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Rabatte, wo seid ihr?

Ich warte nun schon recht lange darauf, dass mir die HAF Rabatt gewährt. Bisher kamen nur Angebote mit verlängerter Probezeit u.ä. Ich hätte aber lieber 15% Rabatt als 4 Wochen mehr Probezeit.

Außerdem fand ich es seltsam, dass ich trotz Anforderung keine Unterlagen von der Schule des Schreibens erhalten habe. Ich erkläre mir das jetzt so, dass die mir nichts geschickt haben, weil ich zeitgleich bei der HAF den Studienwegweiser bestellt habe, und da das ja ein- und dasselbe Unternehmen ist, haben sie’s nicht für nötig gehalten. Nun gut. Ich bleibe jetzt einfach an der HAF dran.

Mal wieder Fernkurse

Mit meinem Krimi bin ich schon ein Stück weiter gekommen, aber wieder mal merke ich, dass meine berufsmäßige technische Orientierung zu sehr durchschlägt. Bisher liest es sich wie eine Bedienungsanleitung, viel zu steif und förmlich, es ist zu wenig Bildhaftigkeit dabei. Allerdings fällt es mir verdammt schwer, auszubrechen aus dieser Gewohnheit.

Kurzum, der Gedanke an den Fernkurs ist wieder sehr nahe gerückt und ich denke ehrlich darüber nach, den Schritt jetzt definitiv zu gehen. Allerdings stecke ich fest zwischen den verschiedenen Angeboten. Nachdem mir vor kurzem jemand gesagt hat, dass die drei großen Fernschulen ILS, SGD, HAF und Fernakademie Klett sowieso alle zum selben Mutterkonzern gehören und die meisten Kurse identisch sind, habe ich beim Vergleich der Autorenkurse gemerkt, dass dem nun aber wirklich nicht so ist (zumindest für die Autorenkurse – mag sein, dass das für die anderen Kurse zutrifft).

Da ist zum einen die HAF, die einen 30-monatigen Kurs “Kreative Schreibschule” anbietet, der fast 3000 € kostet. Insgesamt ist der Kursinhalt aber interessant, es wird neben den grundsätzlichen Kenntnissen auch das Thema Journalistik, Sachtexte, Drehbuchschreiben, Kinder- und Jugendliteratur sowie Science Fiction abgedeckt. Allerdings sind 30 Monate natürlich heftig (und ja, das Geld auch).

Die Schule des Schreibens gehört meines Wissens auch zur HAF, hat aber ein ganz anderes Angebot im Programm. Dort gibt es mehrere Schreibkurse, der für mich interessanteste wäre “Die große Schule des Schreibens”. Dauer: 36 Monate, die Kosten dürften wohl über 3000€ liegen. Insgesamt besteht der Kurs aus 12 Monate Grundschule des Schreibens, 12 Monate Belletristik und 12 Monate Sachtexte. Was z.B. fehlt sind solche Themen wie Drehbuchschreiben, o.ä. Allerdings sagt mir der Inhalt im Großen und Ganzen schon zu.
NACHTRAG VOM 28.07.2009:
Die SdS hat ihre Internetpräsenz neu gestaltet. Im Zuge dessen habe ich die Preise nochmal nachgeschlagen, und es zeigt sich, dass die große Schule des Schreibens statt knapp 3000€ mittlerweile noch ca. 2500€ kostet.

Dann gibt es da noch Anbieter wie ILS, SGD und Fernakademie Klett, die einen nur 18-monatigen Kurs “Autor werden – Schreiben lernen” anbieten. Was mich stutzig macht ist, dass der Kurs auch aus 30 Heften besteht (fast so viel wie bei den anderen Anbietern), aber nur 18 Monate dauert. Vom Inhalt her machen die einen großen Rund-um-Schlag, d.h. es werden ziemlich viele Gebiete abgedeckt (Journalistik, Hörspiele, Lyrik, usw.). Heißt das jetzt mehr Arbeit bei ungefähr gleichem Inhalt oder weniger Inhalt und deswegen kürzere Lehrgangsdauer? Soweit ich das gesehen habe, würde der Kurs ca. 2100 € kosten, was immer noch sehr viel Geld ist, aber eben weniger als bei den anderen beiden.

Grundsätzlich tendiere ich ja eher zu der Annahme, dass a) zielgerichtete Kurse (wie der von der Schule des Schreibens) sich tiefer mit einer Materie beschäftigen können und b) längere Kurse vermutlich auch mehr Inhalt bieten. Allerdings ist gerade bei b) die Frage, ob mehr Inhalt auch mehr Nutzen (für mich) bedeutet. Hm, tja…. schwierige Entscheidung, und auch nicht wenig Geld, das ich da ausgeben müsste.

