Veröffentlicht in Hilfsmittel und Werkzeuge

Mal wieder Fernkurse

Mit meinem Krimi bin ich schon ein Stück weiter gekommen, aber wieder mal merke ich, dass meine berufsmäßige technische Orientierung zu sehr durchschlägt. Bisher liest es sich wie eine Bedienungsanleitung, viel zu steif und förmlich, es ist zu wenig Bildhaftigkeit dabei. Allerdings fällt es mir verdammt schwer, auszubrechen aus dieser Gewohnheit.

Kurzum, der Gedanke an den Fernkurs ist wieder sehr nahe gerückt und ich denke ehrlich darüber nach, den Schritt jetzt definitiv zu gehen. Allerdings stecke ich fest zwischen den verschiedenen Angeboten. Nachdem mir vor kurzem jemand gesagt hat, dass die drei großen Fernschulen ILS, SGD, HAF und Fernakademie Klett sowieso alle zum selben Mutterkonzern gehören und die meisten Kurse identisch sind, habe ich beim Vergleich der Autorenkurse gemerkt, dass dem nun aber wirklich nicht so ist (zumindest für die Autorenkurse – mag sein, dass das für die anderen Kurse zutrifft).

Da ist zum einen die HAF, die einen 30-monatigen Kurs „Kreative Schreibschule“ anbietet, der fast 3000 € kostet. Insgesamt ist der Kursinhalt aber interessant, es wird neben den grundsätzlichen Kenntnissen auch das Thema Journalistik, Sachtexte, Drehbuchschreiben, Kinder- und Jugendliteratur sowie Science Fiction abgedeckt. Allerdings sind 30 Monate natürlich heftig (und ja, das Geld auch).

Die Schule des Schreibens gehört meines Wissens auch zur HAF, hat aber ein ganz anderes Angebot im Programm. Dort gibt es mehrere Schreibkurse, der für mich interessanteste wäre „Die große Schule des Schreibens“. Dauer: 36 Monate, die Kosten dürften wohl über 3000€ liegen. Insgesamt besteht der Kurs aus 12 Monate Grundschule des Schreibens, 12 Monate Belletristik und 12 Monate Sachtexte. Was z.B. fehlt sind solche Themen wie Drehbuchschreiben, o.ä. Allerdings sagt mir der Inhalt im Großen und Ganzen schon zu.
NACHTRAG VOM 28.07.2009:
Die SdS hat ihre Internetpräsenz neu gestaltet. Im Zuge dessen habe ich die Preise nochmal nachgeschlagen, und es zeigt sich, dass die große Schule des Schreibens statt knapp 3000€ mittlerweile noch ca. 2500€ kostet.

Dann gibt es da noch Anbieter wie ILS, SGD und Fernakademie Klett, die einen nur 18-monatigen Kurs „Autor werden – Schreiben lernen“ anbieten. Was mich stutzig macht ist, dass der Kurs auch aus 30 Heften besteht (fast so viel wie bei den anderen Anbietern), aber nur 18 Monate dauert. Vom Inhalt her machen die einen großen Rund-um-Schlag, d.h. es werden ziemlich viele Gebiete abgedeckt (Journalistik, Hörspiele, Lyrik, usw.). Heißt das jetzt mehr Arbeit bei ungefähr gleichem Inhalt oder weniger Inhalt und deswegen kürzere Lehrgangsdauer? Soweit ich das gesehen habe, würde der Kurs ca. 2100 € kosten, was immer noch sehr viel Geld ist, aber eben weniger als bei den anderen beiden.

Grundsätzlich tendiere ich ja eher zu der Annahme, dass a) zielgerichtete Kurse (wie der von der Schule des Schreibens) sich tiefer mit einer Materie beschäftigen können und b) längere Kurse vermutlich auch mehr Inhalt bieten. Allerdings ist gerade bei b) die Frage, ob mehr Inhalt auch mehr Nutzen (für mich) bedeutet. Hm, tja…. schwierige Entscheidung, und auch nicht wenig Geld, das ich da ausgeben müsste.

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2 Kommentare zu „Mal wieder Fernkurse

  1. Die Anbieter haben ja ein kleines Probestudium inklusive, oder?
    Da kann man sich die jeweils ersten Lehrhefte ja anschauen, um nicht die Katze im Sack zu kaufen. Da sieht man ja schon recht gut, mit welchem Tiefblick man welches Thema behandelt.

    Bei der CGA hat man mit eine Rundreise durch die Literatur angefangen. Alles total oberflächlich, es wurde sich nur das rausgepickt, was der Autor brauchte, um seine Thesen zu stützen und die meiste Zeit las man „aber das würde zu weit gehen.“, „darauf gehen wir nicht weiter ein.“ oder „wer sich dafür interessiert, kann dieses oder jenes Buch kaufen.“

    Auch die weiteren Lektionen haben angedeutet, dass eigentlich nur kleine oberflächliche Essays geschrieben worden sind – und es dazu eine Übung gab, die sich jeder Amateur besser hätte ausdenken können.
    Bei mir kam von Anfang an keine Begeisterung auf.

    Ich finde Fernkurse sollten nicht (nur) unterhaltend sein – sie sollten knallhart auf den Punkt bringen, was wichtig ist, viele Beispiele bringen und Übungen liefern, bei denen man ehrlich merkt, dass man das gelernte anwenden kann.

    Ich bin ja mal gespannt, wie Du weiter berichten wirst.

  2. Ah, gute Idee, Lilly. Das mit dem Probestudium. Obwohl ich ehrlich gesagt schon mehr oder minder das 18-monatige Angebote ausgeschlossen habe. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man bei so vielen Themen irgendeines lange genug behandelt (und übt), um einigermaßen was mitnehmen zu können. Klar, man erhält viel Einblick, was ja auch sehr spannend sein kann – aber ob mich das persönlich weiterbringt, bezweifle ich doch stark. Und dann habe ich z.B. für Lyrik gar nichts übrig, muss also nicht unbedingt 2 Studienhefte mit dem Thema bearbeiten. Auch Hörspiele umfassen „nur“ 2 Studienhefte, genauso wie Sachbuch oder Theaterstücke.

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