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Warum ich jetzt schon weiß, dass ich beim nächsten NaNoWriMo nicht mitmache

Es ist gerade mal September und ich schreibe schon über den NaNoWriMo im November. Aber das hat einen Grund.

Ich bin hier im Blog meine alten Beiträge zum NaNo durchgegangen. Einerseits war das sehr erleuchtend, weil ich geradezu spüren konnte: Da war ich von der Motivation gepackt und getrieben, endlich die 50.000 Wörter zustande zu bringen. Es hat mich auch jetzt noch beim Lesen fasziniert, wie ich zielstrebig und geradewegs aufs Ziel zugesteuert bin, nämlich die 50.000 Wörter in 30 Tagen zu schreiben. Zweimal habe ich teilgenommen, zweimal hat es mit dem Erreichen des Ziels geklappt.

Aber die Kehrseite der Medaille ist, dass ich beide Male eben nur das Ziel hatte, 50.000 Wörter zu erreichen. Für viele mag das reichen, weil es ja immer heißt, man hätte dann eine gute Grundlage, um durch Überarbeiten einen Roman zustande zu bekommen.

Das sehe ich mittlerweile anders

Denn meine Werke von damals zeigen ganz klar: Aus diesen 50.000 Wörtern lässt sich nur schwer ein Roman erstellen. Im Grunde stand ich nach 30 Tagen am Anfang.

Die Geschichte war entweder nicht gut durchdacht, weil nie ein roter Faden vorhanden war. Somit hatte ich viele Wörter ohne Zusammenhang gebastelt. Das ist keine Geschichte und noch nicht einmal eine Grundlage für eine Geschichte. Man hätte vor allem aus dem ersten Werk vermutlich mehrere Geschichten extrahieren können. Mit viel Arbeit.

Beim zweiten Mal habe ich ich vermeintlich dazu gelernt und mir einen roten Faden zurecht gelegt. Immerhin hatte ich während des Schreibens das Gefühl, es läuft besser. Aber auch hier kam die Ernüchterung ganz am Schluss: Das Material taugte nicht wirklich dazu, überarbeitet zu werden.

Was fehlt ist Kontinuität

Und durch die Teilnahme am NaNo erreicht man die nicht, wenn man nicht dauerhaft dran bleibt. Es ist ja doch so im Leben eines Schriftstellers, dass vieles von dem, was man schreibt, niemals von fremden Augen gelesen werden wird.

Das ist nicht das Tragische an der ganzen Sache. Ich denke nur, dass ich mich bei jedem NaNo ein bisschen selbst verarscht habe. Nämlich in dem ich geglaubt habe, es müsste nur ein Gerüst her, dass ich noch etwas verschönere und verziere, ehe ich dann publiziere. Das mag allen anderen bewusst gewesen sein. Es war wohl sogar mir bewusst. Aber ich habe diesen Wunschtraum mit mir herumgetragen, dass es doch anders sein könnte. Wenn ich nur den NaNoWriMo überstehe.

Aufgewacht

Aber wie so oft, wacht man irgendwann auf. Und wird sich noch viel klarer und stärker bewusst, wo man sich selbst an der Nase herum geführt hat. Ich werde daher dieses Jahr meine Zeit damit verbringen, an meinem Roman weiterzuarbeiten. Und lasse den NaNoWriMo denjenigen, die entweder schon weiter sind als ich oder noch nicht ahnen, dass die 50.000 Wörter sie nicht wesentlich weiterbringen werden.

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Leben nach dem NaNo – Was kommt jetzt?

Tatsächlich habe ich mir gestern, als ich die erste Rohfassung nun endlich abgeschlossen hatte, Gedanken gemacht, wie es weitergeht. Bei meinem letzten NaNo habe ich alles schleifen lassen. Es ist zuviel Zeit vergangen zwischen dem Schreiben und dem Aufrappeln, die Geschichte zu überarbeiten. Zudem hatte ich damals keinen Plan gehabt, einfach drauf los geschrieben. Kurzum: Die Story war grottig, das Überarbeiten schrecklich. Im Grunde hätte ich die Geschichte nochmal schreiben können. Also blieb das Ganze bis heute eine Datei-Leiche auf meinem Rechner.

Diesmal möchte ich es gerne anders machen. Auch, weil ich mehr getan habe für die Geschichte und weil ich glaube, dass da Potenzial da ist. Ich habe mir daher vorgenommen, den Dezember zu ruhen, auch um Abstand von der Geschichte zu bekommen. Was vielleicht auch gut ist angesichts der Tatsache, dass ich vor allem am Anfang viel erklärt und weniger erzählt habe, fast wie in einem Drehbuch. Ich erwarte, viele Änderungen anbringen zu müssen.

Aber was genau mache ich als erstes? Inhaltliche Änderungen anbringen? Es gibt schon ein paar Stellen, die ich direkt zur Überarbeitung markiert habe. Aber eigentlich müsste ich, vor allem für die ersten Szenen, eine ganz andere Erzählstimme aufbauen. Das klingt am Anfang alles sehr steif und leblos. Es fehlt das Gefühl, damit der Leser mitgehen kann. Also zu allererst das angehen?

Irgendwie suche ich gerade verzweifelt nach Struktur, die mir auch dabei hilft, die Sache nicht nur anzugehen, sondern auch durchzustehen. Wenn ich weiß, ich mache jetzt 10, 20 oder 30 Tage lang genau das Eine, dann ist es einfacher, sich für diese Zeit auch genau dafür zu motivieren. Wenn die Aufgabenstellung schwammig ist, habe ich schon Bedenken, überhaupt zu beginnen, weil ich gar nicht weiß, was ich tun könnte.