Pseudonyme

Ich denke, dass Pseudonyme in so ziemlich allen Autorenforen schon mal diskutiert wurden und nach wie vor ziemlich viele (kontroverse?) Diskussionen auslösen.

Prinzipiell finde ich an der Idee eines Pseudonyms gar nichts schlechtes. Warum soll ich meine Bücher nicht unter einem anderen Namen herausbringen? Wen könnte es stören?

Die Argumente von Pseudonym-Gegnern verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz – und wüsste jetzt auch aus dem Effeff kein einziges, dass für mich Sinn machen würde. Aber da sind die Geschmäcker ja verschieden und wenn jemand kein Pseudonym verwenden möchte, dann stört mich das am wenigsten.

Nun gibt es aber manchmal Namen, bei denen ich schwören könnte, dass es ein Pseudonym ist. Beispiel? Natürlich Diana Gabaldon (deren 800-Seiten-Koloss vorgestern ankam). Ich dachte echt, dass das kein echter Name sein kann. Weit gefehlt. Frau Gabaldon ist Tiefseebiologin und hat früher mal als Honorarprofessorin an der Universität von Arizona gearbeitet. Und hier auch noch ein Bild von ihr:

Diana Gabaldon im Aug. 2007

Diana Gabaldon im Aug. 2007

Ehrlich gesagt wäre mir soviel Publikum zu viel des Guten. Buch schreiben ja, Erfolg damit haben auch ja, aber hunderten von Leuten bei ‘ner Autogrammstunde die Hand reichen und nett fürs Bild lächeln… ganz eindeutig NÖ. Auch auf Nachbarn, die meine Bücher gelesen haben und mir dann erzählen, wie toll sie sie fanden, kann ich verzichten. Mir reicht die Platzierung in den Bestsellerlisten! :mrgreen:

Und wie seht ihr das?

Download-Kurse für Autoren

Ständig fallen mir neue Kurse und Workshops für Autoren auf. Das Angebot von Storials kenne ich schon seit geraumer Zeit, habe selber den Download-Kurs “Krimi” erstanden und ihn bei mir hier auf der Festplatte gebunkert (und ja, auch durchgearbeitet), aber bei meiner letzten Aufzählung zu Online-Workshops habe ich das komplett unter den Tisch fallen lassen.

Hiermit möchte ich das ändern. ;)

Die Liste mit Kursen, die auf Storials zur Verfügung stehen:

  • Die eigene Lebensgeschichte/Autobiographie schreiben
  • Spannende Krimis schreiben
  • Eine Einführungs ins literarische Schreiben
  • Ein packendes Fach- und Sachbuch schreiben
  • Shorties – Kurzgeschichten schreiben
  • Einführungs ins wissenschaftliche Schreiben
  • Sicher und ausdrucksstark schreiben (Stil)
  • Zündende Dialoge schreiben
  • Überzeugende Charaktere schaffen
  • Die professionelle Überarbeitung
  • Theater schreiben
  • Literaturverwaltungsprogramm

Kosten: zwischen 20 und 30€ pro Kurs. Einige Kurse kosten nur 3€, ich denke, dass es sich dabei eher um so eine Art Nachschlagewerk oder “Spickzettel” handelt. Bei allen Kursen handelt es sich um Selbstlernkurse, bei einigen Kursen kann man noch ein Lektorat zusätzlich erwerben (Kosten dann ca. 80-100€).

Nützliche Online-Workshops für Autoren

In letzter Zeit fallen mir immer häufiger Online-Workshops auf, die explizit für Autoren konzipiert wurden bzw. auch für Autoren interessant sein könnten.

Hier mal eine (sicherlich nicht ganz vollständige) Liste der Online-Workshops, die mir ins Auge gesprungen sind:

Papyrus

Über Petra A. Bauers Blog bin ich auf Papyrus Autor aufmerksam gemacht worden. Papyrus ist eine Textverarbeitungssoftware, in der Version “Autor” ist es mit zusätzlichen Funktionen für Autoren ausgestattet worden. An der Entwicklung mitbeteiligt war auch der Autor Andreas Eschbach.

Was Software angeht bin ich ein relativ neugieriger Mensch und teste quasi alles, was sich für mich nützlich anhört oder sonstwie brauchbar erscheint. So war das auch in diesem Fall. Da ich Linux-Nutzerin bin (schon seit geraumer Zeit) ist es außerdem ein Ansporn für mich, Software dann zu testen, wenn es nicht explizit für Linux entwickelt wurde. Häufig gibt es ja doch “Umwege”, um es lauffähig zu machen… zugegeben, das trifft nicht auf jede Software zu.

