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12WP: Tiefere Einsichten

Mich hat beim Schreiben meiner Morgenseiten heute morgen tatsächlich eine tiefere Einsicht ereilt. Nämlich die, dass die Morgenseiten mich weiterbringen. Zwar sind die Anweisungen zu den Morgenseiten sehr schwammig, man soll einfach alles schreiben, was einem in den Sinn kommt, dennoch hatte ich bisher eher das Gefühl, für mein ‚kreatives Erwachen‘ ist das vielleicht nicht gerade der richtige Weg. Irgendwie schien es mir bloß wie Tagebuchschreiben mit fester Seitenvorgabe.

Nun musste ich aber im Rückblick feststellen, dass diese Morgenseiten mir vermutlich dazu verholfen haben, mein Sachbuchprojekt zu starten. Was ich bisher in den Morgenseiten verewigt habe, das findet sich jetzt im Buch wieder, das ich vor kurzem begonnen habe. 🙂

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Wieder da

So, die Weihnachts-/Neujahr- und Winterpause in diesem Blog ist nun vorbei. Ich bin wieder da. 🙂

Was gibt es Neues?

  • Zum einen habe ich mir Ende letzten Jahres noch einen BoD-Gutschein bei Tchibo erstanden. Ich hatte darüber in Ken Lennets Blog gelesen und mich sehr spontan dazu entschieden, nachdem der Preisvergleich bei BoD gezeigt hat, dass es tatsächlich ein Schnäppchen ist.
  • Ich habe auch schon eine konkrete Buchidee, die ich mit dem Gutschein umsetzen werde. Allerdings wird es sich dabei um ein Sachbuch handeln, meine anderen Ideen müssen dafür noch ein bisschen warten. Ich war über die Feiertage auch schon ganz fleißig und habe mal kurz die ersten Kapitel (ca. 6.000 Wörter) zu Papier gebracht (naja, nicht wirklich… es steckt ja alles noch im Computer).
  • Mein 12-Wochen-Programm musste wegen der Feiertage, fehlender Ruhe und vor allem wegen Erkältung pausieren. Aber diese Woche ging es wieder los, habe fleißig an meinen Morgenseiten geschrieben. Ich berichte wieder, wenn es tiefere Einsichten gibt.
  • Außerdem sind da noch zwei Bücher zu lesen, die der Weihnachtsmann mir gebracht hat *lol*. Das eine ist Wer sich in Gefahr begibt: Ein Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross
    von Ann Granger, das andere ist der zweite Fall des Allgäu-Kommissars: Erntedank: Kluftingers zweiter Fall
  • Im Moment ärgere ich mich maßlos, weil ich eine neue Prepaid-Karte für mein Handy gekauft habe, dieses aber scheinbar sang- und klanglos über die Feiertage seinen Geist aufgegeben hat. Im Moment wird es notfallmäßig reanimiert (es hängt an der Steckdose), aber ich habe da wenig Hoffnung. So ein Mist!
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12WP: Rückblick 1. Woche

Also, momentan geht hier im Blog nicht so ganz viel, außer der Tatsache, dass ich jeden Tag an meinem 12-Wochen-Programm nach Julia Cameron hänge. Obwohl das nach nicht viel aussieht, ist es aber mit verdammt viel Arbeit verbunden. Ich gestehe an der Stelle, dass ich zwischendurch den Gedanken gehegt habe, es doch einfach hinzuwerfen, weil überhaupt – wer braucht sowas auch? Und was kommt am Ende heraus? Vermutlich ohnehin nur das, was ich schon weiß.

Aber der Weg ist das Ziel, oder so ähnlich, und so sitze ich immer noch daran und muss ganz tief in mir feststellen, dass es hier und da etwas bewegt… nicht immer nur positives, aber es tut sich schon was.

Sicherlich finde ich die drei DIN A4-Seiten jeden Morgen etwas lästig. Mir fault regelmäßig die Hand ab, obwohl es schon Anzeichen für Besserung gibt – was ich jetzt von meiner Sauklaue nicht behaupten kann. Aber heute habe ich offiziell die 1. Woche hinter mich gebracht und musste feststellen, dass ich mich mit der einen oder anderen Übung richtig sauwohl gefühlt habe. Jawoll!

Am meisten hat mir sicherlich die Horrorgeschichte mit einem meiner Monster geholfen. Das Monster war in meinem Fall eine Leiterin einer kirchlichen Jugendgruppe, die ich damals regelmäßig einmal pro Woche besuchte. Ich hatte mich bereit erklärt, einen Spieleabend vorzubereiten, war voller Enthusiasmus… naja, es ging voll in die Hose, und ich hatte das Gefühl, auf voller Länge versagt zu haben. Dieses Erlebnis habe ich also jetzt – über 20 Jahre später – niedergeschrieben und auch gleich einen Leserbrief an mein Monster verfasst, weil sie mit ihrer miesen Laune und ihrer doofen Einstellung zum Scheitern dieses Abends beigetragen hat.

