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Blog-Rückblick auf das Jahr 2011

WordPress.com fertigt automatische Statistiken für dieses Blogs für das Jahr 2011.

Hier ist eine Zusammenfassung, was so alles auf diesem Blog passiert ist:

Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 4.200 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 4 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Rückblick Grundschule – Hefte GR01-GR12

Da ich nun alle Hefte der Grundschule bearbeitet habe, möchte ich für alle Interessierten einen Rückblick erstellen.

Soweit ich weiß, ist die Grundschule bei allen Lehrgängen der Schule des Schreibens (bis auf Journalismus und der Romanwerkstatt) integriert und bildet die ersten 12 Monate des Lehrgangs. Zunächst möchte ich auf die einzelnen Hefte eingehen, ganz am Ende gebe ich noch mein Gesamturteil ab.

Die Hefte im Einzelnen

Heft 1 bildet einen recht harmlosen Einstieg, in erster Linie geht es darum, dass man sich Gedanken darüber machen soll, warum man schreibt.

In Heft 2 geht man darauf ein, wie Autoren an ihre Ideen kommen, dass man Notizen erstellen und täglich schreiben sollte.

Heft 3 beschäftigt sich mit den ersten Stilelementen des Schreibens.

Heft 4 fand ich inhaltlich wichtig. Es ging um das Thema Redigieren. Enttäuscht war ich von der Einsendeaufgabe, die der totale Witz war. Meine Änderungen wurden mit Häkchen quittiert, dazu gab es noch kopierte Lösungsvorschläge. Bei dem monatlichen Preis finde ich einfach, dass das zu wenig ist.

Mit Heft 5 habe ich lange gehadert. Es geht wiederum um die Stilelemente des Schreibens, letztlich war die EA aber doch halb so schlimm. Ich glaube, da habe ich das erste Mal gemerkt, wie viel mir die vorherigen Hefte tatsächlich gebracht haben und dass die Schreibroutine einfach wichtig ist. Ab da habe ich dann auch täglich geschrieben, auch wenn am Ende nicht viel dabei rumgekommen ist.

Mit Heft 6 war ich in Windeseile durch. Es ging um das Thema Dialog. Eine meiner besten EAs. Das Heft ging mir so leicht von der Hand, dass ich dazu gar nicht mehr viele Eindrücke parat habe.

Heft 7 drehte sich um das Thema Ordnen und Gliedern. Dabei schlägt es in dieselbe Kerbe wie Heft 2, allerdings werden auch solche Dinge wie Spannungsbogen und Aufteilung der Geschichte angesprochen. Meines Erachtens ein ganz wichtiges Heft. Obwohl ich zum Thema Gliederung ein etwas gespanntes Verhältnis hatte (ich bin der eher intuitive Typ, der am liebsten alles aus dem Ärmel schütteln möchte), konnte ich meine Meinung nach Abschluss von GR07 ändern. Ich ordne und gliedere nun munter vor mich her und habe dafür meinen eigenen Stil gefunden.

In Heft 8 geht es um die Themen Briefe- und Tagebuchschreiben. Neben einigen „technischen Details“ (wie sieht z.B. ein Geschäftsbrief aus, usw.) wird man animiert, selbst mehr Briefe statt E-Mails zu schreiben und auf die Möglichkeit eines Tagebuchs zurückzugreifen. Wie im Heft angegeben, habe ich das Tagebuchschreiben mal vierzehn Tage lang probiert. Langfristig ist das aber nichts für mich.

