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Gelesen: Frozen Heat – Auf dünnem Eis

Die Serie „Castle“ ist eine Krimiserie um den Romanautor Richard Castle (gespielt von Nathan Fillion) und der Mordermittlerin Kate Beckett (gespielt von Stana Katić).

Ich habe bzw. sehe die Serie immer noch gerne, obwohl sie meines Wissens in den USA abgelaufen ist und die letzte Folge auch in Deutschland gesendet wurde. Allerdings gibt es ja zum Glück Wiederholungen. 😉

Vor ein paar Monaten bin ich in einem Buchladen tatsächlich über die Werke des fiktiven Richard Castle gestolpert. In der Serie selbst recherchiert der Autor Richard Castle bei der Polizei für seine Romane. Und er veröffentlicht in der Serie Bücher, die es nun tatsächlich auch im echten Leben gibt. Die Produktionsfirma hat offensichtlich einen Ghostwriter engagiert, der die Geschichten geschrieben hat.

Zunächst war mein Plan, das gekaufte Exemplar auf der Comic Con Germany von Nathan Fillion signieren zu lassen. Nachdem mir das Autogramm aber zu teuer war, habe ich es gelassen. Dafür habe ich mir das Panel von Nathan Fillion zusammen mit Seamus Dever und Jon Huertas, die beide auch in der Serie mitspielen, angesehen.

v.l.: Seamus Dever, Nathan Fillion, Jon Huertas, ComicCon Germany, 28. Juni 2016
v.l.: Seamus Dever, Nathan Fillion, Jon Huertas, ComicCon Germany, 28. Juni 2016

Nun hatte ich also ein Buch daheim rumliegen, dass ich nur zum Zwecke eines Autogramms gekauft hatte. Ehrlich gesagt hatte ich gar nicht vor, es zu lesen. Ich war nämlich der Überzeugung, das Buch wäre nur ein Pro-forma-Werk. Ich dachte, irgendjemand hatte in erster Linie das Marketing im Auge und die damit verbundenen Kosten, und nicht die Qualität. Ich erwartete also einen sehr schlechten Roman und war doch angenehm überrascht. Das Buch hat mir richtig gut gefallen. So gut, dass ich mir den Anschlussroman „Deadly Heat“ gekauft habe.

Ganz kurz zum Inhalt

Wie gesagt, schreibt der Autor Richard Castle in der Fernsehserie einen Roman. Als Vorbild nimmt er sich die Ermittlerin Kate Beckett, die überhaupt nicht davon angetan ist. Demnach gibt das Buch nicht direkt eine komplette Episode wieder, da Castle ja eine Geschichte über die Geschichte schreibt (ich weiß, ist ein bisschen kompliziert). Daher heißt die Hauptfigur im Buch auch nicht Kate Beckett, sondern Nikki Heat. Trotzdem geht es irgendwie um die Geschichten, die der Autor in der Serie erlebt.

Bei „Frozen Heat“ geht es um den 10 Jahre alten Mord an der Mutter von Nikki Heat, der immer noch nicht aufgeklärt ist. Im Rahmen eines anderen Mordfalles gibt es neue Beweise, und so gerät die Geschichte ins Laufen. Am Ende wird das ganze zum Spionagethriller. Wahrscheinlich hat es mir deswegen gut gefallen.

Insofern kann ich das Buch tatsächlich weiterempfehlen und mache mich gleich an die Fortsetzung ran. 😎

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EA7 und „Die Falle“

EA7 hat nun doch länger hier vor sich hingedümpelt, als erwartet. Ich hatte mich damit teilweise schwer getan, dann ist es in Vergessenheit gerade und erst jetzt habe ich es wieder reaktiviert, fertig gestellt und abgeschickt. EA8 wartet auf mich. Es geht darum, Nebenfiguren zu erschaffen, die im Gedächtnis bleiben.

Dazwischen habe ich auch endlich Melanie Raabes Buch „Die Falle“ fertig gelesen. Ihr erinnert euch: Ich hatte es in der Mitte einfach zur Seite gelegt.

