Ansprüche sind hoch. Wenn mich Ihre Arbeit nicht überzeugt, lasse ich Sie die entsprechende Lektion so oft wiederholen, bis ich der Meinung bin, Sie haben den Lerninhalt verinnerlicht. Diese Wiederholungen sind in der Kursgebühr beinhaltet, aber Sie sollten von Anfang an Ihr Bestes geben, damit ich Ihre Leistungsfähigkeit und Ihr Talent richtig einschätzen kann.

Irgendwie spricht mich das an, allerdings möchte ich wirklich sicher sein, dass ich die Zeit dazu aufbringen kann, denn es hört sich wirklich nach Arbeit, Arbeit, Arbeit an.