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Der Tag des Schreibens

Es gibt ab jetzt einen Tag des Schreibens. Der findet am 29. Juni statt, dieses Jahr zum ersten Mal. Initiator ist Suite101.de, von denen ich heute zum ersten Mal höre. Soweit ich es überblicken kann, handelt es sich um eine Schreibplattform, bei der auch Amateur-Schreiber Geld verdienen können.

Aber zunächst zum eigentlichen Ereignis, dem Tag des Schreibens. An diesem Tag sollen wir uns besinnen, der Schönheit der Sprache, der Korrektheit, der … ja, was gehört noch dazu? Am besten ihr begebt euch dazu auf die Homepage, auf der das alles erläutert ist.

Es wird auch einen Schreibwettbewerb geben, der am 19. Mai startet.

Obwohl ich die Idee an und für sich ganz interessant finde, frage ich mich manchmal, ob wir in Zeiten massiver Informationsüberflutung nicht sogar zu viel vom Schreiben haben und statt einem Tag des Schreibens viel mehr einen Tag des Nicht-Schreibens benötigen würden. So als bewusste Pause von der täglichen Flut an Geschriebenem, das sich ständig vor unsere Augen drängt und gelesen werden will. Vielleicht sollten wir gleich am 30. Juni feiern, um uns von den Strapazen des Tag des Schreibens zu erholen. ;)

NaNoWriMo öfter?

Die Idee des NaNoWriMo hat sich etabliert. Einmal im Jahr – nämlich im November – trifft sich die Schreibgemeinde unter http://nanowrimo.com, um sich 30 Tage lang dem Schreiben hinzugeben. Es geht nicht primär um Ästhetik oder erstklassige Arbeiten, sondern darum, 50.000 Wörter zu Papier zu bringen. Es heißt, dass ein Buch durchschnittlich 50.000 Wörter umfasst.

Nun kündigen die Macher von NaNoWriMo an, das Camp NaNoWriMo einzurichten, um das einmal jährlich stattfindende Ereignis häufiger anbieten zu können.

Ich selber habe 2009 am NaNoWriMo teilgenommen und erfolgreich 50.000 Wörter geschrieben. Dafür gab es außer einem Badge nichts weiter zu gewinnen – außer natürlich die unbezahlbare Erfahrung, in 30 Tagen etwas zu erschaffen und möglicherweise zu publizieren. Bei mir hat es mit dem Publizieren nicht hingehauen, auch weil ich weitere 30 Tage lang Zeit benötigen würde, um die Arbeit nochmal zu bearbeiten. Sozusagen ein National Novel Revision Month (NaNoReMo).

Trotz der Tatsache, dass ich nicht mehr als ein Schulterklopfen für meine Mühen erhalten habe, empfand ich den NaNoWriMo erstaunlich motivierend und beflügelnd. Ich glaube, ich habe noch nie 30 Tage am Stück geschrieben. Auch wenn ich der Ansicht bin, dass Schreiben alleine nicht reicht (siehe meinen damaligen Eintrag), so hatte ich echten Spaß an der Sache. Ob ich natürlich denselben Spaß hätte, wenn der NaNoWriMo nicht mehr ein einzigartiges Event, sondern etwas sich ständig Wiederholendes wäre, kann ich aber nicht genau sagen. Möglicherweise ist es nicht dasselbe, wenn es den NaNoWriMo mehrmals pro Jahr gibt.

Immerhin bieten die Macher des NaNoWriMo auch jetzt schon eine weitere Veranstaltung im Jahr an, nämlich den Script Frenzy, ein Schreibereignis für Drehbuchautoren, das immer im April stattfindet.

Entspannung im Oktober, Stress im November?

Im Moment läuft der Fernkurs schön rund. Ich sitze schon an der EA für GR10 und habe die Hoffnung, im Laufe dieser Woche damit fertig zu werden. Die Arbeitssituation ist aktuell auch entspannt.

Dafür verspricht der November, ein anstrengender Monat zu werden. Zum einen nähert sich das Jahresende, was gleichbedeutend mit mehr Arbeit ist (zumindest bei mir). Dann habe ich noch GR11 und GR12 abzuschließen. Das möchte ich definitiv noch vor Ende des Jahres erreichen. Zu guter Letzt findet im November der NaNoWriMo 2010 statt.

Eine innere Stimme sagt mir, dass ich mich entscheiden muss. Im Klartext: Irgendwas muss auf der Strecke bleiben. Dann gibt es aber immer wieder diese Momente, in denen das Wort “Zeitoptimierung” vor meinem geistigen Auge aufblitzt. Möglicherweise lässt sich etwas an der Zeitschraube drehen. Mit viel guter Vorbereitung. Zum Beispiel einem groben Abriss (für den NaNoWriMo). Und ein Bisschen Delegation (bei der Arbeit und im Haushalt).

