Tag-Archiv | Einsendeaufgabe

BB01: EA zurück, neue Studienleiterin

Ich war das komplette Wochenende sowie den halben Freitag weg auf Schulung. Daher konnte ich auch nur mobil auf meine Mails zugreifen, war aber doch ganz hin und weg, als ich sah, dass am Samstag meine korrigierte EA per Mail eingetrudelt war. Das hat mich schon etwas erstaunt, da ich erwartet hätte, die EA über den Autorencampus zu erhalten. Ist vielleicht so, wenn man den Studienleiter wechselt …

Auf jeden Fall hat sich meine neue Studienleiterin vorgestellt und auch gleich konstruktive Kritik an meiner Geschichte geübt. Es gab durchaus Lob, sie hat hervorgehoben, was gut war. Aber sie benannte auch ganz klar, was ich besser machen könnte. Und Recht hat sie! Ich werde die EA nochmal für mich überarbeiten und die Vorschläge einbauen.

Ansonsten bin ich vor kurzem über diese Seite bei SdS gestolpert, auf der alle Studienleiter mit Bild und kurzer Vorstellung genannt sind.

Update zu GR12

Kurzes Update:

Ich habe mich gestern entschlossen, die zwei unterschiedlichen Geschichten mit gemeinsamen Wurzeln :grin: als eine EA abzuschicken. Ich habe meiner Studienleiterin vorneweg einen Kommentar geschrieben, mich für die bisherige Zusammenarbeit bedankt, da ich ja zum Belletristik-Teil eine/n neue/n Studienleiter/in bekomme, und ihr meine Beweggründe dargelegt, warum ich die Aufgabenstellung nicht so umgesetzt habe, wie es gefordert war. So ist es jetzt halt. Ich finde mich damit ab und fange an, BB01 zu bearbeiten.

Auf der anderen Seite ist mir in diesem Tohuwabohu doch tatsächlich aufgefallen, dass Dialoge meine Stärke sind. Damit komme ich gut klar, damit kann ich umgehen. Ich habe mithilfe des Dialogs aus einer eher schlechten Story nochmal was ganz Passables gebastelt. Da ziehe ich jetzt einfach mal den Hut vor mir selber, auch wenn das überheblich klingen mag. Bis vor ein paar Tagen, ach was Stunden sah es noch ganz düster aus. Für mich ist dieser Fakt ein Lichtblick und es ist mir auch ein Wink, dass ich eben doch so etwas wie einen eigenen Stil habe.

Natürlich bestehen Geschichten nicht nur aus Dialogen, ich muss also noch ganz viel an dem anderen “Füllmaterial” arbeiten, das die Dialoge so umgibt. :wink:

GR12: Ich werd noch wahnsinnig

Die EA für GR12 macht mich noch wahnsinnig. Jetzt hatte ich schon die erste Fassung meiner Geschichte fertig, die ersten Änderungen waren auch schon eingebaut. Gerade eben habe ich alles über den Haufen geworfen und eine Fassung geschrieben, die mit der Grundidee, dem Plan zwar noch einige Gemeinsamkeiten hat, aber nicht mehr allzu viel Ähnlichkeit.

Ich weiß wirklich nicht, ob ich das so abgeben kann. Die erste Fassung ist ganz anders geschrieben, es gibt nur wenig Dialog und ganz viele Beschreibungen, Gedanken, Gefühle. Allerdings ist mir das alles irgendwie zu platt. Ich fühle mich mit der ersten Fassung gar nicht wohl. Sie gefällt mir überhaupt nicht.

Trotzdem habe ich es in meiner Überarbeitung nicht geschafft, einigermaßen Leben in die Bude zu bekommen. Es fehlt an Aktionen, am Tun. Es gibt nur viel Denken, Grübeln, Hoffen, Erinnern, …
Jetzt habe ich die Geschichte mit mehr Dialog und nur ganz wenig Denken, Erinnern, Grübeln geschrieben. Das Ganze ist viel lebendiger, es macht viel mehr Spaß, es zu lesen. Da steckt Leben in der Bude. Aber es ist was ganz anderes, als meine erste Fassung.

Der Sinn der EA ist ja, “die Evolution” sichtbar zu machen. Wie verändert sich also ein Text von der ersten bis zur letzten Fassung, welche Entwicklung durchlebt die Geschichte. Ich gebe zu, dass die Geschichte bei mir viel Entwicklung erfahren hat. Allerdings ist das meiste unsichtbar für den Studienleiter. Denn Fassung eins ist eine andere Geschichte als die jetzige Fassung. Man muss schon von Transformation sprechen; bei einer Entwicklung gibt es mehr Ähnlichkeit.

