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SM01: Fakten, Tatsachen, aber bitte interessant und lebensnah

Ein kurzer Überblick über das erste Heft aus dem Teilbereich Sach- und Fachmedien:

Kapitel 1 befasst sich so allgemein mit der Frage, was Sachautoren eigentlich machen, woher sie ihre Ideen haben, worauf es ankommt (Fakten, Fakten, Fakten), welche Formen von Sachmedien es gibt, was man als Sachautor beachten muss, usw.

In Kapitel 2 geht es auf die Frage ein, wie man einen passenden Verlag zur Buchidee findet, wie man einen Verlag anschreibt und wie man ein Exposé erstellt.

Im Vergleich zum Belletristik-Teil wird hier gleich von vornherein auf eine konkrete Buchidee hingearbeitet. Und so geht es in der Einsendeaufgabe auch gleich darum, eine Idee für ein Sachbuch niederzuschreiben, ein Exposé zu erstellen, einen passenden Verlag zu finden und ein Anschreiben zu entwerfen. Das habe ich schon erledigt, obwohl ich ehrlich gestehen muss, dass ich die Angelegenheit zunächst nicht wirklich ernst genommen habe. Ein kurzer Blick in SM02 offenbart aber, dass mit dieser Buchidee weitergearbeitet wird.

An dieser Stelle muss ich Kritik anbringen, weil im Exposé schon auf die Kapitelstruktur/Gliederung eingegangen wird. Ich musste also hinschreiben, welchen Aufbau ich mir beim Buch vorstelle. Nun habe ich mir zwar was aus den Fingern gesogen, aber wenn ich ehrlich bin, nicht wirklich bedacht, dass genau diese Idee weitergesponnen wird. Es ist meines Erachtens aber auch noch verfrüht, v.a. wenn es um ein Thema geht, in dem man sich nicht in aller epischen Tiefe auskennt. Mein gewähltes Thema ist zwar etwas, in dem ich nicht unbedarft bin, aber so wirklich bin ich kein Experte. Kurzum: Es steht Recherche an. Darauf geht SM02 ein. Genau das kritisiere ich: Wenn ich ohnehin erstmal für mein Sachbuch recherchieren muss, wie viel Sinn macht es da, gleich in der ersten Einsendeaufgabe eine Exposé mit Gliederung zu entwerfen, wenn schon feststeht, dass genau diese Gliederung über den Haufen geworfen wird – und je nach Wissensstand des Autors ganz dramatisch?

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BB01: Inhalt und EA

Hier eine kurze Zusammenfassung zum Inhalt von BB01:

Lektion 1 beschäftigt sich mit dem Genre der Kurzgeschichte, woher sie kam (aus den USA), wie sie sich in Deutschland entwickelt hat und welche Arten es gibt (die mit Pointe am Schluss und diejenige, die unscheinbar endet). Es werden drei Kurzgeschichten vorgestellt, wovon eine detailliert analysiert ist und die anderen zwei eher für die eigene Analyse gedacht sind. Es wird auch auf die Merkmale einer Kurzgeschichte eingegangen und welchen Regeln sie gehorchen muss.

In Lektion 2 wird erörtert, wo man sein Material für Kurzgeschichten her bekommt. Per definitionem sind Kurzgeschichten eher Alltagsgeschichten (wobei es natürlich auch andere Sorten von Kurzgeschichten gibt). Es geht eher darum, seine Augen offen zu halten für die eigenen Erlebnisse, die man dann in einer Kurzgeschichte verwenden kann.

Lektion 3 beschäftigt sich dann nochmal eingehend damit, was bei einer Kurzgeschichte vorhanden sein muss: Hauptfigur (in der Regel nur eine oder zwei), ein Schauplatz, die Ausgangssituation, das Thema. Man soll sich bei Kurzgeschichten auf ein Motiv und ein Thema konzentrieren und nicht zu ausschweifend oder erklärend erzählen.

Die EA verlangt dann auch eine Kurzgeschichte im Umfang von 80 Normzeilen. Es gibt vier vorgegebene Situationen, die man dafür verwenden soll.

Für mich persönlich war dieses Heft spannend, weil ich bisher eher nicht so überzeugt war von Kurzgeschichten. Mein großes Ziel ist es, einen Roman zu schreiben und eine Kurzgeschichte schien mir bisher keine echte Herausforderung zu sein. Allerdings hat mir das Heft Lust darauf gemacht, eigene Kurzgeschichten zu verfassen und jetzt schauen wir einfach mal, wie meine EA wird und ob ich in ein paar Tagen immer noch so motiviert sein werde, Kurzgeschichten zu schreiben.

P.S. Übrigens habe ich jetzt die EA für GR11 erfolgreich hochgeladen. An Altlasten steht noch GR12 aus und ich hoffe, dass ich das bis Ende nächster Woche geschafft habe. Parallel dazu mache ich mir auch Gedanken zur EA von BB01.

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Erster Überblick: GR01

Nachdem ich nun schon so lange gewartet und den Studienratgeber bearbeitet habe, konnte ich es kaum erwarten mit dem ersten Heft loszulegen. Das trägt das Kürzel ‚GR‘ für Grundkurs.

Im Grunde geht es im ersten Kapitel darum, erstmal ein realistisches Bild von Schriftstellern zu zeichnen: Was kann man nun wirklich damit verdienen, wie haben berühmte Schriftsteller eigentlich angefangen (nämlich durchaus klein und mit „alltäglichen“ Geschichten), wie kann ich das nachmachen?

Es geht darum, die Beobachtungsgabe zu schärfen und den Kursteilnehmer dazu zu ermuntern, seine Geschichten auf eigenen Erlebnissen oder Dingen, die „man auf der Straße findet“ aufzubauen. Und so sind die ersten drei Übungsaufgaben auch eher klein gehalten: Beschreiben Sie ihren direkten Nachbarn, gehen Sie ans Fenster und beschreiben Sie, was Sie dort sehen („Was sehen, hören, fühlen und schmecken Sie?“) und machen Sie einen Spaziergang und schreiben Sie danach 10 Minuten lang auf, was Sie erlebt haben.

Kurzum, man wird dazu ermuntert, alles irgendwie zu verarbeiten, was man erlebt. Mögliche Quellen für Ideen und Inspirationen kann man auch überall finden: alte Briefe und Tagebücher, die Tageszeitung, „alltägliche“ U-Bahn-Dialoge, Enzyklopädien und Lexika, usw. Man wird dazu ermutigt, Karteikarten mit eigenen Erlebnissen anzulegen, damit man sich irgendwann an diese Situation (z.B. Prüfung) erinnern und sie dann verarbeiten kann. Und zu guter Letzt wird empfohlen, Tagebuch zu schreiben.

Teil 2 habe ich noch nicht angefangen, es geht aber thematisch darum, wie man nun eigentlich anfängt mit dem Schreiben, welche „Kreativitätstechniken“ es gibt, usw. Dann soll man diese an drei Beispielen anwenden. Es werden auch typische Anfänge in der Belletristik und den Sachmedien vorgestellt, und schließlich soll man für die vorherigen bearbeiteten Themen je drei Anfänge schreiben.

In der Einsendeaufgabe soll man über 80 Normzeilen hinweg von sich erzählen und von der eigenen Motivation, mit dem Schreiben zu beginnen. Da das ja eine entscheidende Einsendeaufgabe ist, werde ich sie vielleicht erst nach dem Urlaub fertigstellen können. Dieses Blog wird daher bis ca. Anfang September Urlaub machen. Aber ich freue mich schon, mit GR02 weiterzumachen, wenn ich zurück bin.