Hm. Naja. Mal gucken.

NaNoWriMo2009: Ein Rückblick und Tipps für 2010

Ich habe den NaNoWriMo2009 erfolgreich hinter mich gebracht (der Roman ist leider nicht fertig geworden) und wollte an dieser Stelle einen Rückblick wagen und Tipps für das nächste Jahr geben.

Zunächst hier mein Badge:
NaNoWriMo2009 Winner's Badge

Gedanken
Ich habe, wie schon erwähnt, recht spontan die Entscheidung gefällt, teilzunehmen. Meine Vorarbeit beschränkte sich auf ungefähr 30 Minuten schriftliche Notizen zu den Hauptakteuren und dem Plot einen Abend vor Beginn.
Während des Schreibens habe ich vor allem gemerkt, dass ich viele Punkte nicht ausreichend geplant hatte. Ich hatte zwar durchaus eine vage Vorstellung davon, wie meine Geschichte verlaufen würde, aber vor allem zu einer der beiden Hauptpersonen habe ich mir zu wenig Gedanken gemacht. Man könnte sagen, dass dieser im Verlauf erhebliche Charakteränderungen erfahren hat, was letztlich so einen leichten schizophrenen Touch hinterlässt, der aber vollkommen ungewollt ist und auch nicht wirklich in die Geschichte passt. Außerdem fand ich persönlich, war die Stelle des Bösewichtes oder Schurken in der Geschichte quasi unbesetzt, und auch die Nebengeschichten, die sich irgendwann mit dem Hauptplot verknüpfen sollten, waren nicht sehr sorgfältig angelegt.
Klar, es geht bei NaNoWriMo erstmal nicht um Qualität, sondern Quantität. Allerdings habe ich festgestellt, dass die Lust, Quantität zu erzeugen, ziemlich schnell nachlässt, wenn nicht wenigstens ein klein wenig Qualität vorhanden ist. Damit sage ich nicht, dass man einen druckreifen Roman fabrizieren sollte – wer kann das schon im ersten Durchgang? -, sondern vielmehr, dass man sich den Spaß an der Arbeit nimmt, wenn die Geschichte vollkommen verwirrte Wege einschlägt und kein richtiger Höhepunkt entsteht. So habe ich sicherlich die schwerste Motivationskrise gegen Ende gehabt, als ich ungefähr 40.000 Wörter hatte.

Tipps
Für mich haben sich im Verlauf einige Schwierigkeiten ergeben, die ich für beachtenswert halte, weswegen ich sie hier kurz aufführe. Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen beim nächsten NaNoWriMo.

  • Wie oben schon erwähnt, halte ich Planung für wichtig. Falls ich persönlich am NaNoWriMo2010 teilnehmen werde, würde ich diesmal deutlich mehr Zeit in Gedanken zum Plot stecken. Ich denke, dass die Vorgehensweise, wie ich sie bereits beschrieben habe und wie ich sie aktuell im Fernkurs lerne, seine Berechtigung hat. Und der NaNoWriMo2009 hat es mir gezeigt: Planung kann einem die Arbeit am Roman versüßen. Zumindest für mich gilt daher, dass ich sicherlich einige Wochen vor dem eigentlich Beginn des NaNoWriMo mit ausführlicher Recherche und Gedanken zu Plot und Hauptpersonen beginnen werde. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber mir wird es bestimmt helfen.
  • Da ich flexibel sein wollte, habe ich Google Docs verwendet. Vorteil ist der, dass man natürlich von überall aus Zugriff hat, wo einem auch Internet und ein Browser zur Verfügung stehen, zur Not also auch in der Bücherei. Nachteil ist, dass man auf die Zuverlässigkeit des Systems angewiesen ist. Wer seine ganze Arbeit dort liegen hat und dann wegen Systemwartung o.ä. keinen Zugriff erhält, ist ganz schön am Arsch. Oberstes Gebot ist daher, immer schön eine Sicherungskopie auf den eigenen Rechner/USB-Stick zu ziehen. Am besten immer, wenn man eine Schreibsitzung beendet hat. Das gilt meines Erachtens aber auch für die Arbeit am eigenen Rechner. Wenn der abstürzt, ist man genauso der Gelackmeierte.
  • Die Zeit im Voraus planen. Ich hatte mir bereits vorher ausgerechnet, dass ich pro Tag 1667 Wörter schreiben muss, um nach 30 Tagen 50.000 Wörter zusammenzuhaben. Das war einerseits eine echte Erleichterung für mich, weil ich insbesondere an schlechten Tagen absehen konnte, wann die Qual ein Ende hat, und an guten Tagen war es eine Erleichterung, wenn ich feststellen konnte, mein tägliches Pensum schon erreicht zu haben. Außerdem wird es zur Routine, wenn man jeden Tag schreiben muss. Ich habe mich jeden Tag darauf gefreut, auch wenn der Tag davor nicht so toll lief. Als ich zwei Tage lang wegen einer Fortbildung weg war, habe ich einfach ein bisschen vorgearbeitet und konnte den Rückstand gut aufholen.
  • Ich empfehle jedem, nach ungefähr 1000 Wörtern zu testen, wie korrekt das eigene Textverarbeitungsprogramm zählt. Aus meiner beruflichen Tätigkeit kenne ich das Problem verschiedener Zählalgorithmen gut. Manchmal sind die Abweichungen nicht besonders hoch. Ich dachte mir bei 45.000 Wörtern, dass ich jetzt auf Google Docs verzichten könnte und mit OpenOffice weiterschreibe. Beim Exportieren der Datei musste ich dann feststellen, dass 10.000 Wörter fehlten. Scheibenkleister! Auch das Reinkopieren des Textes in NaNoWriMo aus OOo hat denselben Unterschied ergeben. Meine Empfehlung: Entweder gleich das Zählwidget von NaNoWriMo verwenden, oder vorher testen, wie exakt die Zählung mit dem eigenen Programm übereinstimmt, oder eben, ob beim Im- und Export des Romans Verluste auftreten. Das schützt vor bösen Überraschungen. Ich bin dann auf jeden Fall bei Google Docs geblieben, und die Wortzahl hat in ungefähr übereingestimmt.