Zuerst war ich mir etwas unsicher, warum. Ich denke, dass ich so eine Ahnung hatte, die ich aber nicht unbedingt bestätigt sehen wollte. Letztlich habe ich den Rest des Buches an einem Nachmittag runtergelesen. Das Buch ist gut. Ich kann es empfehlen. Auch wenn ich mit dem Mittelteil etwas hadere.

EA8 bekommt jetzt meine Aufmerksamkeit, außerdem habe ich noch ein bisschen was zum Lesen da.

Und wie geht es euch? 😎

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Gelesen und Fernkurs

i-flip-flap-184343_640Anfang April kam der neue Roman von Tom Wood „A Time To Die“ heraus. Es ist der sechste Roman aus der Victor-Reihe, und das Nachfolgewerk zum Roman, über den ich schon hier berichtet hatte.

Insgesamt fand ich diesen Roman besser als den letzten. Ich habe ihn auf jeden Fall in sehr kurzer Zeit durchgelesen, mit nur wenigen Pausen dazwischen. Im Großen und Ganzen hat er meine Erwartungen erfüllt. Ich warte also gespannt auf das nächste Werk.

Kurz darauf bin ich in einer Buchhandlung über Melanie Raabes Buch „Die Falle“ gestolpert. Ich habe es spontan mitgenommen und den Anfang sehr genossen. Jetzt stecke ich aber so ein bisschen in der Mitte fest und frage mich, ob es an mir und meiner fehlenden Ausdauer oder tatsächlich am Roman selbst liegt. Bisher konnte ich mich noch nicht aufraffen, weiterzulesen. Aber es liegt noch auf meinem Nachtschränkchen, sodass ich auch nicht am Lesen vorbeikomme. 😉

Außerdem waren wir gestern auf einem Bücher- und Comic-Flohmarkt. Man bekam Comics und Romane zum Kilopreis, sodass ich drei Werke (Val McDermid, Andreas Franz und Charlotte Link) mitgenommen haben. Ich bin also bis auf weiteres gut ausgestattet mit Literatur. 😀

Kommen wir noch zum Fernkurs

Ich hatte die EA Nr. 6 schon halbfertig hier liegen. Aber irgendwie gab es ziemlich viel beruflich, das mich abgelenkt hat. Es war teilweise so deprimierend, was da passiert ist, dass ich einfach keine Lust auf andere Dinge hatte. Es gab handfesten Streit und eine Zukunftsaussicht, die mich mehrere Tage einfach nur fertig gemacht hat.

Es ist auch erstaunlich, wie sich solche Sachen auf mich auswirken. Andere Menschen finden GERADE DANN im Schreiben eine Zuflucht. Für mich herrscht dann aber erstmal trübe Stimmung, die mich absolut blockiert. 😥

Jetzt ist die EA fertig, wird morgen nochmal überarbeitet und geht dann auf Reisen. Als nächstes dann also EA7. 😉

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Gelesen (und ein bisschen enttäuscht)

GelesenIn letzter Zeit konnte ich nicht viel lesen, obwohl ich noch das eine oder andere ungelesene Buch auf meinem eBook-Reader habe.

Nun steht bald Band 6 der Tom-Wood-Reihe rund um den Auftragskiller Victor an. Bereits letztes Jahr erschien Band 5, den ich aber noch nicht ganz gelesen hatte (bis heute).

Eigentlich war ich von der Reihe sehr fasziniert.

Auf Deutsch erschien der erste Teil als „Codename Tesseract“. Ich habe ihn auf Englisch gelesen und war einfach nur begeistert. Ich saß regelrecht atemlos vor dem Buch und konnte es nicht aus der Hand legen.

Und so ging es weiter. Zwischendurch musste ich mal warten, weil ein Band noch nicht erschienen war. So kaufte ich eine Kurzgeschichte, die es nur als eBook bei Amazon zu kaufen gibt, und wiederum war ich wirklich, wirklich begeistert.

Dann kam Band 5.

Ich fing an zu lesen und der Funke wollte nicht so recht überspringen. Zuerst dachte ich, ich hätte es mal wieder übertrieben.

Manchmal neige ich dazu, einen regelrechten Lese-Binge zu veranstalten, wenn ich mal von einem Buch/Autor begeistert bin. Dann lese und lese und lese ich innerhalb kürzester Zeit alles, was ich in die Finger bekommen kann. Ganz oft endet das darin, dass ich kein Buch desselben Autors mehr sehen kann. Ist mir damals mit Agatha-Christie-Romanen passiert.