GR12: Erste Fassung

Ich habe nun die erste Fassung für die EA für GR12 fertig. Bis nächste Woche Freitag will ich die Aufgabe vom Tisch haben und im Moment sieht es gut aus. Allerdings ist diese erste Fassung mit 12.000 Zeichen viel zu lang. Die Vorgabe war 150 Zeilen á 60 Anschläge (= 9000 Zeichen), sodass ich noch einige Kürzungen vornehmen muss. Und dann werde ich jetzt zum Schluss hin doch noch einige Änderungen vornehmen müssen, was den formalen Verlauf der Geschichte angeht. Was ich vorher geplant hatte, lässt sich in 9000 Zeichen einfach nicht unterbringen.

Ich lasse die Arbeit für ein oder zwei Tage ruhen und beschäftige mich dann wieder damit.

Die Einsendeaufgaben

Bei beiden Einsendeaufgaben hänge ich im Moment.

Heute Nachmittag hatte ich einen guten Einfall für die EA aus Heft 11. Zumindest wie ich die Geschichte auf 80 Zeilen rüberbringe. Im Grunde ist das immer noch derselbe Aufbau, den ich schon skizziert hatte, aber mit einer neuen Idee, wie ich es angehe. Denn ich will ja damit weiterkommen.

Bei der EA aus Heft 12 versuche ich mal was Neues. Ich hatte nämlich gar keine Idee, was ich schreiben könnte. Dann bin ich durch Zufall auf eine Kreativitätstechnik gekommen, die sich die Reise des Helden nennt. Im Grunde ist das keine Kreativitätstechnik im eigentlichen Sinne. Die Reise des Helden beschreibt, wie Mythen und Geschichten (wie z.B. die von Odysseus, o.ä.) verlaufen. Es ist immer dasselbe Schema, derselbe Ablauf, der sich bei Geschichten, Romane, Filmen, usw. wiederfindet.

Das Kreative daran war, dass ich mir die Idee für den Helden und seine Reise aus Bildern geholt habe. Dazu habe ich einfach mal Google Images aufgerufen und “Held” eingegeben. Aus den angezeigten Bildern habe ich mir dann einen Held gesucht (zugegeben, es war nicht so einfach). Und so bin ich weiterverfahren, z.B. mit “Zögerung” oder “Aufbruch”. Natürlich habe ich nicht das erstbeste Bild genommen, sondern habe gesucht, bis ich was Ansprechendes gefunden hatte. Und anhand des Bildes habe ich dann interpretiert, was denn nun meinen Helden/Heldin zum Zögern hält oder warum er/sie aufbricht, usw.

Jetzt habe ich eine lange Liste an Motiven, Ideen und Eindrücken, die ich erstmal sortieren muss. Viel Arbeit, ach ja.

GR12: Dazugenommen.

Nachdem Heft 11 ja nicht allzu viel Inhalt hat, sondern hauptsächlich aus einer Einsendeaufgabe besteht, habe ich mir Heft 12 auch gleich zu Gemüte geführt. Auch hier ist in etwa derselbe Aufbau zu finden: Nicht wirklich viel Technik, obschon etwas mehr als in Heft 11, dafür viele Anregungen. Es geht um das Thema Stil. Insgesamt ist das Heft dünn und besteht aus nur einem Kapitel.

Da es den Abschluss der Grundschule bildet, ist die Einsendeaufgabe umfangreicher als bisher: eine Kurzgeschichte im Umfang von 150 Zeilen (bisher immer nur 80 Zeilen), mit Stoffsammlung, Gliederung, erster Fassung und schließlich dem Endprodukt. Da ich noch nicht mit der EA für GR11 durch bin (habe aber schon einen ersten Aufbau und einige Zeilen geschrieben), ist diese EA nicht wirklich ein Thema. Ich bin auch gespannt, ob ich damit bis Ende Dezember durch bin. Evtl. werde ich die EA für Heft 12 erst während der Weihnachtsfeiertage fertig bekommen und vielleicht erst im neuen Jahr absenden.

Damit bin ich inhaltlich am Ende der Grundschule angelangt. Einerseits erfüllt mich das ein bisschen mit Stolz, andererseits habe ich länger gebraucht, als vorgesehen, und das ärgert mich schon. Ich habe vor, noch einen kompletten Überblick über die Grundschule zu liefern, daher spare ich mir eine Zusammenfassung an dieser Stelle.

