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GR12: Korrektur schon zurück – aber viele Fragezeichen

Meine (alte) Studienleiterin war schnell und hat die Korrektur für GR12 heute schon in den Autorencampus hochgeladen.

Bei mir sind einige Fragezeichen geblieben. Denn offensichtlich ist sie der Meinung, ich hätte ihr zwei Endfassungen zur Korrektur gesandt. Sie betont in ihrem Begleitschreiben, sie könne nur eine korrigieren. Aber hat sie denn nicht meine einleitenden Worte gelesen, in denen ich das alles erklärt habe? Rückblickend ist mir noch eine EA eingefallen, bei der sie wohl einen kurzen, einleitenden Kommentar nicht gelesen hat. Es war damals nicht so wichtig, sonst hätte ich vielleicht nochmal nachgefragt.

So bleibt für mich die Erkenntnis zurück, dass Fragen, einleitende Kommentare oder Erklärungen von der bisherigen Studienleiterin wohl nie gelesen wurden. Die Bezahlung muss dann wohl sehr mies sein, wenn dafür keine Zeit blieb. Schade für uns beide.

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GR11: Korrektur zurück

Gerade eben ist sie eingetrudelt, meine Korrektur für GR11. Insgesamt war das Feedback positiv. Ich muss selber gestehen, das sich es eilig hatte damit, die EA hochzuladen und daher keinen letzten prüfenden Blick mehr darauf geworfen habe. Somit gab es ein paar dumme Fehlerchen, die so nicht hätten passieren dürfen; aber sie sind auch zu verschmerzen. Es geht weiter mit GR12 und BB01. 🙂

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Auch EA GR08 zurück

GR08 ist irgendwann am Wochenende korrigiert worden. Heute morgen habe ich das Ergebnis aus dem Autoren-Campus heruntergeladen.

Der einzig richtige Kritikpunkt meiner Studienleiterin war, dass ich keine in sich zusammenhängende Geschichte geschrieben habe. Das stimmt. Ich habe eher einen Anfang eines Kinderromans entwickelt. Es gab einige Verbesserungen, aber im Großen und Ganzen war die Aufgabe sonst gut bearbeitet. 🙂

Das Ergebnis ist unten zu sehen. Der erste Absatz war vorgegeben, ab dem zweiten Absatz ist das meine eigene Arbeit.

Das Familiengeheimnis

Es kam mit der Morgenpost: ein ganz normal aussehendes Paket in braunem Packpapier und verschnürt mit derber Doppelschnur. Es unterschied sich in nichts von den Tausenden anderer Pakete, wie sie die Postboten tagtäglich austragen. Mit diesem aber hatte es eine besondere Bewandtnis – eine ganze besondere …

Ich wusste, dass es mein Leben verändern würde. Großmutter hatte es mir letzten Sommer, als ich die Ferien bei ihr verbracht hatte, erklärt.
„Du bist jetzt alt genug“, hatte sie gesagt. „Jetzt kann ich dich in unser Familiengeheimnis einweihen. Du darfst es aber niemandem erzählen“, hatte sie mich ermahnt. „Niemals, hörst du?“

Ich schaufelte das Mittagessen hastig in mich hinein. Meine Augen klebten an dem Paket, das ich neben der Treppe abgelegt hatte. Mama und Papa taten ganz unauffällig, so als ob sie von nichts eine Ahnung hatten. Nach dem Essen kündigte Mama an, sie würde im Keller bügeln. Und Papa wollte den ganzen Nachmittag in der Garage verbringen. Er müsse dort endlich mal wieder aufräumen. Dabei hatte er das erst letzten Samstag getan.

Ich schnappte das Paket und nahm eilig jede zweite Stufe. Oben angekommen atmete ich wie ein Hundertmeterläufer. Die Adresse hatte Großmutter in ihrer altmodischen, schnörkeligen Schrift auf das Papier gekritzelt. Die Schnur war fest verknotet, ich musste sie durchschneiden. Ungeduldig wollte ich das Papier aufreißen, aber Großmutter hatte es an den Ecken ordentlich mit ganz viel braunem Klebeband gesichert. Ich zückte nochmal die Schere und trennte das Papier mit einem Ratsch in der Mitte auf.

