Diese Woche habe ich versucht, wieder mal vermehrt frei zu schreiben, d.h. ohne wirkliches Ziel, einfach drauf los. Ich merke, dass mir das ungemein schwer fällt, weil ich der ganzen Sache kognitiv skeptisch gegenüberstehe. Da gibt es nämlich eine Stimme in mir, die solche Fragen stellt wie “Was bringt das?”, “Welchen Nutzen hast du davon?”, “Das Geschriebene ist nicht verwertbar.”, “Es ist von schlechter Qualität.”, “Du schreibst wie ein Erstklässler.”, usw.
Meist verheddere ich mich schon am Anfang in diesen Gedankenspielchen, die dem Zerren zwischen “Fang an!” und “Lass es lieber.” gleich kommen. Es ist manchmal wirklich ein Kraftakt, seinen eigenen Schweinehund zu überwinden, nur um ein paar Zeilen zu schreiben, die auch gar nicht perfekt sind (und es auch nicht sein sollen).
Mir hat diese Woche geholfen, dass ich mir immer nur 10-Minuten-Häppchen vorgenommen habe, die ein Countdown-Timer ganz penibel herunterzählte. Meistens ist es dann so, dass ich nach 10 Minuten so in Fahrt bin, dass ich nochmal 10 Minuten dran hängen könnte (und es auch manchmal getan habe). Trotzdem ist es immer wieder ein Kampf, sich selber dahin zu prügeln, leider. Mir würde das Ganze deutlich besser gefallen, wenn ich mich nicht hinprügeln müsste.