Ich kann auf jeden Fall feststellen, dass ich mich über diese 12 Hefte hinweg verändert habe, dass mir das Schreiben besser von der Hand geht als zu vor und dass ich auch eine Entwicklung durchlaufen habe, was das Schreiben angeht. Ich fühle mich auch nicht mehr ganz so plan- und ziellos, wie ich es bei Beginn des Fernkurses habe. Allerdings kann ich auch realistischerweise sagen, dass ich im Moment noch kein Werk schaffen könnte, dass sich verkaufen ließe. Insofern blicke ich jetzt voller Freude und Hoffnung auf die nächsten 12 Hefte Belletristik. :)

GR10: Zurück

Heute ist GR10 zurückgekommen. Eine andere Studienleiterin hat sie korrigiert, weil meine bisherige in Urlaub ist. Ich fand es ganz nett, dass sie sich trotzdem im Begleitschreiben vorgestellt hat.

Insgesamt fiel die Bewertung positiv aus. Ich hätte die Aufgabe gut gelöst. Das einzige Manko war, dass ich den Figuren in den kurzen Szenen keinen Namen gegeben habe. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, die Personen mit Namen zu versehen, verstehe aber den Sinn dahinter. Ich hatte mich während des Schreibens so darauf konzentriert, die Sätze so lebendig wie möglich darzustellen, ohne dabei die Zeilenvorgabe zu überschreiten, dass ich mir um die Bezeichnung von Personen keine Gedanken gemacht hatte.

Es ist mir aber wichtig, dass mich die Studienleiterin darauf hingewiesen hat. Denn Personen Namen zu geben bringt dem Leser die Geschichte bzw. Szene näher. Man hat eher das Gefühl, mitten drin zu sein, als nur von außen zuzusehen.

Auch EA GR08 zurück

GR08 ist irgendwann am Wochenende korrigiert worden. Heute morgen habe ich das Ergebnis aus dem Autoren-Campus heruntergeladen.

Der einzig richtige Kritikpunkt meiner Studienleiterin war, dass ich keine in sich zusammenhängende Geschichte geschrieben habe. Das stimmt. Ich habe eher einen Anfang eines Kinderromans entwickelt. Es gab einige Verbesserungen, aber im Großen und Ganzen war die Aufgabe sonst gut bearbeitet. :)

Das Ergebnis ist unten zu sehen. Der erste Absatz war vorgegeben, ab dem zweiten Absatz ist das meine eigene Arbeit.

Das Familiengeheimnis

Es kam mit der Morgenpost: ein ganz normal aussehendes Paket in braunem Packpapier und verschnürt mit derber Doppelschnur. Es unterschied sich in nichts von den Tausenden anderer Pakete, wie sie die Postboten tagtäglich austragen. Mit diesem aber hatte es eine besondere Bewandtnis – eine ganze besondere …

Ich wusste, dass es mein Leben verändern würde. Großmutter hatte es mir letzten Sommer, als ich die Ferien bei ihr verbracht hatte, erklärt.
„Du bist jetzt alt genug“, hatte sie gesagt. „Jetzt kann ich dich in unser Familiengeheimnis einweihen. Du darfst es aber niemandem erzählen“, hatte sie mich ermahnt. „Niemals, hörst du?“

Ich schaufelte das Mittagessen hastig in mich hinein. Meine Augen klebten an dem Paket, das ich neben der Treppe abgelegt hatte. Mama und Papa taten ganz unauffällig, so als ob sie von nichts eine Ahnung hatten. Nach dem Essen kündigte Mama an, sie würde im Keller bügeln. Und Papa wollte den ganzen Nachmittag in der Garage verbringen. Er müsse dort endlich mal wieder aufräumen. Dabei hatte er das erst letzten Samstag getan.

Ich schnappte das Paket und nahm eilig jede zweite Stufe. Oben angekommen atmete ich wie ein Hundertmeterläufer. Die Adresse hatte Großmutter in ihrer altmodischen, schnörkeligen Schrift auf das Papier gekritzelt. Die Schnur war fest verknotet, ich musste sie durchschneiden. Ungeduldig wollte ich das Papier aufreißen, aber Großmutter hatte es an den Ecken ordentlich mit ganz viel braunem Klebeband gesichert. Ich zückte nochmal die Schere und trennte das Papier mit einem Ratsch in der Mitte auf.