P.S.
Ich habe gerade Google bemüht, und habe dort auf Anhieb eine Menge interessanter Artikel gefunden. Ich lege die mal alle hier ab, damit ich im Dezember etwas Lesestoff habe:
The „Now What?“ Months
What happens After You Finish Your NaNoWriMo Novel in a Month?
Tips for Editing Your NaNoWriMo Novel
After NaNoWriMo
13 Helpful Tips for Revising Your NaNoWriMo Novel
“NaNoWriMoReMo” – Make December Your NaNoWriMo Revision Month
Triage Editing und Line Editing (beides Deutsch)

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NaNoWriMo 2013 – Es ist vollbracht!

NaNoWriMo Winner's Badge

Es ist vollbracht. Ich habe die 50.000 Wörter zusammen. Jippieh!!!!! 😀

Was kann ich sagen: Vermutlich werde ich noch zwei Tage brauchen, um die Geschichte abzuschließen. Ich habe heute annähernd 2000 Wörter geschrieben, da ist es schon okay, wenn ich jetzt eine Pause mache.

Ein paar Worte zur Vorgehensweise und für alle die, die es nächstes Jahr besser machen möchten:

  • Vorbereitung ist hier wirklich die halbe Arbeit. Ich hatte mir, wie schon andernorts erwähnt, für jeden NaNo-Tag eine Karteikarte in Scrivener angelegt, auf die ich in vier bis fünf Sätzen (manchmal auch mehr) den groben Plot beschrieben habe. Ich habe ungefähr einen Monat vorher Charakterstudien für die wichtigsten Charaktere zusammen geschrieben. Normalerweise bin ich kein guter Planer, meistens schreibe ich einfach drauf los. Aber ich habe deutlich gemerkt, dass mir diese Planung die Arbeit am NaNo erleichtert hat.
  • Ich habe seit über einem Jahr kein Wort mehr geschrieben, nichts mehr gemacht. Mir fiel das Schreiben dadurch teilweise enorm schwer. Die erste Woche war hin und wieder eine Tortur. Aber es wird besser. Dranbleiben heißt das Motto.
  • Scrivener ist ein wirklich tolles Programm. Ich denke, man kann den NaNo mit jeder anderen Software auch schaffen. Aber in Scrivener hatte ich alles parat, und brauchte außer dem Browser für Recherchen nichts anderes.
  • Ich selbst halte den November für einen denkbar schlechten Monat. Das nächste Mal überlege ich mir, ob ich meinen persönlichen NaNo nicht einfach schon im Oktober mache, oder im Mai. Das ist deutlich entspannender für mich.

NaNoWriMo 2013 – Tag 29

Hach, ist das spannend. Gerade eben habe ich bei 48.306 Wörtern mein Tagespensum beendet. Ganz spontan ist mir gestern eine Alternative zum geplanten Abschluss gekommen. Jetzt habe ich das einfach umgeschrieben. Jetzt stehe ich allerdings vor dem Problem, dass ich keine Ahnung habe, was ich aus den restlichen Kapiteln mache. Wirklich spannend. 😉

NaNoWriMo 2013 – Tag 27

Ich bin mal wieder froh, dass ich mich nicht allzu sehr auf die Statistik meiner Schreibsoftware verlasse. In diesem Fall Scrivener für Linux. Es ist zwar kein großer Unterschied zwischen dem, was Scrivener als Gesamtwortzahl angibt, und dem, was die offizielle NaNoWriMo-Validierfunktion auswirft, aber es war gut, heute einen Export meines Manuskript anzufertigen und den gesamten Text rüberzukopieren. Es kamen so grob 10 bis 15 Wörter weniger heraus, was wirklich okay ist. Bei meinem letzten Versuch 2009 hatte ich zeitweise mit GoogleDocs geschrieben (jetzt heißt das ja GoogleDrive), und der Unterschied war doch erheblich (mehrere hundert Wörter). Insofern weiß ich, dass ich gut im Pensum liege. Das Ende ist nah und ich glaube, ich schaff das. Allerdings werde ich, um meine Geschichte fertig zu bekommen, noch ein oder zwei Tage Schreiben dranhängen müssen (hatte ich schon erwähnt).

Ich wünsche allen, die noch dabei sind, einen guten Abschluss.

NaNoWriMo 2013 – Tag 19

In meinem Skript bin ich heute offiziell erst mit Tag 17 fertig geworden. Von der Wortzahl her habe ich aber das wieder gut gemacht, was ich übers Wochenende verloren hatte. Damit besteht jetzt wieder die reelle Chance, am 30. November 50.000 Wörter zusammen zu haben. Nach aktuellem Stand muss ich aber wahrscheinlich ein oder zwei Tage länger dran bleiben, um die Geschichte auch zu beenden.

Der enorme Wortzuwachs kam heute dadurch zustande, dass ich ein Kapitel weit über die geplanten 1667 Wörter hinaus verlängert habe. Soweit ich das sehe, werde ich da bei der Bearbeitung viel kürzen müssen. Aber es gibt auch einzelne Kapitel, die etwas kürzer sind, da macht es nichts aus, dass ich jetzt in einem Kapitel deutlich mehr habe.

Insgesamt waren es heute über 2000 Wörter, die ich zustande bekommen habe. Das ist doch positiv. 🙂