Eigentlich bewerte ich diesen Vorfall im Nachhinein als nicht so dramatisch und er hat mich sicher auch nicht die letzten 20 Jahre in irgendeiner Form verfolgt. Vielmehr kam mir der Gedanken an diesen Abend spontan beim Lesen der Übung, und ich dachte, es wäre vielleicht ein gutes Beispiel, das ich zum Einstieg gebrauchen könnte. Irgendwie hat sich jetzt aber herausgestellt, dass ich regelrecht erleichtert bin, es niedergeschrieben zu haben.

Irgendwie ist dieser Esoterikkram also vielleicht doch zu was nutze… mal sehen.

Ich möchte an der Stelle aber schon mal eine erste Pause im Blog ankündigen – die Weihnachtszeit steht vor der Tür, es wird stressig, weil natürlich die halbe Familie vor, an und nach Weihnachten Geburtstage feiert… da weiß man wenigstens, was die Leute in dem Jahr im Februar/März getan haben. 😉

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12-Wochen-Programm

Also, wie versprochen mein relativ kurzer Überblick über das, was bisher im 12-Wochen-Programm geschehen ist:

  • Zum einen habe ich verspätet damit begonnen, weil mich just an dem Tag, als ich voller Elan anfangen wollte, eine böse Magen-Darm-Grippe dahingerafft hat. Ich hatte keinen Kopf für irgendwelche Morgenseiten oder sonstige Übungen, also habe ich es gelassen und darauf gewartet, dass ich zumindest für 10 Minuten am Stück Konzentration aufbringen kann.
  • Damit bin ich momentan immer noch in Woche 1, und die beschäftigt sich im wesentlichen damit, dass man sich mit seinen Monstern aus der Vergangenheit auseinandersetzt. Wer hat also früher meine Kreativität im Keim erstickt, wer hat was gesagt, was mir heute noch im Kopf herumspukt und das mich vom Schreiben abhält? Julia Cameron schlägt vor, eine Art Monstergalerie zu erstellen, und erstmal eine Horrorgeschichte mit einem seiner Monster auf Papier zu bringen. Habe ich jetzt getan, hat sich gar nicht so schlecht angefühlt.
  • Etwas typisch Amerikanisches ist dann die Aufgabe, sich mit positiven Affirmationen die Wand vollzukleistern. Also, solchen Sprüchen wie „Ich erlaube mir kreativ zu sein“, „Kreativität ist des Schöpfers Wille für mich“, usw. Neben der Liste an vorgefertigten Affirmationen erhält man den Ratschlag, die negativen Glaubenssätze in sich selber einfach ins Positive umzukehren. Hat bei mir besser geklappt, als mich dem magischen Fluss des Schöpfers auszusetzen und Kreativität als den Willen Gottes anzusehen. Hallelujah.
  • Es stehen noch einige Aufgaben für diese Woche an, und die werde ich dann langsam abarbeiten und wieder berichten, wie es vorangeht. Da alles handschriftlich erfolgt, kann ich wenigstens ehrlich von einer Herausforderung reden, weil mir nach drei DIN A4 Morgenseiten und etlichen kleineren Schreibarbeiten wirklich fast der Arm abfault.
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Ich habe gewählt

Ich habe mich nun entschieden, Julia Camerons ‚Der Weg des Künstlers‚ zu gehen. Damit bin ich – wenn ich die Ausdauer dafür habe – die nächsten 12 Wochen damit beschäftigt, die Künstlerin in mir zum Leben zu erwecken. Ich merke schon, dass ich wankelmütig bin und nicht so recht dran glaube, 12 Wochen lang durchzuhalten. Dafür habe ich den Kreativitätsvertrag, den Julia vorschlägt, leicht abgeändert unterschrieben und mich damit verpflichtet, das Programm zu beenden. Ich bin selber gespannt und möchte diesen Eintrag mit einem kleinen Auszug aus dem Buch beenden:

Wir sollten Fortschritte und nicht Perfektion von uns fordern. Zu weit, zu schnell und wir könnten uns selbst ruinieren. Aktivierung unserer Kreativität ist wie das Training für einen Marathonlauf. Wir möchten zehn lange Meilen pro schneller Meile zurücklegen. Das kann dem Ego gegen den Strich gehen. Wir wollen „ganz groß“ sein – sofort „ganz groß“ sein -, aber so läuft Aktivierung nicht: Dies ist ein schwieriger, vorsichtig tastender, ja sogar peinlicher Prozeß. Es wird häufig vorkommen, daß wir dabei nicht besonders gut aussehen – weder für uns noch für andere. Wir müssen aufhören, das von uns zu verlangen. Es ist unmöglich, besser zu werden und gleichzeitig gut auszusehen.