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NaNoWriMo2009: Ein Rückblick und Tipps für 2010

Ich habe den NaNoWriMo2009 erfolgreich hinter mich gebracht (der Roman ist leider nicht fertig geworden) und wollte an dieser Stelle einen Rückblick wagen und Tipps für das nächste Jahr geben.

Zunächst hier mein Badge:
NaNoWriMo2009 Winner's Badge

Gedanken
Ich habe, wie schon erwähnt, recht spontan die Entscheidung gefällt, teilzunehmen. Meine Vorarbeit beschränkte sich auf ungefähr 30 Minuten schriftliche Notizen zu den Hauptakteuren und dem Plot einen Abend vor Beginn.
Während des Schreibens habe ich vor allem gemerkt, dass ich viele Punkte nicht ausreichend geplant hatte. Ich hatte zwar durchaus eine vage Vorstellung davon, wie meine Geschichte verlaufen würde, aber vor allem zu einer der beiden Hauptpersonen habe ich mir zu wenig Gedanken gemacht. Man könnte sagen, dass dieser im Verlauf erhebliche Charakteränderungen erfahren hat, was letztlich so einen leichten schizophrenen Touch hinterlässt, der aber vollkommen ungewollt ist und auch nicht wirklich in die Geschichte passt. Außerdem fand ich persönlich, war die Stelle des Bösewichtes oder Schurken in der Geschichte quasi unbesetzt, und auch die Nebengeschichten, die sich irgendwann mit dem Hauptplot verknüpfen sollten, waren nicht sehr sorgfältig angelegt.
Klar, es geht bei NaNoWriMo erstmal nicht um Qualität, sondern Quantität. Allerdings habe ich festgestellt, dass die Lust, Quantität zu erzeugen, ziemlich schnell nachlässt, wenn nicht wenigstens ein klein wenig Qualität vorhanden ist. Damit sage ich nicht, dass man einen druckreifen Roman fabrizieren sollte – wer kann das schon im ersten Durchgang? -, sondern vielmehr, dass man sich den Spaß an der Arbeit nimmt, wenn die Geschichte vollkommen verwirrte Wege einschlägt und kein richtiger Höhepunkt entsteht. So habe ich sicherlich die schwerste Motivationskrise gegen Ende gehabt, als ich ungefähr 40.000 Wörter hatte.

Tipps
Für mich haben sich im Verlauf einige Schwierigkeiten ergeben, die ich für beachtenswert halte, weswegen ich sie hier kurz aufführe. Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen beim nächsten NaNoWriMo.

  • Wie oben schon erwähnt, halte ich Planung für wichtig. Falls ich persönlich am NaNoWriMo2010 teilnehmen werde, würde ich diesmal deutlich mehr Zeit in Gedanken zum Plot stecken. Ich denke, dass die Vorgehensweise, wie ich sie bereits beschrieben habe und wie ich sie aktuell im Fernkurs lerne, seine Berechtigung hat. Und der NaNoWriMo2009 hat es mir gezeigt: Planung kann einem die Arbeit am Roman versüßen. Zumindest für mich gilt daher, dass ich sicherlich einige Wochen vor dem eigentlich Beginn des NaNoWriMo mit ausführlicher Recherche und Gedanken zu Plot und Hauptpersonen beginnen werde. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber mir wird es bestimmt helfen.
  • Da ich flexibel sein wollte, habe ich Google Docs verwendet. Vorteil ist der, dass man natürlich von überall aus Zugriff hat, wo einem auch Internet und ein Browser zur Verfügung stehen, zur Not also auch in der Bücherei. Nachteil ist, dass man auf die Zuverlässigkeit des Systems angewiesen ist. Wer seine ganze Arbeit dort liegen hat und dann wegen Systemwartung o.ä. keinen Zugriff erhält, ist ganz schön am Arsch. Oberstes Gebot ist daher, immer schön eine Sicherungskopie auf den eigenen Rechner/USB-Stick zu ziehen. Am besten immer, wenn man eine Schreibsitzung beendet hat. Das gilt meines Erachtens aber auch für die Arbeit am eigenen Rechner. Wenn der abstürzt, ist man genauso der Gelackmeierte.
  • Die Zeit im Voraus planen. Ich hatte mir bereits vorher ausgerechnet, dass ich pro Tag 1667 Wörter schreiben muss, um nach 30 Tagen 50.000 Wörter zusammenzuhaben. Das war einerseits eine echte Erleichterung für mich, weil ich insbesondere an schlechten Tagen absehen konnte, wann die Qual ein Ende hat, und an guten Tagen war es eine Erleichterung, wenn ich feststellen konnte, mein tägliches Pensum schon erreicht zu haben. Außerdem wird es zur Routine, wenn man jeden Tag schreiben muss. Ich habe mich jeden Tag darauf gefreut, auch wenn der Tag davor nicht so toll lief. Als ich zwei Tage lang wegen einer Fortbildung weg war, habe ich einfach ein bisschen vorgearbeitet und konnte den Rückstand gut aufholen.
  • Ich empfehle jedem, nach ungefähr 1000 Wörtern zu testen, wie korrekt das eigene Textverarbeitungsprogramm zählt. Aus meiner beruflichen Tätigkeit kenne ich das Problem verschiedener Zählalgorithmen gut. Manchmal sind die Abweichungen nicht besonders hoch. Ich dachte mir bei 45.000 Wörtern, dass ich jetzt auf Google Docs verzichten könnte und mit OpenOffice weiterschreibe. Beim Exportieren der Datei musste ich dann feststellen, dass 10.000 Wörter fehlten. Scheibenkleister! Auch das Reinkopieren des Textes in NaNoWriMo aus OOo hat denselben Unterschied ergeben. Meine Empfehlung: Entweder gleich das Zählwidget von NaNoWriMo verwenden, oder vorher testen, wie exakt die Zählung mit dem eigenen Programm übereinstimmt, oder eben, ob beim Im- und Export des Romans Verluste auftreten. Das schützt vor bösen Überraschungen. Ich bin dann auf jeden Fall bei Google Docs geblieben, und die Wortzahl hat in ungefähr übereingestimmt.
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Ein Kommentar zu „NaNoWriMo2009: Ein Rückblick und Tipps für 2010

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