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12WP: Tiefere Einsichten

Mich hat beim Schreiben meiner Morgenseiten heute morgen tatsächlich eine tiefere Einsicht ereilt. Nämlich die, dass die Morgenseiten mich weiterbringen. Zwar sind die Anweisungen zu den Morgenseiten sehr schwammig, man soll einfach alles schreiben, was einem in den Sinn kommt, dennoch hatte ich bisher eher das Gefühl, für mein ‘kreatives Erwachen’ ist das vielleicht nicht gerade der richtige Weg. Irgendwie schien es mir bloß wie Tagebuchschreiben mit fester Seitenvorgabe.

Nun musste ich aber im Rückblick feststellen, dass diese Morgenseiten mir vermutlich dazu verholfen haben, mein Sachbuchprojekt zu starten. Was ich bisher in den Morgenseiten verewigt habe, das findet sich jetzt im Buch wieder, das ich vor kurzem begonnen habe. :)

12-Wochen-Programm

Also, wie versprochen mein relativ kurzer Überblick über das, was bisher im 12-Wochen-Programm geschehen ist:

  • Zum einen habe ich verspätet damit begonnen, weil mich just an dem Tag, als ich voller Elan anfangen wollte, eine böse Magen-Darm-Grippe dahingerafft hat. Ich hatte keinen Kopf für irgendwelche Morgenseiten oder sonstige Übungen, also habe ich es gelassen und darauf gewartet, dass ich zumindest für 10 Minuten am Stück Konzentration aufbringen kann.
  • Damit bin ich momentan immer noch in Woche 1, und die beschäftigt sich im wesentlichen damit, dass man sich mit seinen Monstern aus der Vergangenheit auseinandersetzt. Wer hat also früher meine Kreativität im Keim erstickt, wer hat was gesagt, was mir heute noch im Kopf herumspukt und das mich vom Schreiben abhält? Julia Cameron schlägt vor, eine Art Monstergalerie zu erstellen, und erstmal eine Horrorgeschichte mit einem seiner Monster auf Papier zu bringen. Habe ich jetzt getan, hat sich gar nicht so schlecht angefühlt.
  • Etwas typisch Amerikanisches ist dann die Aufgabe, sich mit positiven Affirmationen die Wand vollzukleistern. Also, solchen Sprüchen wie “Ich erlaube mir kreativ zu sein”, “Kreativität ist des Schöpfers Wille für mich”, usw. Neben der Liste an vorgefertigten Affirmationen erhält man den Ratschlag, die negativen Glaubenssätze in sich selber einfach ins Positive umzukehren. Hat bei mir besser geklappt, als mich dem magischen Fluss des Schöpfers auszusetzen und Kreativität als den Willen Gottes anzusehen. Hallelujah.
  • Es stehen noch einige Aufgaben für diese Woche an, und die werde ich dann langsam abarbeiten und wieder berichten, wie es vorangeht. Da alles handschriftlich erfolgt, kann ich wenigstens ehrlich von einer Herausforderung reden, weil mir nach drei DIN A4 Morgenseiten und etlichen kleineren Schreibarbeiten wirklich fast der Arm abfault.