Zu Heft 9 kann ich Folgendes sagen: Es machte auf den ersten Blick einen sehr theoretischen Eindruck. Das Thema ist Wortlehre und Grammatik. Allerdings sind die Tipps, die im Heft gegeben werden, sehr praxisnah. Z.B. wird erklärt, warum man Infinitivkonstruktionen sein lassen soll, ebenso wann die Verwendung des Präsens, Präteritums oder Perfekts angebracht ist. Wie sieht es mit abstrakten oder konkreten Substantiven aus, Pronomina, usw. Insgesamt ein nützliches Heft, bei dem ich das Gefühl hatte, doch noch etwas dazu gelernt zu haben. Nicht, dass ich mich selber für unfehlbar halte, was Grammatik angeht. Aber ich habe in meinem (Berufs-)Leben doch schon so häufig damit zu tun gehabt, dass ich jedes Mal inständig hoffe, nicht mit irgendwelchen staubtrockenen Regelwerken tot geschlagen zu werden. Aber das war bei diesem Heft definitiv nicht der Fall. 🙂
Leider bestand die Korrektur wie bei GR04 aus einem vorgefertigten Kommentar. Ansonsten gab es bei mir einfach nichts zu korrigieren, sodass ich mich über die Häkchen nicht beschweren kann.

Heft 10 halte ich auch wieder für ein sehr wichtiges Heft. Das Hauptthema ist, wie man aus einem einfachen Satz („Er ging die Straße hinunter“) mehr macht. Es wird wirklich Schritt für Schritt gezeigt, wie man den Satz so aufbaut, dass er bildhafter wird und mehr sagt, als die Summe seiner Wörter es können. Mir hat das Heft viel Spaß gemacht. Das ist eines der Hefte, dass ich bestimmt wieder zur Hand nehmen werde.

Heft 11: In diesem Heft gibt es keine Übungen oder Techniken. Es gibt eine Menge Anregungen, z.B. die Klassiker zu lesen, von anderen Autoren zu lernen. Es geht um das bewusste Lesen und Lernen, sich klar zu machen, wie ein Autor diese Szene so lebendig gestaltet hat, und wie er es geschafft hat, den und keinen anderen Eindruck von jenem Charakter zu hinterlassen. Es wird dann noch darauf eingegangen, wie man nach dem richtigen Wort sucht (Wörterbücher, Lexika, usw.) und worauf man achten muss, wenn man ausländische Klassiker liest. Insgesamt ein nettes Heft, aber nicht unbedingt notwendig. Die Einsendeaufgabe gilt nochmal dem Ordnen und Gliedern, dem Verfassen einer Kurzgeschichte über 80 Zeilen anhand von Dialogfetzen, die angegeben sind.

Das letzte Heft (die Numero 12) bietet inhaltlich nicht mehr so viel. Es geht darum, wie man seinen eigenen Stil findet, dazu gibt es eine Menge Tipps und Empfehlungen. Letztlich findet man seinen eigenen Stil aber nur selber, und jeder Hinweis kann nur als solcher verstanden werden. Das wirklich anspruchsvolle an diesem Heft war die Einsendeaufgabe, die diesmal eine Kurzgeschichte im Umfang von 150 Zeilen fordert. Man soll neben Stoffsammlung/Expose auch die erste sowie endgültige Fassung zuschicken, damit der Studienleiter die Entwicklung erkennen kann, die die Geschichte genommen hat. Es geht also darum, all das, was man in den bisherigen Heften gelernt hat, umzusetzen. Ich habe damit am meisten gehadert.

Das Gesamturteil

Insgesamt kann ich nun nach 12 Heften (und deutlich mehr als 12 Monaten) sagen, dass die Hefte unterschiedlich gut waren. Es gab Hefte, bei denen ich mich fragte, welchen Sinn sie eigentlich haben, andere Hefte wiederum enthielten so viel und so wertvolle Informationen, dass ich sie wie einen Schatz hüte. Hat es sich gelohnt? Ich würde sagen, ja. Allerdings ersetzt der Grundkurs nicht die regelmäßige Schreibpraxis, die man einfach braucht. Da muss man selber an sich arbeiten, um wirklich jeden Tag – wenigstens 30 Minuten – zu schreiben. Der Grundkurs hat mich einige wichtige Dinge gelehrt, und so gehe ich jetzt mit einer guten Grundlage in den Belletristik-Kurs.