NaNoWriMo – Und was, wenn man mit 50.000 nicht am Ende ist?

Nun schreibe ich also doch nochmal einen Beitrag zum NaNoWriMo. Ich bin bisher ganz gut dabei, halte mich an die Mindestanzahl an Wörtern, die ich täglich schreiben müsste, um am Ende auf 50.000 Wörter zu kommen. Irgendwie klappt diese Strategie bisher ganz gut, auch wenn ich z.B. gestern und vorgestern wegen einer Fortbildung spät nach Hause kam und total am Ende war. Ich hatte ein bisschen vorgearbeitet, da war der Rückstand nicht so tragisch.

Ich stelle aber nun fest, dass ich bei 35.000 Wörtern angekommen bin, aber die Geschichte mit weiteren 15.000 vermutlich nicht abschließen werde. Dass ich die 50.000 Wörter knacke, das glaube ich schon. Aber damit habe ich eine unvollendete Story vor mir liegen. Was nun?

Aufhören will ich jetzt nicht, weil ich ehrlich zugeben muss, dass ich Blut geleckt habe. Selbst wenn es mal nicht so toll lief, hat mir die Vorgabe jeden Tag als Fuß-im-Hintern gute Dienste geleistet -wäre schön, wenn ich dieses Prinzip auch auf andere Lebensbereiche übertragen könnte (ich höre meine Speisekammer schon nach mir rufen).

Aber irgendwie ist es ein seltsames Gefühl, 50.000 Wörter aber keine vollständige Geschichte vor sich liegen zu haben. Vielleicht liegt das daran, dass ich einen Tag vor offiziellem Beginn entschieden habe: “Da machst du mit!”. Somit habe ich quasi null Vorarbeit geleistet, ein paar Details zum Plot und zu den Personen habe ich mir am Abend zuvor hingekritzelt, in maximal 30-minütigem Arbeitseinsatz. Aber viel war das nicht. Und ich merke, dass ich an manchen Stellen echt herumlabbere wie ‘ne Tratschtante auf Koks.

NaNoWriMo 2009: Ich bin dabei

Ich habe mich kurzfristig entschlossen am diesjährigen NaNoWriMo teilzunehmen. Da dieser Monat sehr stressig wird (auch ohne NaNoWriMo), werde ich nicht allzu viel Zeit für zusätzliche Blogposts haben. Daher nur dieser eine Beitrag dazu.

P.S.
Leider tun die Widgets mit den Statistiken gerade nicht. Ich werde mal schauen, ob das im Laufe des Tages funktioniert. Eventuell hänge ich dann noch eines dran.
Hier nun die Statistik.

Jubiläumsgewinnspiel

Obwohl sich das jetzt wie Werbung für “meinen” Anbieter anhört, möchte ich das doch lieber als Hinweis auf eine Gewinnmöglichkeit verstehen.

Die Schule des Schreibens hat ein Jubiläumsgewinnspiel zum 40-jährigen Bestehen ausgeschrieben. Jeden Monat gibt es eine andere Aufgabe, sodass man auch immer wieder neu mitmachen kann. Als Preise winken z.B. Asus Eee PCs, ein Telefon, Gutschein für ein Candle Light-Dinner, usw.

(Das Gewinnspiel läuft schon eine Zeit, aber da ich ja erst seit kurzem dabei bin, ist es mir auch erst jetzt zu Ohren gekommen.)