Veröffentlicht in Kreativität

Donna Leon

Ich hatte mir die letzten Tage zwei Bücher aus der Bücherei entliehen: einmal Donna Leon, eines der Brunetti-Fälle, und einmal Peter Temple – Shooting Star.

Dabei fiel mir auf, wie unspektakulär Donna Leons Schreibstil ist. Sie schreibt flüssig, farbig, mit Würze, nutzt aber keine abgegriffenen Wörter. Es ist erstaunlich, wie gut die Analogien gewählt sind, welche Bilder sie gleich in meinem Kopf erzeugen. Auf den ersten drei Seiten schreibt sie knapp, aber umfassend über einen unbedeutenden, aber anfänglichen Erbstreit, den Kauf eines Hauses und schließlich den Fund einer Leiche, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Und obwohl ich solche Bücher immer gerne auch „studiere“, also hauptsächlich lese, um zu ergründen, warum diese oder jene Szene so wirkt, wie sie es tut, warum ein paar wohl gewählter Wörter oder Sätze es schaffen, eine derartige Stimmung zu schaffen, vergesse ich meinen Vorsatz doch immer wieder und lese einfach nur, weil es Spaß macht.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so habe ich mir fürs Wochenende nochmal zwei Bücher von ihr ausgeliehen, um das mit dem Studieren technischer Raffinessen doch noch hinzukriegen. Das andere, von Peter Temple, muss noch zu Ende gelesen werden. Hat auch seinen Reiz, geht aber in eine vollkommen andere Richtung.

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