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GR12: Erste Fassung

Ich habe nun die erste Fassung für die EA für GR12 fertig. Bis nächste Woche Freitag will ich die Aufgabe vom Tisch haben und im Moment sieht es gut aus. Allerdings ist diese erste Fassung mit 12.000 Zeichen viel zu lang. Die Vorgabe war 150 Zeilen á 60 Anschläge (= 9000 Zeichen), sodass ich noch einige Kürzungen vornehmen muss. Und dann werde ich jetzt zum Schluss hin doch noch einige Änderungen vornehmen müssen, was den formalen Verlauf der Geschichte angeht. Was ich vorher geplant hatte, lässt sich in 9000 Zeichen einfach nicht unterbringen.

Ich lasse die Arbeit für ein oder zwei Tage ruhen und beschäftige mich dann wieder damit.

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Rückblick Grundschule – Hefte GR01-GR12

Da ich nun alle Hefte der Grundschule bearbeitet habe, möchte ich für alle Interessierten einen Rückblick erstellen.

Soweit ich weiß, ist die Grundschule bei allen Lehrgängen der Schule des Schreibens (bis auf Journalismus und der Romanwerkstatt) integriert und bildet die ersten 12 Monate des Lehrgangs. Zunächst möchte ich auf die einzelnen Hefte eingehen, ganz am Ende gebe ich noch mein Gesamturteil ab.

Die Hefte im Einzelnen

Heft 1 bildet einen recht harmlosen Einstieg, in erster Linie geht es darum, dass man sich Gedanken darüber machen soll, warum man schreibt.

In Heft 2 geht man darauf ein, wie Autoren an ihre Ideen kommen, dass man Notizen erstellen und täglich schreiben sollte.

Heft 3 beschäftigt sich mit den ersten Stilelementen des Schreibens.

Heft 4 fand ich inhaltlich wichtig. Es ging um das Thema Redigieren. Enttäuscht war ich von der Einsendeaufgabe, die der totale Witz war. Meine Änderungen wurden mit Häkchen quittiert, dazu gab es noch kopierte Lösungsvorschläge. Bei dem monatlichen Preis finde ich einfach, dass das zu wenig ist.

Mit Heft 5 habe ich lange gehadert. Es geht wiederum um die Stilelemente des Schreibens, letztlich war die EA aber doch halb so schlimm. Ich glaube, da habe ich das erste Mal gemerkt, wie viel mir die vorherigen Hefte tatsächlich gebracht haben und dass die Schreibroutine einfach wichtig ist. Ab da habe ich dann auch täglich geschrieben, auch wenn am Ende nicht viel dabei rumgekommen ist.

Mit Heft 6 war ich in Windeseile durch. Es ging um das Thema Dialog. Eine meiner besten EAs. Das Heft ging mir so leicht von der Hand, dass ich dazu gar nicht mehr viele Eindrücke parat habe.

Heft 7 drehte sich um das Thema Ordnen und Gliedern. Dabei schlägt es in dieselbe Kerbe wie Heft 2, allerdings werden auch solche Dinge wie Spannungsbogen und Aufteilung der Geschichte angesprochen. Meines Erachtens ein ganz wichtiges Heft. Obwohl ich zum Thema Gliederung ein etwas gespanntes Verhältnis hatte (ich bin der eher intuitive Typ, der am liebsten alles aus dem Ärmel schütteln möchte), konnte ich meine Meinung nach Abschluss von GR07 ändern. Ich ordne und gliedere nun munter vor mich her und habe dafür meinen eigenen Stil gefunden.

In Heft 8 geht es um die Themen Briefe- und Tagebuchschreiben. Neben einigen „technischen Details“ (wie sieht z.B. ein Geschäftsbrief aus, usw.) wird man animiert, selbst mehr Briefe statt E-Mails zu schreiben und auf die Möglichkeit eines Tagebuchs zurückzugreifen. Wie im Heft angegeben, habe ich das Tagebuchschreiben mal vierzehn Tage lang probiert. Langfristig ist das aber nichts für mich.

Zu Heft 9 kann ich Folgendes sagen: Es machte auf den ersten Blick einen sehr theoretischen Eindruck. Das Thema ist Wortlehre und Grammatik. Allerdings sind die Tipps, die im Heft gegeben werden, sehr praxisnah. Z.B. wird erklärt, warum man Infinitivkonstruktionen sein lassen soll, ebenso wann die Verwendung des Präsens, Präteritums oder Perfekts angebracht ist. Wie sieht es mit abstrakten oder konkreten Substantiven aus, Pronomina, usw. Insgesamt ein nützliches Heft, bei dem ich das Gefühl hatte, doch noch etwas dazu gelernt zu haben. Nicht, dass ich mich selber für unfehlbar halte, was Grammatik angeht. Aber ich habe in meinem (Berufs-)Leben doch schon so häufig damit zu tun gehabt, dass ich jedes Mal inständig hoffe, nicht mit irgendwelchen staubtrockenen Regelwerken tot geschlagen zu werden. Aber das war bei diesem Heft definitiv nicht der Fall. 🙂
Leider bestand die Korrektur wie bei GR04 aus einem vorgefertigten Kommentar. Ansonsten gab es bei mir einfach nichts zu korrigieren, sodass ich mich über die Häkchen nicht beschweren kann.

Heft 10 halte ich auch wieder für ein sehr wichtiges Heft. Das Hauptthema ist, wie man aus einem einfachen Satz („Er ging die Straße hinunter“) mehr macht. Es wird wirklich Schritt für Schritt gezeigt, wie man den Satz so aufbaut, dass er bildhafter wird und mehr sagt, als die Summe seiner Wörter es können. Mir hat das Heft viel Spaß gemacht. Das ist eines der Hefte, dass ich bestimmt wieder zur Hand nehmen werde.