Ich war daher umso überraschter, als ich nach der Installation keine Probleme hatte, Papyrus auf meinem Rechner zu starten. Die nächste Überraschung war, dass ich einen relativ umfangreichen Text, den ich zuvor mit OpenOffice.org geschrieben hatte, relativ problemlos mit Papyrus laden konnte (naja, vorher von odt nach doc umgewandelt). Das erstaunlichste war sicherlich, dass Papyrus ausgesprochen stabil und ressourcensparend läuft. Anders als Microsoft Word habe ich keine Performanceprobleme, wenn ich Papyrus auch längere Zeit laufen lasse. Das sind schon mal einige positive Punkte, die ich anmerken möchte.

An dieser Stelle muss ich auch zugeben, dass ich Benutzeranleitungen meist erst lese, wenn ich die Grundfunktionen selber erarbeitet und verstanden habe. Nur wenn mir was überhaupt nicht klar ist, greife ich schon von Anfang an zur Anleitung. In diesem Fall habe ich mir das auch gespart, obwohl man beim ersten Öffnen von Papyrus gleich eine Menge an Lesematerial bereitgestellt bekommt.

Insgesamt spricht mich die Software schon an, allerdings konnte ich bisher nicht alle Funktionen ausreichend testen. Insbesondere die Stilanalyse habe ich noch gar nicht eingesetzt. Auf der anderen Seite erkenne ich aber im Moment keine großartigen Vorteile gegenüber OpenOffice. Zugegeben, auch OOo kann bei längerer Nutzung meinen Lüfter auf Touren bringen und dafür sorgen, dass alles etwas langsamer auf dem Rechner läuft (weshalb ich z.B. auch Abiword nutze, wenn etwas nicht unbedingt kompatibel mit Word o.ä. sein muss oder ordentlich auszusehen hat).
Ich sehe im Moment aber keinen Bedarf, 149€ für die Anschaffung auszugeben. Ich würde das wohl auch eher dann in Erwägung ziehen, wenn ich wirklich das Gefühl hätte, ich könnte mit diesem Werkzeug wesentlich produktiver und effektiver arbeiten. Das habe ich im Moment nicht. Ob die Stilanalyse oder eine der anderen Funktionen das ändern könnte? Mal sehen…

Apropos Fernkurse/Autorenkurse

Vor ewiger Zeit hatte mir mal jemand aus einem Forum den Tipp gegeben, bei Andreas Eschbach (Das Jesus-Video) vorbeizuschauen, der hätte einen ganz heißen Tipp zum Thema Autoren-/Schreibkurs.

Den eigentlichen Link hatte ich aber verloren, und bin nun über die Suche und Recherche auf Eschbachs alter Homepage (er hat auch eine neue) wieder darauf gekommen.

Rainer Wekwerth ist selber Autor und bietet auf seiner Seite kreatives-schreiben.net Grund-, Fortgeschrittenen-, Intensiv- und andere Schreibkurse an. Er ist selber Autor und scheint außerdem knallhart zu sein, was seine Kurse angeht. So schreibt er:

Was Sie in diesen Kursen erwartet?

Arbeit! Arbeit! Und nochmals Arbeit! Im Idealfall arbeiten Sie jeden Tag zu bestimmten Zeiten an den Lektionen. Sie werden keine Zeit zum trödeln haben und meine Ansprüche sind hoch. Wenn mich Ihre Arbeit nicht überzeugt, lasse ich Sie die entsprechende Lektion so oft wiederholen, bis ich der Meinung bin, Sie haben den Lerninhalt verinnerlicht. Diese Wiederholungen sind in der Kursgebühr beinhaltet, aber Sie sollten von Anfang an Ihr Bestes geben, damit ich Ihre Leistungsfähigkeit und Ihr Talent richtig einschätzen kann.

Irgendwie spricht mich das an, allerdings möchte ich wirklich sicher sein, dass ich die Zeit dazu aufbringen kann, denn es hört sich wirklich nach Arbeit, Arbeit, Arbeit an.

Bücher über das Bücherschreiben

Bei der Vorbereitung zu diesem Blog ging ich in Gedanken die Liste mit Büchern durch, die ich zum Thema Schreiben gekauft und durchgearbeitet hatte. Ich konnte mich zuerst nur an James Freys Bücher erinnern, die meines Erachtens ganz exzellent sind und mir auch viel Freude bereitet haben. Ganz unscharf konnte ich mich auch noch an ein anderes, gezielt auf Frauen gerichtetes Buch erinnern, dessen Titel und Autorin ich aber nicht mehr im Kopf hatte. Das war’s aber auch schon, drei Bücher, mehr nicht… dachte ich auf jeden Fall.

