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Zurücksein reicht nicht

Die letzten Tage habe ich mir Gedanken dazu gemacht, wie es für mich weitergeht. Einfach zurück zu sein ist ja schön und nett. Aber das reicht mir nicht. Ich will vorankommen. Aber womit?

Ich könnte etwas Neues beginnen. Fakt ist aber, dass ich mindestens zwei Projekte auf meinem Rechner habe, die relativ weit gediehen sind.

Das letzte NaNo-Projekt (von 2013?) steht in der ersten Rohfassung. Das zweite Projekt stammte aus dem NaNo 2009 und ist alles andere als fertig. Im Grunde muss ich da nochmal von vorne anfangen.

Prima. Dann nehme ich das erste und fange einfach an.

Allerdings kenne ich mich allzu gut und weiß, dass ich relativ schnell gelangweilt bin. Wenn ich immer nur an einer Sache arbeite, werde ich nie fertig (weil ich einfach aufhöre, sobald es nicht so rund läuft.)

Es böte sich also an, einfach beide Dinge anzugehen. Immer abwechselnd. Ätzt das eine mich an, widme ich mich dem anderen usw. Und das hört sich erstmal nach einem guten Plan an.

Aber es gibt noch das Problem, dass ich aus eigenem Antrieb heraus relativ träge bin. Damit meine ich: Jetzt weiß ich, was ich tun muss. Aber anfangen tue ich deswegen noch lange nicht.

Das ist irgendwie absurd

Vor allem wenn ich bedenke, dass ich schon zwei NaNoWriMos zu Ende gebracht habe. Den Fernkurs habe ich nicht fertig gemacht, mich aber trotzdem sehr lange damit beschäftigt.

Diesen beiden Beispielen ist gemein, dass es da irgendeine Art Motor gab, der mich angetrieben hat. Bei beiden wurde ich ja nicht gezwungen, anzufangen. Es war immer meine eigene Entscheidung, das in die Tat umzusetzen. Niemand stand hinter mir und drohte mit Schlägen, sollte ich nicht voran kommen.

Dennoch gibt es beim NaNo so eine Art kollektives Gewissen: Man postet seinen Zwischenstand und teilt seinen Fortschritt mit anderen. Am Ende gibt es außerdem für den Erfolg eine Belohnung.

Beim Fernkurs hatte ich einen Fortschrittsbalken in der Seitenleiste (jetzt nicht mehr), und es war schon ein bisschen peinlich, wenn irgendwie nichts passierte. Außerdem war ich ja einen Vertrag eingegangen und zahlte jeden Monat. Und diese Art Druck erweist sich bei mir immer wieder als nützlich.

Ganz entscheidend…

… war für mich auch, dass die Planung des Ablaufs weitestgehend nicht in meinen Händen lag.

Damit meine ich: Im NaNoWriMo sind die Vorgaben, dass man am 01. November anfängt und bis zum 30. November 50.000 Wörter beisammen hat. Einfache Mathematik ergibt dann, dass man pro Tag 1.667 Wörter geschrieben haben muss, damit das Ziel erreicht wird.

Beim Fernkurs gibt mir die Fernschule vor, welche Inhalte ich ungefähr bis wann durch haben muss. Die Lieferzeiten sind getaktet, die Reihenfolge der Lernhefte vorgegeben. Am Ende jedes Heftes gibt es eine Aufgabe. Meine Aufgabe ist es, mich erstmal nur daran zu halten. (Natürlich ist es komplizierter als das. Aber anfangs braucht es nicht mehr.)

Was ist nun das schwierige an der aktuellen Situation?

Immerhin könnte ich mir auch selbst einen Plan erstellen und ihn einfach NUR umsetzen.

Aus Erfahrung weiß ich aber folgendes:

  • Ich bin eine schlechte Planerin.
  • Aber selbst, wenn ich den Plan hinbekomme, die Erfahrung zeigt: an meine eigenen Pläne halte ich mich nicht.
  • Pläne von außen sind Verpflichtungen, die ich anderen gegenüber habe, und für mich bindender als jene, die ich mir selbst gegenüber eingehe. (Beispiel: Der Weg des Künstlers)

Fazit?

Im Grunde brauche ich in irgendeiner Form jemanden, dem ich Rechenschaft schuldig bin. Der (oder die) mich gelegentlich in den Hintern tritt. Aus Erfahrung weiß ich, dass das nicht unbedingt meine Familie sein sollte (die hat schon schlechte Erfahrungen mit mir gemacht). Ich weiß auch, dass die Entscheidung, es zu tun, aber aus mir kommen muss. Es darf keine Wischi-waschi-Entscheidung sein („Dann mache ich das jetzt halt… oder ich probiere es zumindest.“).

Wie sagte Yoda so treffend?

Tu oder tu nicht. Es gibt kein Versuchen.

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5 Kommentare zu „Zurücksein reicht nicht

  1. Hi Sonja. .. danke dir für das herzliche lachen. …und ich hatte lange Zeit ein Grinsen auf dem Gesicht…. ja bitte es ist nicht aus Schadenfreude nein… ich musste lachen da ich festgestellt hatte dass es anderen auch so ergeht wie mir… ich grüße dich und ich schau ab und an mal vorbei. ..ok?@

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