Heft 11: In diesem Heft gibt es keine Übungen oder Techniken. Es gibt eine Menge Anregungen, z.B. die Klassiker zu lesen, von anderen Autoren zu lernen. Es geht um das bewusste Lesen und Lernen, sich klar zu machen, wie ein Autor diese Szene so lebendig gestaltet hat, und wie er es geschafft hat, den und keinen anderen Eindruck von jenem Charakter zu hinterlassen. Es wird dann noch darauf eingegangen, wie man nach dem richtigen Wort sucht (Wörterbücher, Lexika, usw.) und worauf man achten muss, wenn man ausländische Klassiker liest. Insgesamt ein nettes Heft, aber nicht unbedingt notwendig. Die Einsendeaufgabe gilt nochmal dem Ordnen und Gliedern, dem Verfassen einer Kurzgeschichte über 80 Zeilen anhand von Dialogfetzen, die angegeben sind.

Das letzte Heft (die Numero 12) bietet inhaltlich nicht mehr so viel. Es geht darum, wie man seinen eigenen Stil findet, dazu gibt es eine Menge Tipps und Empfehlungen. Letztlich findet man seinen eigenen Stil aber nur selber, und jeder Hinweis kann nur als solcher verstanden werden. Das wirklich anspruchsvolle an diesem Heft war die Einsendeaufgabe, die diesmal eine Kurzgeschichte im Umfang von 150 Zeilen fordert. Man soll neben Stoffsammlung/Expose auch die erste sowie endgültige Fassung zuschicken, damit der Studienleiter die Entwicklung erkennen kann, die die Geschichte genommen hat. Es geht also darum, all das, was man in den bisherigen Heften gelernt hat, umzusetzen. Ich habe damit am meisten gehadert.

Das Gesamturteil

Insgesamt kann ich nun nach 12 Heften (und deutlich mehr als 12 Monaten) sagen, dass die Hefte unterschiedlich gut waren. Es gab Hefte, bei denen ich mich fragte, welchen Sinn sie eigentlich haben, andere Hefte wiederum enthielten so viel und so wertvolle Informationen, dass ich sie wie einen Schatz hüte. Hat es sich gelohnt? Ich würde sagen, ja. Allerdings ersetzt der Grundkurs nicht die regelmäßige Schreibpraxis, die man einfach braucht. Da muss man selber an sich arbeiten, um wirklich jeden Tag – wenigstens 30 Minuten – zu schreiben. Der Grundkurs hat mich einige wichtige Dinge gelehrt, und so gehe ich jetzt mit einer guten Grundlage in den Belletristik-Kurs.

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GR11: Korrektur zurück

Gerade eben ist sie eingetrudelt, meine Korrektur für GR11. Insgesamt war das Feedback positiv. Ich muss selber gestehen, das sich es eilig hatte damit, die EA hochzuladen und daher keinen letzten prüfenden Blick mehr darauf geworfen habe. Somit gab es ein paar dumme Fehlerchen, die so nicht hätten passieren dürfen; aber sie sind auch zu verschmerzen. Es geht weiter mit GR12 und BB01. 🙂

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GR12: Dazugenommen.

Nachdem Heft 11 ja nicht allzu viel Inhalt hat, sondern hauptsächlich aus einer Einsendeaufgabe besteht, habe ich mir Heft 12 auch gleich zu Gemüte geführt. Auch hier ist in etwa derselbe Aufbau zu finden: Nicht wirklich viel Technik, obschon etwas mehr als in Heft 11, dafür viele Anregungen. Es geht um das Thema Stil. Insgesamt ist das Heft dünn und besteht aus nur einem Kapitel.

Da es den Abschluss der Grundschule bildet, ist die Einsendeaufgabe umfangreicher als bisher: eine Kurzgeschichte im Umfang von 150 Zeilen (bisher immer nur 80 Zeilen), mit Stoffsammlung, Gliederung, erster Fassung und schließlich dem Endprodukt. Da ich noch nicht mit der EA für GR11 durch bin (habe aber schon einen ersten Aufbau und einige Zeilen geschrieben), ist diese EA nicht wirklich ein Thema. Ich bin auch gespannt, ob ich damit bis Ende Dezember durch bin. Evtl. werde ich die EA für Heft 12 erst während der Weihnachtsfeiertage fertig bekommen und vielleicht erst im neuen Jahr absenden.

Damit bin ich inhaltlich am Ende der Grundschule angelangt. Einerseits erfüllt mich das ein bisschen mit Stolz, andererseits habe ich länger gebraucht, als vorgesehen, und das ärgert mich schon. Ich habe vor, noch einen kompletten Überblick über die Grundschule zu liefern, daher spare ich mir eine Zusammenfassung an dieser Stelle.

Ich kann auf jeden Fall feststellen, dass ich mich über diese 12 Hefte hinweg verändert habe, dass mir das Schreiben besser von der Hand geht als zu vor und dass ich auch eine Entwicklung durchlaufen habe, was das Schreiben angeht. Ich fühle mich auch nicht mehr ganz so plan- und ziellos, wie ich es bei Beginn des Fernkurses habe. Allerdings kann ich auch realistischerweise sagen, dass ich im Moment noch kein Werk schaffen könnte, dass sich verkaufen ließe. Insofern blicke ich jetzt voller Freude und Hoffnung auf die nächsten 12 Hefte Belletristik. 🙂