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Zweites Blog-Jubiläum

Happy Birthday! Mein Blog wird zwei Jahre alt. Am 28.11.2008 begann die Reise und heute bin ich hier.

Letztes Jahr hatte ich das Blog-Jubiläum um sechs Tage verpasst, heute habe ich aber daran gedacht. 🙂

Was ist seit letztem Jahre geschehen? Sehen wir uns nochmal an, was ich zu diesem ehrwürdigen Tag letztes Jahr geschrieben habe:

Konkret habe ich mir vorgenommen,

* den im NaNoWriMo angefangenen Roman fertig zu schreiben und zu überarbeiten,
* bis spätestens August nächstes Jahr den Grundkurs fertigzustellen,
* jeden Tag eine Kleinigkeit zu schreiben, was ich seit Beginn des NaNoWriMo ganz gut hingekriegt habe
* und last but not least endlich meinen BoD-Gutschein zu nutzen und etwas zu veröffentlichen bzw. wenigstens eine Veröffentlichung vorzubereiten.

Und was davon habe ich umgesetzt?

  • Den im NaNoWriMo 2009 angefangenen Roman habe ich weitergeschrieben, aber nicht fertiggestellt. Ich habe im Moment auch keine Muse, mich weiter mit dieser Romanidee zu beschäftigen. Viel zu blauäugig bin ich damals in den NaNoWriMo gestartet und habe vollkommen ziellos darauf hingeschrieben – was letztlich ein wenig die Idee des NaNoWriMo ist. Leider konnte ich aber keinen einzigen roten Faden in dem von mir produzierten Gewirr finden, sodass ich irgendwann aufgegeben habe. Schade. Aber ganz abgeschrieben habe ich den Roman noch nicht.
  • Bis August wollte ich mit dem Grundkurs fertig sein. Mittlerweile haben wir November und ich habe *hüstel* immer noch zwei Hefte vor mir, ehe ich wirklich sagen kann, der Grundkurs ist fertig. Gut Ding will Weile haben, heißt es im Volksmund. 😉
  • Jeden Tage eine Kleinigkeit zu schreiben habe ich, bis auf wenige Ausnahmen (z.B. wegen Krankheit oder vollkommener Übermüdung und Überlastung) ganz gut hingekriegt. Na, wenigstens einen Haken kann ich jetzt setzen!
  • Der BoD-Gutschein ist wahrscheinlich mittlerweile verfallen, ich weiß es nicht. Ich habe ihn auf jeden Fall nicht eingesetzt. Ich hatte tatsächlich die eine oder andere Idee zur Veröffentlichung, aber es ist daran gescheitert, dass ich zu viel um die Ohren hatte.

Zugegeben, die Bilanz ist nicht wirklich rosig. Von vier Zielen nur eines erreicht könnte man auch als Fehlschlag deuten. Für mich steht im Moment aber der Blick nach vorne im Vordergrund. Und da gibt es folgendes zu berichten:

  • Für nächstes Jahr habe ich mir vorgenommen, kleinere Brötchen zu backen. Ich orientiere mich beruflich neu und das hat zunächst oberste Priorität.
  • Ab März werde ich mich noch einem anderen Kurs widmen, der mit der beruflichen Neuorientierung in Verbindung steht bzw. dazu beiträgt. Es wird nicht viel Zeit für anderes geben.
  • Daraus ergibt sich für mich, dass ich erstmal das tägliche Schreiben (seien es auch nur zehn Minuten) beibehalten möchte. Ich werde am Kurs dranbleiben, welches Tempo ich dabei einschlagen kann und werde, wird sich noch zeigen müssen.

Tja, ich bin bescheiden geworden. Aber im Augenblick gibt es einfach wichtigere Dinge in meinem Leben als der Kurs und das Romanschreiben. Vielleicht ergibt sich im Laufe des nächsten Jahres doch mehr Zeit; zumindest die ersten beiden Quartale sind aber vorrangig für andere Dinge reserviert.