Und so dachte ich auch diesmal, dass ich vielleicht übertrieben hatte. Vielleicht war es einfach zu viel Tom Wood und Victor. Ich legte das Buch dann zur Seite in der Hoffnung, sobald ich mich regeneriert hatte, weiter lesen zu können.

Tja, das passierte erst als ich vor kurzem festgestellt habe, dass Band 6 im April erscheint. Und nachdem ich gleich vorbestellt habe :D, war klar, ich muss Band 5 UNBEDINGT fertig lesen.

Das war dann heute.

Und jetzt weiß ich, …

… es lag nicht an einer Übersättigung, dass ich das Buch nicht fertig lesen konnte.

An Action fehlt es wirklich nicht. Der Mann wird gejagt und gejagt, und anders als in den bisherigen Bänden macht er durchaus Fehler und ist weniger umsichtig, als man ihn kennt.

Diesmal hat er sogar einen zweiten Auftragskiller an seiner Seite. Aber irgendwie erhöht das den Reiz, die Action und die Spannung kein bisschen. Im Gegenteil.

Sie sind gezwungen, zusammenarbeiten, wo doch beide absolute Einzelgänger sind. Sie kämpfen sich durch, keine Frage. Es ist wie im Film: Man sieht die Verfolgungsjagden und Schusswechsel förmlich vor dem inneren Auge.

Aber alles in allem lahmt es … tja, an was genau? Wenn ich das wüsste. Es ist zu viel Verfolgung und zu wenig Story. Klar, sie wollen „den Bösen“ stoppen. Aber lange weiß man gar nicht, warum. Weil er halt böse ist.

Und der Böse ist irgendwie sehr flach, eindimensional dargestellt. Gut, diese Romanreihe ist jetzt keine tiefgründige Abhandlung. Es geht um Action und nicht um Tiefgründigkeit.

Ich glaube, was mich stört ist, dass eigentlich nie richtig klar wird, welche Art von Bedrohung tatsächlich vorhanden ist. Und so ist auch das Ende etwas platt – und nicht wirklich bedrohlich.

Ich hoffe jetzt auf Band 6. Und berichte, falls das Buch mich so fesselt, dass ich es in einem Rutsch durchlese. 😉

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Der Fall Blogger gegen Fantasy-Autor

Über einen Tweet der SdS bin ich auf den Fall eines Fantasy-Autors vs. einer Bloggerin gestoßen. Für diejenigen, die nicht wissen, worum es geht: Eine Bloggerin verfasste eine Buchrezension und erhielt daraufhin mehrere negative Kommentare des Autors zurück. Das führte sogar dazu, dass sich die Verlegerin einschaltete und mit rechtlichen Schritten drohte.

Dramatisch daran ist wohl, dass der Autor nicht nur einen negativen Kommentar verfasste, sondern mehrere und die Bloggerin darin auch beschimpfte. Dass auch die Verlegerin in diese Kerbe schlug, muss man als tragisch (im Sinne von „da kann man nur mit dem Kopf schütteln“) bezeichnen.

Auf den Fall an sich möchte ich jetzt gar nicht weiter eingehen. Was mich allerdings etwas betroffen machte, war die Tatsache, dass der Autor behauptete, man könne keine Rezension verfassen, wenn man ein Buch nicht vollständig gelesen habe. Die Bloggerin wiederum hatte ihre Rezension damit begonnen, dass sie von ihren zwei Anläufen berichtete, das Buch zu lesen und einfach nicht über Seite 90 hinaus kam. Und damit wolle sie es auch bewenden lassen.

Dabei musste ich mich an ein Werk eines berühmten amerikanischen Autors erinnern. Ich kaufte mir das Buch Ende der 90er Jahre im englischen Original und begann zu lesen. Mühsam ernährte sich das Eichhörnchen, denn nach 10 Tagen war ich nicht weiter als Seite 20 gekommen. Als das Buch dann einmal vier Wochen unberührt da lag und ich schon gar nicht mehr wusste, worum es eigentlich ging, begann ich wieder von vorne zu lesen. Diesmal kam ich ca. bis Seite 40. Dann war einfach Schluss. Ende. Ich konnte mich nicht motivieren, auch nur noch eine Seite zu lesen. Das Buch landete im Regal und verstaubte, bis ein Freund mich fragte, ob er es haben könnte. Ich gab es ihm gerne mit, denn ich fand es einfach nur furchtbar.

