Veröffentlicht in Bücher

Urlaubslektüre – Denton, Link und Patterson

Während unseres Urlaubs habe ich drei Bücher gelesen. Zwei davon habe ich mitgebracht, ein drittes im Urlaub gekauft. Hier eine kurze Zusammenfassung, was mir warum wie gut gefallen hat:

Jamie Denton – Der Totenflüsterer: Dieses Buch habe ich aus einer Bücherspende mitgenommen und denke daran, es wieder zurückzugeben. Die Geschichte war von Anfang bis Ende durchschaubar und hat mir wenig Spaß bereitet. Es ging um einen Serienmörder in einer Kleinstadt weit ab vom großen Rummel, in dem man normalerweise Serienmörder findet. Dazu kommt eine ehemalige FBI-Agentin, die als Profilerin gearbeitet hatte und fast von einem anderen Serienkiller umgebracht wurde. Weil das Ganze nach Schema F abläuft, habe ich mich ehrlich gefragt, warum sich der Verlag die Mühe gemacht hat, die Rechte zu erwerben und das Buch übersetzen zulassen. Das kann man doch auch günstiger bekommen. Großes Kopfschütteln.

Charlotte Link – Der Verehrer: Krasses Gegenteil zu Buch Nummer 1. Absolut vom Feinsten. Die Geschichte fängt mit einer Toten in einem Waldstück an, geht dann über zu einer anderen Person (oder vielmehr Personen), die scheinbar gar nichts mit der Toten zu tun haben. Wir erfahren über die Hochs und Tiefs der Hauptfigur und der Menschen um sie herum. Noch bevor das erste Drittel gelesen ist, weiß man, wer der Mörder ist und wähnt die Hauptfigur in Gefahr. Doch wie geht sie damit um? Und was tut der Mörder? Nochmal morden? Wird sie das nächste Opfer? Selbst als klar wird, dass er wieder morden wird und es auch getan hat, fiebert man mit der Hauptfigur und ihrer Familie mit und ist für die restlichen zwei Drittel des Buches gefangen mit einem psychopathischen Verehrer und einer sympathischen Hauptfigur, die um sich und das Leben ihrer Liebsten bangen muss. Absolut empfehlenswert.

James Patterson – Die 2. Chance: Dieses Buch habe ich im Urlaub gekauft. Die Auswahl war gering, der Klappentext machte einen guten Eindruck. Auch die Beschreibung zum Autor gefiel mir, vor allem das über „überraschende Wendungen (die) selbst ausgebuffte Thrillerleser verblüffen“. Bezahlt, eingesackt und im Hotel angefangen zu lesen. Nun ja, das Ende mag zwar etwas überraschend gewesen sein. Aber wer beim vermeintlichen Ende noch ein Fünftel des Buches übrig hat, wird sich wohl selber zusammenreimen können, dass die Geschichte doch nicht zu Ende ist. Überraschend war da nicht wirklich was.
Die Geschichte ist einfach: Eine Polizistin in San Francisco untersucht eine Reihe von Morden, die irgendwas mit der Vergangenheit und ihrem eigenen Vater zu tun haben. Dann sind da noch ihre Freundinnen – eine Gerichtsmedizinerin, eine Staatsanwältin und eine Reporterin – und die „den Club der Ermittlerinnen“ bilden. Wie Frauen das so tun, trifft man sich und tauscht sich bei Cocktails in schicken Bars aus. Am Anfang dachte ich noch, dass dieser Club die eigentliche Quelle der Ermittlungsarbeit sein würde – zumal das im Klappentext so „beworben“ war – aber im Grunde quatschen und tratschen die Frauen da nur über Männer, wer mit wem ausgeht und warum die Hauptfigur ihrem Vater, den sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, doch noch eine zweite Chance geben sollte. Auch da kann ich nicht verstehen, warum der Verlag Geld für Lizenz und Übersetzung ausgegeben hat.

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