Gerade eben habe ich aber alle Bücher zusammengesammelt, die ich zum Thema finden konnte und siehe da, es sind doch insgesamt fünf Bücher. Ja, fünf. Zugegeben, ich habe nicht alle komplett durchgearbeitet, aber von allen doch mehr oder weniger einen Eindruck erhalten.

Von James Frey habe ich die Bücher ‘Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.1‘ und ‘Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.2‘. Ich habe beide Bücher durchgearbeitet und kann sie weiterempfehlen, wobei meine Meinung natürlich kein absolutes Maß wiederspiegelt. Es gibt sicher Leute, für die die Bücher vielleicht nicht getaugt haben. Für mich waren sie goldrichtig.

Das Buch speziell für Frauen, das ich oben schon erwähnt habe, ist ‘Das Wort zum Mord‘ von Anja Kermmerzell, und eigentlich nicht nur für Frauen geeignet. Auch das Buch habe ich komplett durchgearbeitet und finde es empfehlenswert, auch deswegen, weil Frau Kemmerzell selber in einem Verlag arbeitet und daher gute Tipps geben kann, was bei Lektoren und Lektorinnen gut ankommt oder nicht.

So, die verbleibenden zwei Bücher waren mir wirlich komplett entfallen und als ich auf sie gestoßen bin war das durchaus mit einem etwas negativen Déjà vu-Erlebnis verbunden, denn ich habe beide nicht zu Ende gelesen, geschweige denn durchgearbeitet.

Das eine ist Dirk Meynecke ‘Von der Buchidee zum Bestseller‘. Das Lesezeichen steckt bei Seite 60, da hören auch die Markierungen auf. Ich denke, dass das Buch insgesamt nicht schlecht ist, denn es enthält sehr viel praktische Infos dazu, wie man Bücher bei Verlagen präsentiert. Es geht also eher um die wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen, die Buchautoren betreffen, wenn sie ein Buch veröffentlichen wollen. Schreibtechnisch gibt es eigentlich nur wenige Infos. Insgesamt muss ich für mich sagen, war das Buch ein wenig ein Fehlgriff, weil ich noch überhaupt nicht ans Veröffentlichen denke. Vielleicht sollte man kein Buch schreiben ohne ans Veröffentlichen zu denken, ja, möglicherweise denke ich zu kurz, dennoch konnte ich mich nicht motivieren, das Buch zu Ende zu lesen.

Schließlich ist da noch das Buch ‘Kreativ schreiben‘ von Fritz Gesing, das ich ebenfalls nicht zu Ende gelesen habe. Immerhin bin ich bis Seite 90 vorgedrungen. Was mich bei diesem Buch gestört hat ist die relativ lange Einführung, bis man denn irgendwann an einen Punkt kommt, wirklich praktische Tipps fürs Schreiben zu erlangen. Gesing schreibt dieses Buch meines Erachtens sehr literarisch, als ob es selbst ein Meisterstück wäre, teilweise wendet er für mich sehr fremd und veraltet klingende Redewendungen an, aber daran sollte man sich meines Erachtens nicht stören. Ich habe auf jeden Fall vor, diesem Buch nochmal eine Chance zu geben, denn einige interessante und praktische Infos gibt es doch.

Wo anfangen?

Vor einigen Monaten habe ich mich entschlossen, meinem Schreibdrang nachzugeben und entschloss mich kurzfristig, einen Fernkurs zu belegen. Die ersten Unterlagen lagen nach kurzer Zeit schon auf meinem Schreibtisch und ich setzte mich voller Enthusiasmus an das erste Studienheft.

Obwohl ich mir meiner Sache diesmal ganz sicher war, gab es drei Dinge, die mich dennoch plagten. Dies waren zum einen die Dauer des Kurses (über 30 Monate), die damit verbundene zeitliche und finanzielle Verpflichtung und viele negative Stimmen (von innen wie von außen), die mir davon abrieten. Letztlich entschloss ich mich doch dafür, den Kurs in der Probezeit zu beenden und schickte das Material zurück. Irgendwie bereue ich hier und heute diese Entscheidung, obwohl ich bezüglich der Dauer des Kurses sowie der damit verbundenen finanziellen Verpflichtung immer noch ein wenig Bauchschmerzen habe. Ich weiß nicht, ob ich mich tatsächlich über 30 Monate motivieren könnte, Heft um Heft abzuarbeiten. Außerdem ändern sich die Zeiten ständig, wer weiß schon, ob er morgen noch seinen Job hat und tatsächlich jeden Monat 70-80€ aufbringen kann.