Ich wäre (und würde auch heute) nicht auf die Idee gekommen, eine Rezension zu verfassen. Wenn dieser Freund mich aber gefragt hätte, wie ich das Buch gefunden hatte, hätte ich ihm wahrheitsgemäß über meine Erfahrung berichtet, dass ich nach zwei Anläufen aufgegeben hatte. Ich fand das Buch damals einfach schlecht. Es lag nicht an der Sprache, denn ich las damals viele Bücher in Englisch. Ich konnte den Inhalt problemlos verstehen. Aber nichts an dem, was ich auf den ersten 40 Seiten fand, faszinierte mich. Was hätte ich sonst auch antworten können, wenn mich jemand gefragt hätte?

Natürlich sind 40 Seiten nicht das komplette Buch. Sie sind nur ein Teil davon. Es steht auch nirgendwo geschrieben, dass das Buch nach diesen ersten 40 Seiten nicht noch besser geworden wäre. Das Gegenteil behaupte ich auch gar nicht. Aber dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen hatte, ist dennoch meine Erfahrung mit diesem Buch. Warum sollte ich das nicht mitteilen dürfen? Warum sollte ich über das, was ich während dieser ersten 40 Seiten negativ gefunden hatte, nicht berichten?

Kurzum: Ich kann keinen Grund sehen, warum ich nicht über meine Leseerfahrung berichten dürfte, auch wenn ich das Buch nicht bis zur letzten Seite gelesen habe. Es geht ja schließlich um meine persönliche Leseerfahrung, die genau so und nicht anders aussieht. Und dass nicht jeder meine Meinung teilt, zeigt sich alleine schon daran, dass das Buch, das ich mir gekauft hatte, später von Hollywood verfilmt wurde. Den Film habe ich mir aber niemals angesehen. 🙂

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Vorbildlicher Service

Den Wunschservice unserer örtlichen Bücherei habe ich bisher nie genutzt. Ich leihe zwar immer wieder Bücher dort aus, aber ich war bisher der Meinung, dass Wünsche von der Bücherei sowieso nicht erfüllt werden, weil es an Geld mangelt oder meine Wünsche nicht ins Portfolio passen … oder etwas in der Art.
(Ich gebe zu, dass das eine eher pessimistische Grundhaltung ist. Aber nachdem ich bereits zweimal etwas bei einem Gewinnspiel im Internet gewonnen habe – einmal auch bei der SdS – und die Gewinne niemals bei mir eintrafen, habe ich so ein bisschen den Glauben an den Erfolg von Wünschen oder Gewinnspielen verloren.)

Nun habe ich schon vor dem Urlaub einen Wunsch für ein Sachbuch abgegeben. Ich dachte, wenn der Wunsch überhaupt jemals erfüllt würde, dann irgendwann in einigen Monaten. Prompt hatte ich schon nach einer Woche die Meldung, dass das gewünschte Buch erhältlich und für mich reserviert wäre. Ich war begeistert, gleichzeitig wollte ich diesen Service dann doch sparsam nutzen, um nicht als zu gierig zu erscheinen.

Vor kurzem habe ich drei Bücher des Autors Peter Temple gelesen. Alle Bücher waren aus der Bücherei entliehen. Temple ist ein australischer Autor, der wirklich eine tolle Art zu schreiben hat. Vor allem seine Jack-Irish-Romane haben es mir angetan. Da es aber nur diese drei Bücher von Temple in unserer Bücherei gibt, dachte ich schon daran, ein weiteres seiner Werke käuflich zu erwerben. Den Gedanken verwarf ich dann aber wieder, weil ich zur Zeit meine Regale ausmiste und daher keine neuen Bücher kaufen möchte. Ich erinnerte mich wieder an den Wunschservice und gab gestern meinen Wunsch ein, wieder mit dem Hintergedanken, dass es wahrscheinlich erst in ein paar Wochen oder Monaten soweit sein würde. Weit gefehlt.

