Veröffentlicht in Fernkurs

GR11: Keine Technik, viele Anregungen

Heft 11 war relativ schnell durchgelesen. Es gibt im Grunde nur eine Menge an Anregungen, zur Technik des Schreibens o.ä. gibt es keine Übungen. Die Einsendeaufgabe widmet sich nochmal dem Thema Ordnen und Gliedern. Aufgabe ist, aus vorgegebenen Dialogfetzen eine Geschichte im Umfang von 80 Normzeilen zu schreiben.

Aber erstmal der Reihe nach. Das erste Kapitel handelt davon, dass Autoren auch viel lesen müssen. Denn auch Schriftsteller lernen von anderen Schriftstellern. Man mag anfangs andere imitieren, aber irgendwann findet man durch dieses Nachahmen auch seinen eigenen Weg, macht das nach, was gut zu einem selber passt und lässt weg, was nicht dem eigenen Stil, den Vorstellungen über die eigene Person entspricht. So weit, so gut.

Ein bisschen schockiert war ich dann, als der Vorschlag kam, man möge doch die Klassiker lesen, am besten auch noch die Bibel. 😯

Ich habe so meine Schwierigkeiten mit DEN Klassikern. Bertolt Brecht ist mir zuwider, Thomas Mann kann ich gerade noch ertragen. Mit Goethe kann man mich in die Flucht schlagen, ähnliches gilt für Schiller. Kafka habe ich nie gelesen, Hesse kenne ich nur vom Namen her. Ja, ja, ich bin ein Kulturbanause, ich gebe es ja zu.

Ich will nicht der Schule alle Schuld dafür in die Schuhe schieben. Im Grunde habe ich meine Deutschlehrer immer gern gemocht, und der eine oder andere hat sich auch redlich Mühe gegeben, mir (uns) die Klassiker näher zu bringen. So richtig geklappt hat das bei mir aber nicht.

Aber es gibt ja noch eine Menge anderer Autoren. Es gibt George Bernard Shaw, es gibt Shakespeare, es gibt Albert Camus, Henrik Ibsen, und wie sie nicht alle heißen. Das Problem bei den fremdsprachlichen Autoren ist nur, dass ihre Werke übersetzt wurden. Somit lerne ich mehr von ihren Übersetzern als von ihnen.

Und das ist ein anderer Punkt in GR11: Es kommt nicht aufs Lesen allein an, sondern darauf, etwas von den Klassikern zu lernen. Die Empfehlung lautet, ein Buch in einem Rutsch durchzulesen, eine Inhaltsangabe zu verfassen und sich über die eine oder andere Stelle, die gefiel oder nicht gefiel, im Klaren zu werden und das Buch dann erneut, mit Bleistift und Notizzettel gerüstet, zu lesen.

Nach dem ersten Zusammenkrampfen des Magens und dem riesigen „MIT MIR NICHT“-Schild, das vor meinem geistigen Auge aufklappte, habe ich mich aber wieder darauf besonnen, dass ich ja was lernen möchte. Ich möchte ausprobieren und sehen, was sich daraus ergibt. Vielleicht nützt es mehr als dass es schadet. Und da kommt gleich die nächste Empfehlung: Suchen Sie sich die Schriftsteller heraus, die damals schon Krimis, historische Romane, Liebesromane, usw. geschrieben haben. Seien Sie wählerisch!

Das werde ich hundertprozentig auch sein! Ich muss also erstmal herausfinden, wer das gewünschte Genre bediente. Und dann stürme ich unsere örtliche Bücherei. 😈

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