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Gelesen (und ein bisschen enttäuscht)

GelesenIn letzter Zeit konnte ich nicht viel lesen, obwohl ich noch das eine oder andere ungelesene Buch auf meinem eBook-Reader habe.

Nun steht bald Band 6 der Tom-Wood-Reihe rund um den Auftragskiller Victor an. Bereits letztes Jahr erschien Band 5, den ich aber noch nicht ganz gelesen hatte (bis heute).

Eigentlich war ich von der Reihe sehr fasziniert.

Auf Deutsch erschien der erste Teil als „Codename Tesseract“. Ich habe ihn auf Englisch gelesen und war einfach nur begeistert. Ich saß regelrecht atemlos vor dem Buch und konnte es nicht aus der Hand legen.

Und so ging es weiter. Zwischendurch musste ich mal warten, weil ein Band noch nicht erschienen war. So kaufte ich eine Kurzgeschichte, die es nur als eBook bei Amazon zu kaufen gibt, und wiederum war ich wirklich, wirklich begeistert.

Dann kam Band 5.

Ich fing an zu lesen und der Funke wollte nicht so recht überspringen. Zuerst dachte ich, ich hätte es mal wieder übertrieben.

Manchmal neige ich dazu, einen regelrechten Lese-Binge zu veranstalten, wenn ich mal von einem Buch/Autor begeistert bin. Dann lese und lese und lese ich innerhalb kürzester Zeit alles, was ich in die Finger bekommen kann. Ganz oft endet das darin, dass ich kein Buch desselben Autors mehr sehen kann. Ist mir damals mit Agatha-Christie-Romanen passiert.

Und so dachte ich auch diesmal, dass ich vielleicht übertrieben hatte. Vielleicht war es einfach zu viel Tom Wood und Victor. Ich legte das Buch dann zur Seite in der Hoffnung, sobald ich mich regeneriert hatte, weiter lesen zu können.

Tja, das passierte erst als ich vor kurzem festgestellt habe, dass Band 6 im April erscheint. Und nachdem ich gleich vorbestellt habe :D, war klar, ich muss Band 5 UNBEDINGT fertig lesen.

Das war dann heute.

Und jetzt weiß ich, …

… es lag nicht an einer Übersättigung, dass ich das Buch nicht fertig lesen konnte.

An Action fehlt es wirklich nicht. Der Mann wird gejagt und gejagt, und anders als in den bisherigen Bänden macht er durchaus Fehler und ist weniger umsichtig, als man ihn kennt.

Diesmal hat er sogar einen zweiten Auftragskiller an seiner Seite. Aber irgendwie erhöht das den Reiz, die Action und die Spannung kein bisschen. Im Gegenteil.

Sie sind gezwungen, zusammenarbeiten, wo doch beide absolute Einzelgänger sind. Sie kämpfen sich durch, keine Frage. Es ist wie im Film: Man sieht die Verfolgungsjagden und Schusswechsel förmlich vor dem inneren Auge.

Aber alles in allem lahmt es … tja, an was genau? Wenn ich das wüsste. Es ist zu viel Verfolgung und zu wenig Story. Klar, sie wollen „den Bösen“ stoppen. Aber lange weiß man gar nicht, warum. Weil er halt böse ist.

Und der Böse ist irgendwie sehr flach, eindimensional dargestellt. Gut, diese Romanreihe ist jetzt keine tiefgründige Abhandlung. Es geht um Action und nicht um Tiefgründigkeit.

Ich glaube, was mich stört ist, dass eigentlich nie richtig klar wird, welche Art von Bedrohung tatsächlich vorhanden ist. Und so ist auch das Ende etwas platt – und nicht wirklich bedrohlich.

Ich hoffe jetzt auf Band 6. Und berichte, falls das Buch mich so fesselt, dass ich es in einem Rutsch durchlese. 😉

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