Heute kam die Mail, dass die Bestellung rausgeschickt wurde und das Buch für mich reserviert sei. Sobald es da wäre, würde man mich informieren. Ich bin wirklich begeistert. 🙂

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Urlaubslektüre – Denton, Link und Patterson

Während unseres Urlaubs habe ich drei Bücher gelesen. Zwei davon habe ich mitgebracht, ein drittes im Urlaub gekauft. Hier eine kurze Zusammenfassung, was mir warum wie gut gefallen hat:

Jamie Denton – Der Totenflüsterer: Dieses Buch habe ich aus einer Bücherspende mitgenommen und denke daran, es wieder zurückzugeben. Die Geschichte war von Anfang bis Ende durchschaubar und hat mir wenig Spaß bereitet. Es ging um einen Serienmörder in einer Kleinstadt weit ab vom großen Rummel, in dem man normalerweise Serienmörder findet. Dazu kommt eine ehemalige FBI-Agentin, die als Profilerin gearbeitet hatte und fast von einem anderen Serienkiller umgebracht wurde. Weil das Ganze nach Schema F abläuft, habe ich mich ehrlich gefragt, warum sich der Verlag die Mühe gemacht hat, die Rechte zu erwerben und das Buch übersetzen zulassen. Das kann man doch auch günstiger bekommen. Großes Kopfschütteln.

Charlotte Link – Der Verehrer: Krasses Gegenteil zu Buch Nummer 1. Absolut vom Feinsten. Die Geschichte fängt mit einer Toten in einem Waldstück an, geht dann über zu einer anderen Person (oder vielmehr Personen), die scheinbar gar nichts mit der Toten zu tun haben. Wir erfahren über die Hochs und Tiefs der Hauptfigur und der Menschen um sie herum. Noch bevor das erste Drittel gelesen ist, weiß man, wer der Mörder ist und wähnt die Hauptfigur in Gefahr. Doch wie geht sie damit um? Und was tut der Mörder? Nochmal morden? Wird sie das nächste Opfer? Selbst als klar wird, dass er wieder morden wird und es auch getan hat, fiebert man mit der Hauptfigur und ihrer Familie mit und ist für die restlichen zwei Drittel des Buches gefangen mit einem psychopathischen Verehrer und einer sympathischen Hauptfigur, die um sich und das Leben ihrer Liebsten bangen muss. Absolut empfehlenswert.

James Patterson – Die 2. Chance: Dieses Buch habe ich im Urlaub gekauft. Die Auswahl war gering, der Klappentext machte einen guten Eindruck. Auch die Beschreibung zum Autor gefiel mir, vor allem das über „überraschende Wendungen (die) selbst ausgebuffte Thrillerleser verblüffen“. Bezahlt, eingesackt und im Hotel angefangen zu lesen. Nun ja, das Ende mag zwar etwas überraschend gewesen sein. Aber wer beim vermeintlichen Ende noch ein Fünftel des Buches übrig hat, wird sich wohl selber zusammenreimen können, dass die Geschichte doch nicht zu Ende ist. Überraschend war da nicht wirklich was.
Die Geschichte ist einfach: Eine Polizistin in San Francisco untersucht eine Reihe von Morden, die irgendwas mit der Vergangenheit und ihrem eigenen Vater zu tun haben. Dann sind da noch ihre Freundinnen – eine Gerichtsmedizinerin, eine Staatsanwältin und eine Reporterin – und die „den Club der Ermittlerinnen“ bilden. Wie Frauen das so tun, trifft man sich und tauscht sich bei Cocktails in schicken Bars aus. Am Anfang dachte ich noch, dass dieser Club die eigentliche Quelle der Ermittlungsarbeit sein würde – zumal das im Klappentext so „beworben“ war – aber im Grunde quatschen und tratschen die Frauen da nur über Männer, wer mit wem ausgeht und warum die Hauptfigur ihrem Vater, den sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, doch noch eine zweite Chance geben sollte. Auch da kann ich nicht verstehen, warum der Verlag Geld für Lizenz und Übersetzung ausgegeben hat.