Andererseits weiß ich auch, dass ich mich nun schon über Jahre mit irgendwelchen Ausreden davon abhalte, mein Ziel zu verfolgen, nämlich ein Buch zu schreiben. Ich denke, dass Menschen im Allgemeinen, und ich im Speziellen, gut darin sind, Ausreden zu erfinden, um manchen Dingen aus dem Weg zu gehen. Irgendein sekundärer Gewinn scheint ja doch dabei zu sein, wenn ich lieber vor mich herlebe als einfach meinem Herzen zu folgen. Nun gut… tiefenpsychologisch kann ich auch noch ein ander Mal werden, deshalb beende ich das Thema an der Stelle erstmal.

Es gibt aber eine Sache, die möchte ich in diesem Beitrag noch anschneiden… nein, eigentlich möchte ich das Thema damit auch gleich ad acta legen. Es geht mir um die vielen negativen Stimmen, die ich von außen – von ehemaligen Fernschülern und solchen, die nie einen solchen Fernkurs belegt haben – erhalten habe. Ich möchte sicherlich nicht alle über einen Kamm scheren, weil es auch viele gab, die sich durchaus um Objektivität und emotionslose Bewertung bemüht haben, auch wenn es sowas wie Objektivität quasi nicht gibt und Emotionslosigkeit der menschlichen Natur widerspricht. Aber diese Art von Kritiker meine ich gar nicht. Ich möchte mich an jene Kritiker wenden, die vollkommen frustriert und zutiefst enttäuscht zu sein schienen, von Zeitverschwendung und ‘Geld aus dem Fenster werfen’ redeten und betonten, wie wenig doch bei diesem Kurs für sie herausgekommen ist. Nichts, aber auch gar nichts haben sie gelernt, von den Fernlehrern – allesamt Stümper und Dilettanten – gab es keine richtigen Rückmeldungen, alles nur wischi-waschi und veröffentlich haben sie auch nichts durch den Kurs, wobei das doch das Ziel gewesen ist. Stattdessen raten sie lieber dazu, eines der vielen Schreibbücher zu nehmen, Schreibforen zu besuchen oder an Workshops teilzunehmen, das brächte mehr. Ihnen auf jeden Fall hat es mehr gebracht, und im selben Atemzug favorisieren und bewerben sie dann ihre Schreibbücher, ihre Schreibforen und ihre Schreibgurus, man solle es doch auch mal dort probieren, wird bestimmt mehr bringen. Diesen Menschen möchte ich heute folgende Zeilen widmen:

“Lieber Kritiker von Autoren-Fernkursen,

ja, ich gehöre in der Tat zu den Menschen, die es in Erwägung ziehen, einen Fernkurs für Schriftsteller und Autoren zu belegen. Ich habe durchaus die Erwartung in diesen Kursen etwas zu lernen und vielleicht sogar einen Roman zu veröffentlichen. In der Tat ist mir ein solcher Kurs das Geld wert, den er kostet. Und ja, es geht mir gut, noch kann ich nicht von geistiger Umnachtung oder ähnlichen Symptomen berichten.

Ich sehe ein, dass Menschen, die einen solchen Kurs belegt und dann keinen echten Gewinn daraus gezogen haben, meine Ansichten nicht teilen möchten oder können. Für diese Menschen mag der Kurs eine große Enttäuschung gewesen sein und vermutlich ärgert es sie auch, dafür Geld bezahlt zu haben. Ich sehe auch ein, dass sie andere Menschen davor bewahren möchten, ähnliche Erfahrungen zu machen. Ich kann kaum behaupten, dass ich all ihre Motive verstehe und nachvollziehen kann, aber ich erkenne an, dass es eine Vielzahl an Motiven gibt, die sie zu ihrer negativen Kritik veranlasst haben. Ich möchte es auch nicht versäumen, diesen Menschen mein Mitgefühl auszusprechen.

Dennoch möchte ich diesen Menschen an dieser Stelle sagen, dass ich mir nach reiflicher Überlegung, nach Ansicht der Kursmaterialien und vielem Hin und Her bewusst bin, welchen Schritt ich damit mache, welche Erwartungen ich an einen Fernkurs dieser Kategorie stellen kann, was er mir vermitteln kann und vor allem, was nicht. Ich denke, ich kann wirklich guten Gewissens behaupten, das Pro und Kontra für mich persönlich abgewägt zu haben.

Deshalb wünsche ich mir von Ihnen, sehr verehrter Kritiker, doch einfach mal Ihren Senf bei Ihnen zu belassen. Ich danke Ihnen herzlichst.”