Voller Ehrfurcht blickte ich auf den vergilbten Karton, der zum Vorschein kam. Ich erkannte ihn sofort. Es war der Karton aus der Speisekammer, in dem Großmutter das gute Besteck aufbewahrte. Er roch nach Weihnachtsgebäck, Brathähnchen, ranziger Butter und Spülmittel, die vielen Fettflecken gaben ihm das vertraute Muster. Sie hatte wohl die erstbeste Verpackung gewählt, die sie finden konnte.

Ehrfürchtig strich ich mit den Fingern über die runzelige Oberfläche und erinnerte mich an die Ferien in ihrem Landhaus. Beim Schälen der Äpfel hatte sie zum ersten Mal von den Geheimnissen gesprochen, die unsere Familie umgaben. Ich war so neugierig, so aufgeregt gewesen.
„Bitte Großmutter, bitte, erzähl mir davon. Was ist das für ein Geheimnis?“ Ich hatte gefleht und gebettelt. Mit ihrem weichen Lächeln hatte sie mich zur Geduld gemahnt und sich dann dem Apfelkuchen zugewandt.

Schließlich öffnete ich den Karton. Der Deckel gab ein kratzendes Geräusch von sich. Und da war das nächste Hindernis. Was auch immer Großmutter verpackt hatte, es lag in weißem, feinem, duftendem Seidenpapier, das bei der kleinsten Berührung leise raschelte. Ich zog ungeduldig daran, nur um auf eine weitere Verpackung zu stoßen. Was zum Kuckuck hatte sie denn so oft verpackt?

Ich streifte auch die letzte Schicht ab und hielt ein kleines, dünnes Buch in Händen. Der braune, glatte Lederumschlag war unscheinbar, er trug keinen Titel und keinen Hinweis auf den Inhalt. Ich betrachtete es von allen Seiten, drehte und wendete es. Schulterzuckend legte ich es vor mir ab. Sollte es das schon gewesen sein? All diese verheißungsvollen Familiengeheimnisse, von denen niemand etwas erfahren durfte, hier, in diesem … Schmierheft?

Ich schnaufte tief durch und blies mir die Haare aus den Augen. Immer wieder schaute ich missmutig auf das Büchlein. Ob es sich wohl lohnen würde, es zu öffnen? Wahrscheinlich war die Warterei umsonst gewesen. Hatte Großmutter mich nur an der Nase herumgeführt? War das ein Trick, damit ich mich während der Ferien nicht langweilte? Wollte sie also nur, dass ich ihr interessiert zuhörte? Wie gemein.

Ich schnappte das Buch und blätterte es einmal hastig durch. Alle Seiten waren leer. Wie doof war das denn? Ein leeres Heft hatte sie mir geschickt. Warum all dieser Aufwand für ein altes, stinkendes Heft? Ich raffte alles zusammen, um es in die große Mülltonne im Hof zu bugsieren. Gerade wollte ich die Tür öffnen, als es klopfte. Doch das Klopfen kam nicht von meiner Zimmertür. Das Klopfen kam aus dem Buch in meiner Hand.

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GR04 zurück – Enttäuschung

Heute kam GR04 zurück – und ehrlich gesagt bin ich über die Korrektur etwas enttäuscht.

Zunächst lag oben auf ein Brief der Tutorin – in diesem Fall eine Tutorin, die sich nur mit dem Redigieren beschäftigt, und nicht meine bisherige Tutorin. Der Brief schien mir mehr aus allgemein gültigem Gefasel zu bestehen. Zwar gab es da auch irgendwie einen Bezug zu meinen Arbeiten, aber das war so oberflächlich, allgemein geschrieben, dass ich fast vermute, hier wurden Textbausteine verwendet.

Meine Arbeit selber wurde insofern korrigiert, als dass die Tutorin hinter alle Korrekturen ein Häkchen setzte. Hm. Glücklicherweise gab es wenigstens Musterlösungen, anhand derer ich meine Arbeit vergleichen kann. Das ist für mich prinzipiell auch in Ordnung, wenn der Preis des Kurses geringer wäre.

Nun gut, bisher ist das der einzige Punkt, der mir am Kurs nicht so recht „schmeckt“… ich kuriere weiter meinen Husten aus und hoffe bald mit GR05 weitermachen zu können.