Veröffentlicht in Kreativität

Um die Pause ein wenig zu überbrücken …

… poste ich hier einfach mal eines meiner Werke, dass ich irgendwann geschrieben habe. Hat nichts mit dem Fernkurs zu tun (war also keine Aufgabe), sondern ein Werk, dass ich innerhalb von 10 Minuten einfach mal verfasst habe … ist auch gar nicht fertig, sondern nur ein Anfang. Viel Spaß!

Es war ein Tag wie jeder andere. Nachdem ich den Wecker mundtot gemacht und ihn an seinen angestammten Platz geworfen hatte, krabbelte ich mit halb geöffneten Augen aus dem Bett. Dann schlürfte ich langsam zur Toilette, nickte nochmal kurz ein, während meine Blase ihr Bedürfnis selber erledigte, und wachte erst nach dem obligatorischen Pups wieder auf.

Mittlerweile fiel es meinen Augen leichter, sich fast komplett zu öffnen. Ein wenig hingen die Lider noch nach unten und versperrten die Sicht auf den oberen Teil des Spiegels. Da dieser aber sowieso voller Wasserspritzer war und an ihm auch schon Wollmäuse hingen, war die visuelle Erfassung nicht weiter von Bedeutung. Die Zahnbürste vibrierte munter in meinem Mund. In Gedanken hatte ich den Kaffee schon aufgesetzt, eingegossen und heiß getrunken. In Wirklichkeit würde es heute auch ohne gehen müssen.

Der Bus war mal wieder vollkommen überfüllt. Diese elenden Biester mit ihren Schulranzen trampelten auf meinen Füßen herum. Ich hielt mich an einer Stange fest, während der Fahrer den Bus schaukelnd zu Höchstleistungen trieb. Meine Stimmung war ungefähr so grau wie der Himmel, aus dem es unaufhörlich tröpfelte. Ich stellte den Kragen meines zwanzig Jahre alten kamelfarbenen Mantels auf. Eigentlich eine bescheuerte Idee, denn bekanntlicherweise kommt der Regen von oben und nicht von der Seite.

Diese Erkenntnis wäre dann auch fast der Grund für meine schlechte Laune gewesen. Nur Robert konnte in dieser Hinsicht noch die Führung übernehmen. Robert, der Flinke, Robert, der Experte, Robert, der Macher. Robert, das Arschloch. Warum konnte er nicht einfach weitergehen? Und warum kam dieser Typ überhaupt immer zur gleichen Zeit bei der Arbeit an wie ich?

„Moin Klaus.“
Seine Stimmung war widerlich gut. Positiv. Euphorisch. Um nicht zu sagen schwul.
„Morgen.“
Dass es Robert aber auch gar nicht merkte, wenn ich meine Ruhe haben will. Da habe ich seine Begrüßungen ein geschlagenes halbes Jahr schlichtweg ignoriert, und er grüßt immer noch. Hoffnungsloser Fall.
„Und, was hast du am Wochenende gemacht, Robert?“

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2 Kommentare zu „Um die Pause ein wenig zu überbrücken …

  1. Die Namen Klaus und Robert passen perfekt. Gibt es eine Fortsetzung, da Du geschrieben hast, dass der Text nicht fertig und dass es nur ein Anfang ist? Ich bin gespannt, was es noch zu lesen gibt. LG Vic

  2. Och, das weiß ich noch nicht so genau. Es war eher so eine Schreibübung, locker aus dem Handgelenk, ohne Ziel oder roten Faden.

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