Voller Ehrfurcht blickte ich auf den vergilbten Karton, der zum Vorschein kam. Ich erkannte ihn sofort. Es war der Karton aus der Speisekammer, in dem Großmutter das gute Besteck aufbewahrte. Er roch nach Weihnachtsgebäck, Brathähnchen, ranziger Butter und Spülmittel, die vielen Fettflecken gaben ihm das vertraute Muster. Sie hatte wohl die erstbeste Verpackung gewählt, die sie finden konnte.

Ehrfürchtig strich ich mit den Fingern über die runzelige Oberfläche und erinnerte mich an die Ferien in ihrem Landhaus. Beim Schälen der Äpfel hatte sie zum ersten Mal von den Geheimnissen gesprochen, die unsere Familie umgaben. Ich war so neugierig, so aufgeregt gewesen.
„Bitte Großmutter, bitte, erzähl mir davon. Was ist das für ein Geheimnis?“ Ich hatte gefleht und gebettelt. Mit ihrem weichen Lächeln hatte sie mich zur Geduld gemahnt und sich dann dem Apfelkuchen zugewandt.

Schließlich öffnete ich den Karton. Der Deckel gab ein kratzendes Geräusch von sich. Und da war das nächste Hindernis. Was auch immer Großmutter verpackt hatte, es lag in weißem, feinem, duftendem Seidenpapier, das bei der kleinsten Berührung leise raschelte. Ich zog ungeduldig daran, nur um auf eine weitere Verpackung zu stoßen. Was zum Kuckuck hatte sie denn so oft verpackt?

Ich streifte auch die letzte Schicht ab und hielt ein kleines, dünnes Buch in Händen. Der braune, glatte Lederumschlag war unscheinbar, er trug keinen Titel und keinen Hinweis auf den Inhalt. Ich betrachtete es von allen Seiten, drehte und wendete es. Schulterzuckend legte ich es vor mir ab. Sollte es das schon gewesen sein? All diese verheißungsvollen Familiengeheimnisse, von denen niemand etwas erfahren durfte, hier, in diesem … Schmierheft?

Ich schnaufte tief durch und blies mir die Haare aus den Augen. Immer wieder schaute ich missmutig auf das Büchlein. Ob es sich wohl lohnen würde, es zu öffnen? Wahrscheinlich war die Warterei umsonst gewesen. Hatte Großmutter mich nur an der Nase herumgeführt? War das ein Trick, damit ich mich während der Ferien nicht langweilte? Wollte sie also nur, dass ich ihr interessiert zuhörte? Wie gemein.

Ich schnappte das Buch und blätterte es einmal hastig durch. Alle Seiten waren leer. Wie doof war das denn? Ein leeres Heft hatte sie mir geschickt. Warum all dieser Aufwand für ein altes, stinkendes Heft? Ich raffte alles zusammen, um es in die große Mülltonne im Hof zu bugsieren. Gerade wollte ich die Tür öffnen, als es klopfte. Doch das Klopfen kam nicht von meiner Zimmertür. Das Klopfen kam aus dem Buch in meiner Hand.

GR09: Schon korrigiert

Ich habe es gestern abend doch getan und die Einsendeaufgaben hochgeladen. Und heute morgen ist GR09 schon korrigiert zurück. In Windeseile.

Aber ein Blick in den beigefügten Brief zeigt mir mal wieder, dass es sich um einen vorgefertigten Kommentar handelt. Das hatten wir doch schon mal bei GR04. Richtig! Enttäuschend.

Dafür war das Ergebnis der EA nicht enttäuschend. Vier von fünf Aufgaben waren tadellos, in der fünften Aufgabe habe ich ein Wort vergessen (wir sollten alle zusammengesetzten Wörter aus dem Text herausschreiben).

Bis die Korrektur von GR08 eintrudelt, wird es wohl ein wenig dauern. Ich versüße mir die Zeit mit GR10. :)

GR08: EA erledigt, sie bleibt aber noch liegen

Die Einsendeaufgabe für Heft 8 liegt fast fertig vor mir. Ich werde sie dieses Mal einige Tage liegen lassen. Es gibt auf jeden Fall Raum für Verbesserungen. Ich schaue einfach mal, was ich in den nächsten Tage noch an Eingebungen haben werde.

Ich hatte mich direkt für den ersten Anfang entschieden, obwohl ich auch noch für die zweite Einleitung einige Stichworte verfasst habe. Für die dritte Einleitung fiel mir aber nicht so viel ein, deshalb habe ich mich damit nicht näher beschäftigt. Ich packe Heft 8 jetzt zurück ins Regal und mache direkt weiter. Vielleicht schaffe ich es noch vor Weihnachten, die Grundschule vollständig abzuschließen. :) 0